Watson Farley & Williams
Top-Arbeitgeber: 3 Sterne
Internationales Arbeiten mit Infrastruktur-Fokus
Spannende Mandate, glückliche Associates. Watson Farley Williams (WFW) punktet bei ihren Associates vor allem mit einem: dem internationalen Flair. Die Kanzlei mit britischen Wurzeln bietet grenzüberschreitende Mandate im Infrastruktur- und Energiesektor. Das kommt an. In der azur-Umfrage vergeben die Associates nicht nur für die Internationalität und das Arbeitsniveau überdurchschnittliche Noten, sondern auch für das Betriebsklima. Sie zeigen sich insgesamt sehr zufrieden. „Spannende Mandate an der Spitze der Energiewende, dabei ein junges Arbeitsumfeld, in dem auch Homeoffice vollkommen akzeptiert ist“, lobt ein Associate. Ein anderer hebt die „sehr kollegiale Stimmung über sämtliche Büros hinweg, einschließlich ausländischer Standorte“ hervor. Für diese Zufriedenheit tut die Kanzlei einiges. Regelmäßig dreht WFW an der ein oder anderen Stellschraube, zuletzt hat sie Gehälter und Boni angepasst, das Counsel-Trainingsprogramm weiter ausgebaut und das Ausbildungsprogramm um eine auf die deutschen Associates ausgerichtete Einheit erweitert.
Come as you are. WFW legt großen Wert auf Chancengleichheit und Vielfalt. Es gibt diverse Programme und Schulungen zu inklusiver Führung, Frauenförderung, Recruiting oder zum Umgang mit unangemessenem Verhalten. Beim Thema Work-Life-/Familien-Balance wird Flexibilität großgeschrieben – es gibt keine festen Homeoffice- Regeln, agiles Arbeiten gehört zum Standard ebenso wie flexible Arbeitsmodelle, Teilzeitoptionen und Elterncoachings. Die Associates loben die Teilzeitmöglichkeiten, „flexibles Homeoffice“ und „keine Wochenendarbeit“. Auch die Noten in der azur-Umfrage sind überdurchschnittlich. Anwältinnen sind in der Equity-Partnerschaft aber Fehlanzeige. Trotz gezielter Förderung gibt es diese Lücke: Unter den 19 Vollpartnern findet sich keine einzige Volljuristin, lediglich eine Steuerberaterin. Das Thema Diversität auf Partnerebene bleibt damit eine Baustelle, auch wenn verschiedene Programme zu inklusiver Führung und Frauenförderung existieren. Bei den Karrierechancen zeigen sich die Associates hingegen zufrieden – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Partnerschaft. WFW hat ihr Counsel-Programm ausgebaut und Financial Trainings integriert. Partnerkandidaten-Coachings und gezielte Entwicklungsgespräche unterstützen den Aufstieg. Regelmäßig holt die Kanzlei Feedback ein und fördert den Austausch, etwa durch Kommunikationstraining für die Partner. In puncto Personalführung ist der Nachwuchs sehr zufrieden. Nur beim Thema KI- und Tech-Einsatz wünschen sich einige Associates „vermehrte Einbindung von KI bei standardisierten Aufgaben“ oder „klare Vorgaben auch für Partner, neue Technik und Systeme anzuwenden“.
- 15 bis 20 Volljuristen
- 15 Referendare
- 25 WiMis
- 30 Praktikanten
Praktikum & Referendariat
Für Praktikanten gibt es zweimal im Jahr ein Gruppenpraktikum, das Mandatsarbeit, Gerichtsverhandlungen und den Zugang zu allen internen Weiterbildungen beinhaltet. Obendrauf gibt es einen Englischkurs. „Interessante Einblicke in verschiedene Themenbereiche“, lobt ein ehemaliger Praktikant. Für Referendare gibt es zusätzlich ein Budget für Klausurenkurse, Wochenendintensivkurse sowie Aktenvortrags- und Kommunikationstraining. Neu sind Angebote zur Examensvorbereitung in Bezug auf Effizienz, Stress und Druck. Auslands-Trainee-Programme in London, Bangkok oder Madrid sorgen für internationales Lernen.
Ausbildung & Karriere
Das Ausbildungsprogramm besteht aus lokalen und internationalen Lerneinheiten mit Modulen zu fachlichen Themen, Mandanten- und Personalmanagement, Kommunikationstraining und Business Development. Zudem gibt es ein Weiterbildungsprogramm mit der Oxford Business School, das für Senior Associates aufgesetzt wurde. Ergänzt wird es durch Gesprächsrunden zu aktuellen Themen und durch Secondments. Diese können sowohl beim Mandanten als auch global innerhalb der Kanzlei stattfinden. Im Marktvergleich ist das Ausbildungspaket solide bis gut und der Nachwuchs damit überdurchschnittlich zufrieden in der azur-Associate-Umfrage. Manche wünschen sich jedoch mehr deutsche Angebote. Hier hat WFW zuletzt eins für Senior Associates aufgesetzt. Ebenfalls zufrieden sind die Anwälte mit ihren Karrierechancen. Mit spezifischen Programmen für Counsel und zur Karriereentwicklung sowie Partnerkandidaten-Coaching begleitet WFW ihren Nachwuchs.
Arbeit, Leben & Familie
• Agiles Arbeiten ohne festen Arbeitsplatz und feste Arbeitszeit
• Mobiles Eltern-Kind-Büro sowie Coachings während der Elternzeit
• Kooperation mit Fitnessstudio, Programm für psychische Gesundheit
Stand: Druckausgabe von azur100 2026 mit Erscheinungsdatum 20.03.2026 (Ausnahme: Gehalt, dieses wird regelmäßig aktualisiert). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik
Standorte in Deutschland: Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München
Anwälte in Deutschland: 19 Vollpartner, 9 Non-Equity-Partner, 6 Counsel, 55 Associates und 3 of Counsel
Frauenanteil Anwälte: 31,5 %; 5,3 % innerhalb der Vollpartnerschaft*
Internationale Präsenz: Australien, China oder Frankreich – WFW ist in mehr als 15 Ländern mit Büros vertreten.
* Steuerberaterin
Überdurchschnittliche Examensnoten sind wichtig, ebenso bisherige Erfahrungen und persönliche Interessen. Fließende Englischkenntnisse sind ein absolutes Muss, ein LL.M. oder Promotion wünschenswert, aber keine Einstellungsvoraussetzung. Der erste Austausch findet in der Regel mit zwei Partnern statt, wovon mindestens einer der Praxisgruppe angehört, für die sich der Bewerber beworben hat. Neben einem Kennenlernen geht es auch um fachliche Fragen. Die zweite Gesprächsrunde findet mit einem weiteren Partner sowie dem Team statt. Bei einem gemeinsamen Mittagessen oder Kaffee können sich alle besser kennenlernen und offene Fragen klären.
Associates:
1. Jahr: 120.000 Euro plus Bonus bis 10.000 Euro
Alle aktuellen Gehälter von Associates und Syndizi in verschiedenen Berufsjahren, im Referendariat und für die wissenschaftliche Mitarbeit findest du in unseren Gehältertabellen.
- Arbeitsrecht
- Gesellschaftsrecht
- Konfliktlösung
- Öffentlicher Sektor
- Regulierung
- Transaktionen (M&A, Private Equity und Venture Capital)
Bemerkung: Hier sind nur die Rechtsgebiete aufgelistet, die auch im aktuellen JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien auf www.juve.de bewertet werden.