Esche Schümann Commichau

Top-Arbeitgeber: Norden

Ziemlich zufrieden. Für das Gesamtpaket, das die multidisziplinäre Hamburger Kanzlei Esche Schümann Commichau (ESC) ihren jungen Anwälten bietet, vergeben diese in der azur-Umfrage viele gute Noten. Die Associates loben das „gute Klima“, die „Wertschätzung“ und, dass die Partner „immer ein offenes Ohr“ haben. Auch die „Weiterbildungen auf Großkanzlei­niveau“ kommen sehr gut an. Zufrieden sind sie zudem mit ihrer Arbeitsbelastung, die laut azur-Umfrage mit 50 Stunden wöchentlich drei Stunden unter dem Marktdurchschnitt liegt. Dem positiven Gesamteindruck der eigenen Mannschaft setzen externe Anwälte einen etwas angestaubten Ruf entgegen. Sie beschreiben Esche als „traditionsreich“ und „nicht mehr dem Zeitgeist entsprechend“. Ganz und gar dem Zeitgeist entspricht allerdings, dass Anwälte aller Karrierestufen bei ESC in Teilzeit arbeiten können: Diese Option ziehen auch einige Partner. Mehrere Associates bemängeln aber, dass unklar sei, wie sich Teilzeitarbeit auf ihre Karriere auswirke. Einer wünscht sich eine „klare Kommunikation zu den Voraussetzungen für die Partnerschaft, insbesondere in Teilzeit“. Vor der Aufnahme als ,Sozius‘ in die Gesellschafterriege stehen die Stufen des Associated Partners und des Non-Equity-Partners. Als Associated Partner können Anwälte – vergleichbar dem Counsel-Status in anderen Kanzleien – entweder langfristig angestellt bleiben oder nach ­etwa drei Jahren den nächsten Schritt gehen.

Krisenmeister. Auffallend viel Lob erntet die Kanzlei für ihren Umgang mit der Pandemie: „Trotz meines Eintritts in Corona-Zeiten ist mir der Zusammenhalt im Team positiv aufgefallen“, schreibt ein Associate. Ein anderer hebt hervor, dass Fortbildungen während der Corona-Pandemie online stattfanden. Zudem habe die Pandemie die Digitalisierung und die Arbeit im Homeoffice gefördert. Die Arbeit von zu Hause ist relativ flexibel möglich, allerdings handhaben dies die einzelnen Fachbereiche bislang unterschiedlich. Daher arbeitet das Management derzeit an kanzleiweiten Vorgaben.

Neueinstellungen 2022
  • 6 bis 8 Volljuristen
  • 8 Referendare
  • 8 Praktikanten

Praktikum & Referendariat

  • Buddy-Programm für Praktikanten und Referendare mit einem Associate als zen­traler Ansprechpartner an der Seite
  • Interne Schulungen, Einbeziehung in die Mandatsarbeit, 600 Euro Zuschuss zu Kaiserseminaren für Referendare

Ausbildung & Karriere

  • Kanzleieigener ‚Campus‘, u.a. mit Angeboten in Kooperation mit Bucerius (etwa zu Soft Skills) sowie internen Vorträgen
  • Regelmäßige Feedbackgespräche zum Karrierestand, individuelle Coachings zum Beispiel zur Persönlichkeitsentwicklung

Arbeit, Leben & Familie

  • Teilzeitoption, die auch von mehreren Vollpartnern in Anspruch genommen wird
  • Sonderurlaub: 5 Tage bei Erkrankung des Kindes oder Pflege eines Angehörigen, 3 Tage bei Geburt oder Adoption; anteilige Kostenübernahme der Ferienbetreuung

 

Stand: Druckausgabe von azur100 2022 mit Erscheinungsdatum 18.03.2022 (Ausnahme: Gehälter, diese werden regelmäßig aktualisiert). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.

Das azur Urteil
  • Praktikum 2 Sterne

  • Referendarausbildung 2 Sterne

  • Associate-Ausbildung 3 Sterne

  • Associate-Zufriedenheit 4 Sterne

  • Gehalt 2 Sterne

  • Aufstiegschancen 1 Sterne

  • Karriere und Familie 2 Sterne

  • Work-Life-Balance 1 Sterne

  • Internationalität 0 Sterne

Standort in Deutschland: Hamburg

Anwälte in Deutschland: 19 Vollpartner, 10 Non-Equity-Partner, 7 Associated Partner, 32 Associates und 1 of Counsel

 

Frauenanteil Anwälte: 29,0 %; 10,5 % innerhalb der Vollpartnerschaft