Das sind die Top-Arbeitgeber im Norden
Anfang März hat die azur-Redaktion die 100 Top-Arbeitgeber 2023 für Juristinnen und Juristen vorgestellt. Darunter befinden sich auch fünf besonders attraktive Arbeitgeber aus Norddeutschland. Berufseinsteiger finden hier neben Großkanzleien und internationalen Konzernen auch multidisziplinäre Kanzleien, die ihren Associates hervorragende Karrierechancen bieten – und mit spannenden Schwerpunkten von der Start-up-Beratung über das See- und Handelsrecht bis hin zu erneuerbaren Energien aufwarten.
Für den Start in die juristische Karriere im Norden bieten sich zahlreiche Optionen. Neben vielen Kanzleien in Hamburg, die vor allem gehobene mittelständische Unternehmen beraten, gibt es auch in den Rechtsabteilungen von Konzernen wie Google gute Einstiegsmöglichkeiten für junge Juristinnen und Juristen. Für alle, die sich auf Handelsrecht oder die Transport- und Logistikberatung spezialisieren möchten, ist Hamburg als internationaler Handelsstandort für den Berufseinstieg zudem eine ideale Adresse. Auch die wachsende Start-up-Szene in der Hansemetropole verschafft den Kanzleien vor Ort neue Mandanten – und jungen Anwältinnen und Anwälten interessante Tätigkeitsfelder.
Abseits der Hansemetropole ist juristischer Nachwuchs selbstverständlich ebenfalls gefragt. Im hohen Norden – insbesondere in den Regionen zwischen Ostfriesland und Schleswig-Holstein – sind Expertinnen und Experten im Bereich erneuerbare Energien aktuell besonders gefragt. Kanzleien in Niedersachsen pflegen langjährige Verbindungen zu ihren Stammmandanten im Mittelstand und setzen ganz traditionell auf Rundumberatung. Der juristische Nachwuchs hat in Norddeutschland also viele unterschiedliche Möglichkeiten, in das Berufsleben zu starten.
Diese Rechtsgebiete sind im Norden besonders relevant:
- Erneuerbare Energien
- Immobilienrecht
- Internationales Handelsrecht
- Transport und Logistik
Gute Work-Life-Balance bei MDP-Einheiten
In Hamburg gibt es neben den vor Ort ansässigen klassischen Großkanzleien viele kleinere und mittlere Einheiten, die viel Mühe in ihre Ausbildungsprogramme stecken, um im harten Wettbewerb um die Top-Talente mithalten zu können. Nachwuchs für eine juristische Karriere im Norden suchen insbesondere die vor Ort wachsenden MDP-Einheiten, hier sind neben Juristinnen auch Steuerberater oder Wirtschaftsprüferinnen gefragt.
Die junge und schnell wachsende MDP-Einheit BRL Boege Rohde Luebbehuesen hat ihren Schwerpunkt in der Restrukturierungs- und Transaktionsberatung. Associates loben in der azur-Umfrage das „gute Betriebsklima“ und die „ehrliche Kommunikation“.
Die multidisziplinäre Kanzlei Möhrle Happ Luther hat ihren Hauptsitz nahe der Hamburger Speicherstadt. Im Bereich Legal arbeiten die Associates laut azur-Umfrage mit rund 45 Wochenstunden hier etwa acht Stunden weniger als der Marktdurchschnitt. Sie können sich auch über ein breites Ausbildungsangebot und ein besonders gutes Betriebsklima freuen.
Auch die Traditionskanzlei Esche Schümann Commichau ist multidisziplinär aufgestellt. Associates der Corporate-Praxis lernen hier, wie Umstrukturierungen funktionieren und dürfen schnell Verantwortung für Mandate übernehmen. Genau wie bei BRL und Möhrle sitzen die Esche-Associates deutlich weniger lange am Schreibtisch als ihre Kolleginnen und Kollegen in den typischen Großkanzleien im Durchschnitt.
Die Kanzlei Arnecke Sibeth Dabelstein ist unter anderem in der transport- und versicherungsrechtlichen Beratung der maritimen Branche renommiert. Auch in der Logistik- und Luftfahrtbranche, im Arbeits-, Immobilien- und Gesellschaftsrecht ist die Kanzlei tätig. Im eigenen Start-up, das Unternehmen mit Legal Tech an der Erfassung zahlreicher Claims im Bereich Fluggastrechte unterstützt, können Associates an Legal-Tech-Workshops teilnehmen.
Die britische Kanzlei Watson Farley & Williams ist auf Finanzierungen im Energie- und Transportsektor (besonders Schifffahrt) spezialisiert, die Beratung der maritimen Wirtschaft gehört zur DNA der Kanzlei. Auch den Associates in Hamburg ermöglicht sie die Mitarbeit an internationalen Mandaten. Im letzten Jahr war sie unter anderem an mehreren Schiffsfinanzierungen beteiligt. Nachwuchsanwältinnen loben in der azur-Associate-Umfrage, dass sie Arbeitsort und -zeit frei wählen können. Auch mit der Feedbackkultur sind sie sehr zufrieden.
Die Top-Arbeitgeber für eine juristische Karriere im Norden auf einen Blick:
- Arnecke Sibeth Dabelstein
- BRL Boege Rohde Luebbehuesen
- Esche Schümann Commichau
- Möhrle Happ Luther
- Watson Farley & Williams
Möchtest du im Norden arbeiten? Dann filtere die Top-Arbeitgeber nach Standort. Neben den fünf genannten Top-Arbeitgebern im Norden haben zum Beispiel weitere vierzig der hundert Top-Arbeitgeber einen Standort in Hamburg.