Brisbane

Griffith University
Dauer:
1 bis 1,5 Jahre Vollzeit-Studium
Kosten:
ca. 41.00 AUD$
Quelle/Stand:
2026

Master of International Law

Der LL.M. vermittelt ein fundiertes Verständnis sowie Kompetenzen in den Bereichen internationales und vergleichendes globales Recht, Grundsätze und Praxis.

Studierende beschäftigen sich mit zentralen Themen wie internationalen Menschenrechten und Umweltfragen, grenzüberschreitenden Verhandlungen, Transaktionen und Streitigkeiten sowie Entwicklungen im Völkerrecht.

Sprachnachweise:

  • Internet-TOEFL: mindestens 79 Punkte (kein Abschnitt weniger als 19 Punkte)
  • IELTS: mindestens 6.5 Punkte und mind. 6 Punkte in jedem einzelnen Bereich
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Canberra

Australian National University
Dauer:
1 Jahr Vollzeit
Kosten:
56.120 AUD$
Quelle/Stand:
2026

Master of Laws

Der Studiengang steht sowohl Absolventen juristischer als auch nicht-juristischer Studiengänge offen. Studierende an der ANU können Kurse aus einer Reihe aktueller rechtlicher Themen wählen, darunter Informationstechnologie, Luft- und Raumfahrt, Umwelt und Klima, Cyberkrieg, internationale Sicherheit und Menschenrechte.

Studierende können sich auf einen der folgenden Rechtsbereiche zu spezialisieren:

  • Völkerrecht
  • Privatrecht und Wirtschaftsrecht
  • Öffentliches Recht
  • Rechtsforschung
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Melbourne

La Trobe University
Kosten:
40.800 AUD$
Dauer:
2 Jahre Vollzeit-Studium
Beginn:
jederzeit
Quelle/Stand:
2026

Master of Laws (Research)

Der Master-Studiengang mit Forschungsschwerpunkt bietet die Möglichkeit, Wissen und Verständnis zu einem Thema zu vertiefen, das mit einem der Forschungsschwerpunkte der Rechtsfakultät in Zusammenhang steht, wie beispielsweise Recht im Kontext, internationales und vergleichendes Recht oder öffentliches Recht.

Masterstudierende mit Forschungsschwerpunkt bearbeiten ein Forschungsprojekt, das in einer Abschlussarbeit von 25.000 bis 50.000 Wörtern gipfelt.

Sprachnachweise:

  • IELTS: mindestens 6,5 Punkte insgesamt, mind. 6,0 Punkte in jedem Bereich
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The University of Melbourne
Dauer:
1 Jahr Vollzeit-Studium
Kosten:
60.992 AUD$
Beginn:
März und Juli
Bewerbungsfrist:
31. Oktober (für März) und 30. April (für Juli)
Quelle/Stand:
2026

Master of Laws

Der Master of Laws (LL.M.) an der University of Melbourne ist ein international ausgerichtetes Vertiefungsstudium und steht ausschließlich Absolventen juristischer Studiengänge offen. Die Studierenden können aus über 170 Lehrveranstaltungen in Dutzenden von Fachgebieten auswählen, die Ihren persönlichen Interessen und beruflichen Zielen entsprechen.

Sprachnachweise:

  • IELTS: mindestens 7 Punkte insgesamt, mind. 6,5 Punkte in jedem Bereich
  • TOEFL: mindestens 91 Punkte insgesamt (Listening 19 – Reading 19 – Speaking 22 – Writing 23)
  • PTE Academic: mindestens 72 Punkte insgesamt (Listening 64 – Reading 64 – Speaking 66 – Writing 65)
  • Cambridge: mindestens 178 Punkte insgesamt (Listening 168 – Reading 168 – Speaking 187 – Writing 180)

Weitere LL.M.-Studiengänge der Universität:

  • Master of Environmental Law
  • Master of Commercial Law
  • Master of Global Competition and Consumer Law
  • Master of Health and Medical Law
  • Master of Banking and Finance Law
  • Master of Public and International Law
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Robina

Bond University
Kosten:
54.400 AUD$ für 2 Semester
Dauer :
8 Monate (2 Semester)
Beginn:
Januar, Mai, September
Quelle/Stand:
2026

Master of Laws

Mögliche Spezialisierungen: 

  • Australian Law and Practice
  • Corporate and commercial law and practice
  • Dispute resolution
  • International business and finance law
  • Family dispute resolution
  • International commercial law and dispute resolution

Sprachnachweise:

  • IELTS: mindestens 6.5 Punkte (kein Abschnitt weniger als 6.0)
  • PTE: mindestens 58 Punkte (kein Abschnitt weniger als 50 Punkte)
  • Internet-TOEFL: mindestens 79 Punkte (mindestens 21 Punkte in Writing, 18 Punkte in Speaking und 16 Punkte in Reading und Listening)

Neben dem Master of Laws bietet die Bond University den Master of Laws in Australian Law and Practice an, es gelten die selben Rahmenbedingungen (Kosten, Beginn, Dauer)

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Sydney

University of New South Wales
Kosten:
60.000 AUD$
Dauer:
1 Jahr
Beginn:
Februar, Juni, September
Quelle/Stand:
2026

Master of Laws

Studierende im Master of Laws an der UNSW Sydney können aus fünf Spezialisierungsbereichen wählen oder ein Generalistenprogramm absolvieren, bei dem sie eine Kombination aus Kursen aus beliebigen Spezialisierungsbereichen zusammenstellen. Im Jahr 2026 bietet UNSW Law & Justice fünf LLM-Spezialisierungen an:

  • Unternehmens- und Handelsrecht
  • Strafrecht und Kriminologie
  • Menschenrechtsrecht und -politik
  • Völkerrecht
  • Technologie-, Urheber- und Medienrecht

Studierende können außerdem bis zu zwei Wahlkurse aus dem Master of Science in Taxation (MSc Tax) an der University of Oxford belegen, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Fakultät. Diese Kurse können zur Spezialisierung in Unternehmens-, Handels- und Steuerrecht beitragen.

Sprachnachweise:

  • IELTS: mindestens 7.0 Punkte (kein Abschnitt weniger als 6.0)
  • Internet-TOEFL: mindestens 94 Punkte (mindestens 23 in Reading, Listening and Speaking und 25 in Writing)
  • PET: mindestens 65 Punkte (kein Abschnitt weniger als 54)
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University of Sydney, Master of International Law
Kosten:
ca. 61.700 AUD$
Dauer:
1 Jahr Vollzeit-Studium (Teilzeit möglich)
Beginn:
Februar und August
Bewerbungsfrist:
31. Oktober und 31. März

Master of International Law

Der Master of International Law ist ein postgradualer Studiengang, der Studierende auf die berufliche Tätigkeit und die akademische Forschung in den Bereichen Völkerrecht und internationale Politik vorbereitet. Studierende absolvieren einen Kernkurs im Bereich des Völkerrechts sowie Wahlfächer, darunter einen Kurs des Fachbereichs für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen oder des Zentrums für Internationale Sicherheitsstudien.

Sprachnachweise:

  • IELTS: mindestens 7.0 Punkte (kein Abschnitt weniger als 6.0)
  • Internet-TOEFL: mindestens 96 Punkte (mindestens 17 in Reading, Listening and Speaking und 19 in Writing)
  • PET: mindestens 72 Punkte (kein Abschnitt weniger als 60)
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University of Sydney, Master of Laws
Dauer:
1 Jahr Vollzeit-Studium (Teilzeit möglich)
Kosten:
ca. 61.700 AUD$
Bewerbungsfrist:
31. Oktober bzw. 31. März
Beginn:
Februar und August
Quelle/Stand:
2026

Master of Laws

Der Master of Laws ist ein postgradualer Studiengang, der juristischen Kenntnisse und kritisches sowie analytisches Denkvermögen weiterentwickelt. Studierende belegen Wahlmodule in einem oder mehreren der angebotenen Studienbereiche, darunter Verwaltungsrecht und -politik, Wirtschaftsrecht, Kriminologie, Umweltrecht, Gesundheitsrecht, internationales Recht, Rechtswissenschaft, Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen sowie Steuerrecht und verfassen eine Abschlussarbeit.

Sprachnachweise:

  • IELTS: mindestens 7.0 Punkte (kein Abschnitt weniger als 6.0)
  • Internet-TOEFL: mindestens 96 Punkte (mindestens 17 in Reading, Listening and Speaking und 19 in Writing)
  • PET: mindestens 72 Punkte (kein Abschnitt weniger als 60)
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Das LL.M.-Studium: Die beste Zusatzqualifikation für die Kanzleikarriere

Das LL.M.-Studium ist ein juristisches Aufbaustudium in der Form eines Masters. Konsekutiv-Studiengänge, die direkt auf den Abschluss LL.B. (Bachelor of Laws) folgen, sind hier nicht erfasst. Das LL.M.-Studium dauert meistens zwei Semester und kann in Deutschland oder im Ausland absolviert werden. Beim LL.M.-Abschluss handelt es sich um eine der besten Zusatzqualifikationen, die Juristen erwerben können. Berufseinsteiger, die einen LL.M.-Titel in der Tasche haben, haben gute Chancen auf eine Stelle in einer der Top-Wirtschaftskanzleien und erzielen oft höhere Gehälter. Um zum LL.M. zugelassen zu werden, müssen Studierende das erste Staatsexamen bereits absolviert haben. Für angehende Juristen ist der postgraduale Master eine gute Möglichkeit, sich in einem Rechtsgebiet zu spezialisieren oder im Ausland andere Rechtsordnungen und internationales Recht kennenzulernen sowie Sprachkenntnisse zu erwerben.

Was ist ein LL.M.?

Die Abkürzung LL.M. steht für einen Master of Laws, also einen Master in den Rechtswissenschaften. Ursprünglich stammt die Abkürzung aus dem Lateinischen und steht für Magister Legum. Das doppelte L steht dabei für den Genitivplural von lex (Gesetz). Im Mittelalter studierte man klassischerweise nicht nur ‚das Recht‘, sondern ‚die Rechte‘. Das Studium der Rechtslehre war auf das zivile Recht und das Kirchenrecht aufgeteilt. Neben der Abkürzung LL.M. gibt es weitere Bezeichnungen für das Aufbaustudium wie zum Beispiel MLB (Master of Law and Business) oder Mag.Jur. (Magister Juris). Der andere Name bedeutet dabei jedoch keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen den Studiengängen. Ein ähnliches Studium an einer anderen Hochschule kann dort als LL.M. Business Law bezeichnet werden.

Wofür brauche ich ein juristisches Aufbaustudium?

Die juristische Ausbildung dauert lange. Nach zahlreichen Prüfungen und jahrelangem Lernen legen Studierende das erste Staatsexamen ab. Danach absolvieren sie ihr Referendariat, um im Anschluss die zweite Staatsprüfung abzulegen. Obwohl die juristische Ausbildung den Studierenden ohnehin schon viel abverlangt, entscheiden sich viele ehrgeizige Nachwuchsjuristen dafür, den postgradualen Master of Laws in ihren Werdegang zu integrieren. Mit einem LL.M.-Titel erhöhst du deine Chancen auf eine der begehrtesten Associate-Stellen in einer Top-Wirtschaftskanzlei. Die Sozietäten stehen im harten Wettbewerb um die besten Absolventen. Wer zusätzlich zum Prädikatsexamen noch einen LL.M.-Titel vorweisen kann, bekommt außerdem häufig von Anfang an ein höheres Fixgehalt als andere Berufseinsteiger. Doch was genau lernt man im LL.M.-Studium eigentlich?

Die Inhalte eines LL.M.-Studiums sind vielfältig. Es gibt international ausgerichtete Spezialisierungen wie etwa Internationales Handelsrecht, Internationales Immobilienrecht, Europäisches Recht oder Vergleichende Rechtswissenschaften. Daneben stehen rein fachliche Spezialisierungen wie Gewerblicher Rechtsschutz, Medizinrecht oder Mediation und Konfliktlösung. Auch wer sich intensiver mit Legal Tech beschäftigen möchte, findet dafür mittlerweile spezifische Studiengänge. Die fachliche Spezialisierung steht im Vordergrund, wenn du einen LL.M. in Deutschland erwirbst. Der Sinn und Nutzen eines LL.M.-Studiengangs ist anders, wenn du im Ausland studierst. Er ist gar nicht so sehr an seinen Inhalten zu bemessen. Neben länderspezifischen Rechtskenntnissen und fachspezifischem Wissen erwerben Teilnehmer Sprachkenntnisse und knüpfen wertvolle Kontakte für den Anwaltsberuf.

Der persönliche Nutzen des Aufbaustudiums hängt für jeden Einzelnen von seinen Interessen und beruflichen Zielen ab. Bei der Überlegung, ob ein LL.M.-Studium sich lohnt, solltest du dir daher zunächst die Frage stellen, welche Kenntnisse für dich persönlich wertvoll sind, in welchem Rechtsgebiet du später tätig sein möchtest und inwiefern dein Wunscharbeitgeber international aufgestellt ist.

LL.M.-Studium im Ausland oder in Deutschland?

Die Auswahl an LL.M.-Programmen rund um den Globus ist riesig. Es ist eine Herausforderung, den Überblick über die verschiedenen Spezialisierungen und Studienorte zu behalten und die besten Angebote herauszufiltern. Zu Beginn der Planung steht für Jurastudierende die Frage, ob sie ihr Aufbaustudium an einer deutschen Universität oder an einer Law School im Ausland absolvieren wollen. In Studiengängen, die im Ausland angeboten werden, geht es häufig darum, die rechtlichen Besonderheiten anderer Länder zu verinnerlichen. Die Studiengänge in Deutschland hingegen bringen Studierenden meist auf hohem Niveau sehr spezifische Kenntnisse eines Rechtsgebietes näher.

Sprachkenntnisse sind King

Wenn du nach deinem Abschluss in einer US-Kanzlei arbeiten möchtest, bietet es sich an, an einer amerikanischen Law School zu studieren. Hier erwirbst du das fachspezifische Vokabular und knüpfst Kontakte, die dir im Kanzleialltag später nutzen können. Doch auch wenn du deinen künftigen Arbeitgeber noch nicht genau im Blick hast, gilt: Für die Arbeit in international tätigen Kanzleien sind verhandlungssichere Englischkenntnisse essenziell. Ein LL.M.-Titel, der in Großbritannien oder den USA erworben wurde, ist daher in jeder international tätigen Kanzlei ein großer Vorteil. Doch auch bei einem Studium in Kanada oder Australien kannst du deine Englischkenntnisse verbessern und fachspezifisches Vokabular aufbauen, und auch diese Abschlüsse sind bei den Kanzleien gerne gesehen. Die Sozietäten wissen: Wer ein Jahr mit internationalen Studierenden zusammen gelernt hat, hat sich ein Netzwerk an Kontakten aufgebaut, das auch im Kanzleialltag von großem Nutzen sein wird.

Vorteile des LL.M.-Studiums in Deutschland

Weißt du hingegen schon, dass du dich vor allem für das Öffentliche Recht oder Steuerrecht interessierst, sind perfekte Englischkenntnisse nicht ganz so wichtig. Möchtest du dich in einem ganz bestimmten Feld wie dem Medizinrecht spezialisieren, kann ein LL.M.-Studium an einer deutschen Universität dir im Zweifel mehr Fachkenntnisse einbringen als der Aufenthalt an einer Law School in Neuseeland. Hier erwirbst du spezifisches Wissen, das du Deutschland schneller anwenden kannst. LL.M.-Spezialisierungen in Deutschland sind fachlich oft sehr anspruchsvoll und vergleichbar mit einem Fachanwaltskurs, während in internationalen Programmen eher ein breiter juristischer Überblick gegeben wird. Der Auslandsaufenthalt ermöglicht es den Absolventen später jedoch, sich mit internationalen Geschäftspartnern in perfektem Englisch über Rechtsfragen auszutauschen.

Internationales Flair und Renommee

Neben der fachlichen Ausrichtung und den zu erwerbenden Kenntnissen zählt für Jurastudierende besonders das Renommee der Law School, an der sie ihr LL.M.-Studium absolvieren. Der Wunsch vieler Bewerber ist es, an einer der renommierten US-Law-Schools oder in Großbritannien zu studieren. Columbia, Harvard, Yale, Oxford, Cambridge – diese Namen stehen auf der heimlichen Wunschliste der meisten Nachwuchsjuristen. In New York oder ‚Oxbridge‘ erhalten Studierende eine klassische Ausbildung und knüpfen dabei unbezahlbare Kontakte. Die Jahrgänge an amerikanischen und britischen Law Schools sind häufig klein und exklusiv ausgewählt. Hier lernen künftige Top-Juristen aus aller Welt zusammen.

Wer die Kulisse von alten Gemäuern auf einem traditionsreichen Campus mag, sollte nach Oxford oder Cambridge gehen. Doch die Vorteile eines Studiums zu Hause liegen auf der Hand. In Deutschland zahlen Studierende nicht so hohe Gebühren für den Abschluss. Außerdem ist der Organisationsaufwand wesentlich geringer. Und wer schon Familie hat, kann sich auch während des Studiums weiter um Kinder und Partner kümmern.

LL.M., Promotion oder Fachanwalt?

Wer als Absolvent in einer Top-Kanzlei einsteigen will, muss zunächst einmal sehr gute Noten vorweisen können. Eine Zusatzqualifikation wie der Doktortitel oder ein LL.M.-Titel heben Bewerber jedoch noch etwas mehr von der Masse ab und garantieren gute Aussichten bei den Bewerbungen. Doch welcher Titel kommt in den Wirtschaftskanzleien besser an?

Ein Juraabsolvent mit abgeschlossener Promotion hatte in Kanzleien lange Zeit besonders hohes Ansehen und damit auch gute Chancen auf eine Einstellung. Im internationalen Kontext hat der früher so begehrte Doktortitel jedoch an Bedeutung verloren. Während der Doktortitel den Personalchefs zeigt, dass ein Bewerber wissenschaftlich arbeiten kann und fleißig und konsequent ein Ziel verfolgt, hat ein LL.M.-Titel eine andere Aussagekraft. Er zeigt: Die Person ist ihr eigener Projektmanager, kann mit fremden Kulturen umgehen, ist kommunikativ, mutig, und aufgeschlossen, sprachbegabt und nicht zuletzt wahrscheinlich auch ein guter Teamplayer.

In Wirtschaftskanzleien ist der LL.M.-Titel deshalb besonders gerne gesehen. Bewerber, die diesen Abschluss vorweisen können, werden von Kanzleien umworben und erhalten häufig ein höheres Fixgehalt als andere Berufseinsteiger. Ein LL.M.-Abschluss, der im Ausland erworben wurde, zählt besonders viel. Träger dieses Titels glänzen mit fachspezifischen Fremdsprachenkenntnissen und haben sich ein internationales Netzwerk aufgebaut, das in der täglichen Kanzleiarbeit und bei der Mandatsakquise hilfreich ist.

Kanzleien, die international tätig sind, wünschen sich Bewerber mit exzellenten Englischkenntnissen. Für Kanzleien, die vorwiegend für deutsche Mandanten und im deutschen Recht arbeiten, ist dieser Faktor weniger entscheidend. Bei diesen Kanzleien macht der Doktortitel noch mehr Eindruck als bei den ganz großen internationalen Playern.

Wer sich in einem bestimmten Rechtsgebiet spezialisieren möchte, für den ist jedoch auch der Fachanwaltstitel eine gute Alternative zum Master of Laws. Beide Zusatzqualifikationen sind fachspezifisch und auf den Umgang mit einem bestimmten Rechtsgebiet ausgelegt. Der Fachanwaltslehrgang ist im Gegensatz zum Aufbaustudium jedoch nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch angelegt. Bevor der Antrag auf Zulassung zum Fachanwalt gestellt werden kann, muss der Anwalt eine gewisse Anzahl bearbeiteter Fälle vorweisen können. Den Fachanwaltstitel können Anwälte somit erst erwerben, nachdem sie das zweite Staatsexamen abgelegt und ihren Berufseinstieg bereits erfolgreich gemeistert haben.

LL.M.-Studium: Wieviel kostet der Titel?

Die Kosten für LL.M.-Programme sind unterschiedlich hoch. Für Studiengänge in Deutschland fallen manchmal nur die üblichen Semestergebühren an. An einigen Universitäten in EU-Staaten können Studierende im Rahmen des Erasmus-Programmes finanzielle Unterstützung erhalten. Für die renommierten Law Schools in den USA hingegen müssen Bewerber mit Studiengebühren von bis zu 70.000 Dollar rechnen, die angesehensten britischen LL.M.-Studienprogramme kosten umgerechnet bis zu 50.000 Euro. In anderen Ländern sind die Studiengebühren zwar geringer, für das Auslandsstudium müssen aber stets Reisekosten sowie Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Sprachtest, Visum und Krankenversicherung eingeplant werden.

Der LL.M. als Investition in die Karriere

Die hohen Kosten eines LL.M.-Studiums im Ausland schrecken viele Studierende ab. Es gibt jedoch viele Finanzierungsmöglichkeiten. Dazu gehören:

  • Stipendien
  • Studienkredite
  • Klassische Kredite
  • Kanzleistipendien
  • Bildungsfonds

Abgesehen davon sind die Kosten für ein Aufbaustudium steuerlich absetzbar. Weitere Tipps zur LL.M.-Finanzierung haben wir in unserem Artikel Auf Geldreise: Wie finanziere ich die Kosten für ein LL.M.-Jahr im Ausland? zusammengestellt. Es lohnt sich, nicht gleich aufzugeben, sondern einen systematischen Finanzierungsplan aufzustellen. Denn auch wenn die hohen Kosten zunächst abschrecken mögen: Es ist nicht unbedingt die beste Wahl, sich für das Studium mit den kleinsten Studiengebühren zu entscheiden. Tatsächlich gilt in der Kanzleiwelt eher folgende Regel als realistisch: Je mehr man für das LL.M.-Studium ausgibt, desto hochkarätiger sind die Kontakte, die man dort knüpft. Das klingt vielleicht zunächst elitär, doch die persönliche Erfahrung, die man bei einem LL.M.-Studium im Ausland macht, ist den Planungs- und Finanzierungsaufwand allemal wert. Die Kosten für das Studium zu investieren, lohnt sich oft auch finanziell, denn zurück in Deutschland gelingt den meisten LL.M.-Absolventen der Sprung in verantwortungsvolle Positionen in Kanzleien, Unternehmen oder öffentlichen Institutionen. Ein hohes Gehalt ist ihnen damit sicher.

Der richtige Zeitpunkt für ein LL.M.-Jahr

Die Planung eines LL.M.-Studiums kann aufwendig sein – besonders wenn du planst, ein Programm einer ausländischen Hochschule zu besuchen. Dabei ist es vor allem eine Herausforderung, die unterschiedlichen Bewerbungsfristen der Universitäten und Stipendiengeber einzuhalten und zum richtigen Zeitpunkt alle nötigen Unterlagen beisammen zu haben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das LL.M.-Jahr in den Karriereweg einzubauen.

LL.M.-Studium nach dem 1. Staatsexamen

Für ein LL.M.-Studium muss das erste juristische Staatsexamen bereits erfolgreich absolviert sein. Direkt danach – und noch vor dem Beginn des Referendariats – ist ein guter Zeitpunkt, um sich für ein Jahr ins Auslandsstudium zu verabschieden und dem LL.M.-Studium nachzugehen. Dies muss allerdings gut geplant sein, denn die Vorbereitungen für das LL.M.-Studium benötigen mindestens ein Jahr Vorlaufzeit.

LL.M.-Studium nach dem 2. Staatsexamen

Viele Studentinnen und Studenten entscheiden sich für einen Auslandsaufenthalt im Rahmen eines LL.M.-Studiums nach dem zweiten Staatsexamen, nachdem alle Prüfungen abgelegt sind und bevor der Berufseinstieg ansteht. Der Vorteil ist, dass direkt nach dem teuren Auslandsjahr durch den Einstieg in das Berufsleben schneller wieder Geld in die Kasse kommt. Außerdem könnt ihr die Kosten für das Studium von der Steuer absetzen.

LL.M.-Studium berufsbegleitend

Genauso wie die Doktorarbeit kann auch das LL.M.-Studium berufsbegleitend absolviert werden. Viele Kanzleien bieten die Möglichkeit einer Freistellung, manche pflegen sogar direkte Kooperationen zu Law Schools. Vor allem die Finanzierung gestaltet sich deutlich einfacher.

Viele Universitäten bieten den LL.M.-Studiengang auch Teilzeit an, also tatsächlich ohne Auszeit vom Job nebenbei. Insbesondere deutsche Universitäten bieten viele LL.M.-Studiengänge nach diesem Konzept an. Die Module an Wochenenden oder in Blöcken finden dann gewissermaßen in der Freizeit statt. In den meisten Fällen beträgt die Studiendauer dann mehr als ein Jahr.

Zulassungsvoraussetzungen für den LL.M.

Wie oben erwähnt, können an manchen Hochschulen nicht nur Absolventen eines Jurastudiums den Master of Laws beginnen. Für Graduierte der Rechtswissenschaften gelten jedoch häufig spezifische Zulassungsbeschränkungen. So müssen die Bewerber einerseits das erste Staatsexamen abgeschlossen haben. Meist wird mindestens ein ‚befriedigend‘ in der Prüfung vorausgesetzt, an den renommiertesten Rechtsfakultäten müssen jedoch Bestnoten nachgewiesen werden. Wer sein Studium im Ausland absolvieren möchte, muss außerdem einen Sprachtest bestehen. Für ein englischsprachiges Studium werden zum Beispiel meist zwischen 80 und 105 Punkte im TOEFL-Internettest beziehungsweise 550 bis 600 Punkte im Papiertest vorausgesetzt. Auch berufliche Erfahrung wird in manchen Programmen verlangt. Es lohnt sich jedoch immer, die Vorgaben auf der Website einer Universität zu hinterfragen und sich persönlich zu erkundigen. Häufig werden auch Bewerber mit anderen Voraussetzungen zugelassen, denn viele ausländische Hochschulen sind auf die Einnahmen aus den Masterstudiengängen angewiesen.

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