Rekordgehälter: 175.000 Euro für Anfänger 

Der Wettstreit der US-Kanzleien erreicht Deutschland. Skadden zahlt Associates im ersten Jahr nun 170.000 Euro als Einstiegsgehalt. Das sind 1.000 Euro mehr als die Konkurrentin Kirkland & Ellis, die ihre Gehälter Anfang März angehoben hat.

Im zweiten Jahr bleibt das Grundgehalt bei Skadden gleich, aber Associates können im Gegensatz zu Einsteigern einen Bonus erhalten. Die Erhöhung zieht sich durch alle Jahrgänge bis zu Senior Associates, die 25.000 Euro mehr Jahresgehalt erhalten können. Ein Sprecher von Skadden wollte keine konkreten Zahlen über das zweite Jahr hinaus nennen.

Die Erhöhungen in Deutschland sind ein Spiegelbild der harten Konkurrenz in den USA, insbesondere unter den New Yorker Kanzleien, um die besten Associates. Führende US-Kanzleien haben ihre Gehälter im Februar angehoben – obwohl die letzte Erhöhungsrunde erst ein halbes Jahr zurücklag. Damit gerieten die deutschen Büros unter Zugzwang, denn nur mit Gehaltserhöhungen in Deutschland ließ sich verhindern, dass die Unterschiede zwischen Europa und den USA sich insgesamt vergrößern.
Auch Willkie Farr & Gallagher hat die Gehälter in Deutschland zu Beginn des Jahres erhöht. Sie zahlt jetzt 175.000 Euro an Berufseinsteiger. Diese Zahl enthält einen Starterbonus von 15.000 Euro, der immer im ersten Monat gezahlt wird. Wie bei Skadden haben Willkie-Associates im ersten Jahr jedoch keinen Anspruch auf einen Jahresendbonus. Allerdings haben sie, wie alle Associates, im vergangenen Jahr, einen Zwischenbonus erhalten.

Die Gehälter im zweiten Jahr liegen bei Willkie dann wieder bei 165.000 Euro pro Jahr, aber mit der Chance auf einen Bonus. Dieser betrug in den vergangenen Jahren mindestens 15.000 Euro, wobei die oberen Ränge der Associate-Pyramide mehr erhielten.

Kirkland & Ellis hat sein Einstiegsgehalt im März erhöht, so dass alle Associates eine Gehaltserhöhung von bis zu 9 Prozent erhalten. Senior Associates bei Kirkland können nun mehr als 250.000 Euro verdienen.


Teilen:

azur Mail abonnieren