SKW Schwarz

Top-Arbeitgeber: 2 Sterne


Full-Service-Kanzlei mit Innovationskraft

Ein Herz für Tech. Die deutsche Full-Service-Kanzlei zählt zu den Marktführern im Medien und Urheberrecht und hat insbesondere in der Digital- und Tech-Branche einen guten Ruf. Neben den Stammmandanten Netflix und Amazon vertraute zuletzt auch der prominente TV-Moderator Eckart von Hirschhausen in einem Streit mit Meta auf die Kanzlei. Intern pflegt SKW ebenfalls eine technikaffine Kultur und bezieht Legal Tech in die meisten Prozesse ein. Seit mehreren Jahren hat die Kanzlei zudem eine eigene Servicegesellschaft und ein Innovation Lab.  Der Nachwuchs honoriert diesen Ansatz in der aktuellen azur-Umfrage mit überdurchschnittlichen Noten für den Einsatz von Legal Tech und KI sowie die IT-Ausstattung.

Wie es euch gefällt. Wer bei SKW einsteigt, muss sich früh eine Grundsatzfrage stellen: Wie viel Druck soll es sein? Denn die Kanzlei lässt ihren Associates die Wahl zwischen zwei Arbeitszeitmodellen. Das ‚1.600er-Modell‘ zielt auf 1.600 Billable Hours ab und ermöglicht ein Einstiegsgehalt von bis zu 100.000 Euro. Wer es ruhiger angehen lassen möchte, wählt das ‚1.300er-Modell‘ mit einer sehr überschaubaren Vorgabe von 1.300 abzurechnenden Stunden pro Jahr, muss sich dafür aber mit einem Einstiegsgehalt von 78.000 Euro begnügen. Mehrarbeit über die jeweilige Billable-Anforderung hinaus wird in beiden Fällen mit einem Bonus vergütet, und auch der Weg in die Partnerschaft steht beiden Gruppen gleichermaßen offen. Ein Konzept, das für viele aufzugehen scheint, denn: Sowohl für die Arbeitsbelastung als auch die Work-Life-Balance sowie die Vereinbarkeit von Karriere und Familie vergeben die Associates in der azur-Umfrage überdurchschnittliche Noten. Kein Wunder: Mit laut azur-Umfrage gut 47 Wochenstunden arbeiten sie rund 5 Stunden weniger als derzeit im Markt üblich. Verbesserungspotenzial sieht der Nachwuchs dafür mit Blick auf das Betriebsklima, die Internationalität sowie Anspruch und Niveau der Arbeitsinhalte – hier sind die Zufriedenheitswerte etwas niedriger als im Vergleich zum Marktdurchschnitt.

Hit the road. Deutlich zufriedener wiederum als ihre Kollegen bei vielen Wettbewerbern sind die Associates mit ihren Partnerchancen. Das dürfte sowohl an der jüngsten Umstellung auf ein transparenteres All-Equity-Modell als auch an der engagierten Karriereförderung liegen. Auf ihrem Weg in die Partnerschaft unterstützt SKW nicht nur Counsel beim Aufbau eines Business Case, auch Associates können bereits früh ihr Akquisepotenzial entfalten. Auf weltweiten Veranstaltungen der Kanzleinetzwerke, denen SKW angehört, können sie etwa als Sprecher der Kanzlei auftreten oder an der Akquise teilnehmen. So nahmen einige Partner 2024 drei junge Associates mit auf eine Roadshow an die US-Westküste. Dort knüpften sie Kontakte und erarbeiteten Präsentationen. Kein regelmäßiges Programm, aber eine Idee, die SKW im laufenden Jahr wiederholen will.

Neueinstellungen 2026
  • 10 bis 15 Volljuristen
  • 25 Referendare
  • 35 WiMis
  • 10 Praktikanten
67 % der neu Eingestellten sind ehemalige Referendare

Praktikum & Referendariat

Praktikantinnen und Praktikanten erwartet hier eine Zeit mit persönlicher Betreuung durch einen Partner und die Teilnahme an Kanzleiveranstaltungen. Allein damit scheint SKW vieles richtig zu machen. In der azur-Bewerberumfrage lobt ein ehemaliger Praktikant etwa die „gute Unterstützung und Einbindung“. Referendare bekommen einen Associate als erfahrenen Mentor an die Seite gestellt und können an allen internen Schulungen für Associates teilnehmen. Zudem können sie sich mit eigenen Ideen unter anderem zu Legal-Tech-Themen im kanzleiinternen ,Innovation Lab‘ einbringen. Die Kanzlei übernimmt die Kosten für ein Kaiser-Wochenendseminar sowie ein Kaiser-Klausurenpaket. Andere Kanzleien sind da ein bisschen spendabler.


Ausbildung & Karriere

Mit ihrer Weiterbildung sind die SKW-Associates überdurchschnittlich zufrieden. Neben fachbereichsinternen Weiterbildungsprogrammen bietet die Kanzlei verschiedene Module über den kanzleiinternen Campus und teils in Zusammenarbeit mit Bucerius an, darunter Soft-Skills-Trainings und Bilanz-Workshops. Zudem investiert die Kanzlei massiv in Tech-Skills: Neben einer KI-Ausbildung in Kooperation mit dem TÜV, die insbesondere vertiefte technische Kenntnisse vermittelt, können Anwälte ein kanzleieigenes KI-Curriculum durchlaufen und sich zu Innovations-Botschaftern ausbilden lassen. Der Karriereweg ist klar strukturiert: Nach drei Jahren steht die Ernennung zum Senior Associate an, zwei Jahre später folgt der Counsel-Status. Die Partnerschaft ist seit 2025 als reine Equity-Partnerschaft organisiert. Daneben ist es jedoch möglich, dauerhaft als Counsel oder Associated Partner angestellt zu bleiben. Sowohl mit ihren Partnerchancen als auch den alternativen Karrieremöglichkeiten zeigen sich die Associates in der azur-Umfrage überdurchschnittlich zufrieden.


Arbeit, Leben & Familie

• Zwei Arbeitszeitmodelle mit unterschiedlichen Billable-Vorgaben (1.300 oder 1.600 Stunden)

• Flexible Teilzeitmodelle auf allen Ebenen

• Egym Wellpass

Stand: Druckausgabe von azur100 2026 mit Erscheinungsdatum 20.03.2026 (Ausnahme: Gehalt, dieses wird regelmäßig aktualisiert). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik

Das azur Urteil
  • Referendarausbildung 2 Sterne

  • Associate-Ausbildung 3 Sterne

  • Legal-Tech- und KI-Einsatz 4 Sterne

  • Associate-Zufriedenheit 4 Sterne

  • Gehalt 2 Sterne

  • Aufstiegschancen 3 Sterne

  • Karriere und Familie 3 Sterne

  • Betriebsklima 3 Sterne

  • Internationalität 2 Sterne

Lob der eigenen Associates

  • „Großartige Kolleginnen und Kollegen und sehr spannende Arbeit!”

  • „Eigene Ziele und Ideen stoßen hier auf echtes Interesse.”

  • „Komplett flexible Arbeitszeit- und Homeoffice-Modelle.”

Kritik der eigenen Associates

  • „Klare Definitionen, was in welcher Karrierestufe verlangt wird und wie sich die Stufen voneinander unterscheiden, wären wünschenswert.”

  • „Die Betreuung zur Einarbeitung in IT-Systeme und Abläufe ist verbesserungswürdig.”

  • „Es herrscht eine strikte Anwesenheitskontrolle durch den Personalausschuss und HR.”

Standorte in Deutschland: Berlin, Frankfurt und München

Anwälte in Deutschland: 62 Vollpartner, 2 Non-Equity-Partner, 15 Counsel, 33 Associates und 10 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 33,6 %; 19,4 % innerhalb der Vollpartnerschaft

Internationale Präsenz: Die Kanzlei hat keine eigenen Auslandsbüros, ist aber Mitglied in Kanzleivereinigungen wie Terralex und PLG International Lawyers. Zudem kooperiert sie mit Partnerkanzleien im Ausland.