Eversheds Sutherland

Top-Arbeitgeber: 2 Sterne


Internationale Kanzlei mit Innovationsdrang

International verzahnt. Eversheds Sutherland präsentiert sich an seinen vier deutschen Standorten als Full-Service-Kanzlei mit vier Kernbereichen: Commercial, Arbeitsrecht, Konfliktlösung und Immobilienrecht. In der Beratung verzahnen sich die deutschen und internationalen Teams eng: Mandate werden regelmäßig praxis-, standort- und länderübergreifend geführt. Gerade ausländische Großkonzerne setzen bei Corporate-Transaktionen in Deutschland häufig auf Teams von Eversheds. Für das Niveau der Arbeitsinhalte und die Internationalität vergeben die Teilnehmenden der azur-Associate-Umfrage Bestnoten. Auch insgesamt sind die Anwältinnen und Anwälte bei Eversheds recht zufrieden. Frankfurt gilt als zentraler Wachstumsstandort. Wer hier einsteigt, arbeitet von Beginn an an spannenden internationalen Mandaten mit und erlebt, wie stark die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Kanzlei ist.

Innovation als Strategie. Strategisch setzt Eversheds konsequent auf Innovation – insbesondere beim Einsatz künstlicher Intelligenz. Dieser hat für das Management hohe Priorität, um Prozesse zu optimieren, Standardaufgaben effizienter abzuwickeln und mehr Raum für inhaltliche Arbeit zu schaffen. Intern werden Best-Practice-Beispiele gesammelt und ein Preis für die besten Anwendungsszenarien soll den Experimentiergeist der Mitarbeitenden weiter fördern. Den Einsatz von KI bewerten die Associates in der Umfrage überdurchschnittlich. Kritisch sehen sie hingegen das Verhältnis von Arbeitsbelastung und Vergütung – insbesondere im Vergleich zu anderen internationalen Großkanzleien. Zudem wünschen sich viele mehr Transparenz in den Gehaltsstrukturen. Für Berufseinsteiger gibt es neben internationalen Formaten auch ein spezifisches Angebot in Deutschland, das den üblichen Mix aus Jura, Wirtschaft und Soft Skills enthält. Neu ist ein maßgeschneidertes Format für Partner und erfahrene Anwälte, welches das Ziel verfolgt, Business Development als festen Bestandteil des anwaltlichen Alltags zu verankern.

Zähe Frauenförderung. Für die Weiterbildung vergeben die Associates unterdurchschnittliche Noten und sehen noch „Luft nach oben“. Das gilt auch für die Frauenförderung. Zwar existieren Programme zur Förderung von Juristinnen, doch der Effekt bleibt bisher aus. Der Frauenanteil in der Partnerschaft verharrt auf einem niedrigen Niveau. Im Alltag sind die durchschnittlichen Wochenstunden mit laut Associate-Umfrage rund 52 Stunden vergleichbar mit anderen internationalen Großkanzleien. Positiv heben die Teilnehmenden die Sport- und Gesundheitsangebote über Wellpass, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Karriere und Familie sowie eine verbesserte interne Kommunikation hervor.

Neueinstellungen 2026
  • 25 bis 50 Volljuristen
  • 30 Referendare
  • 35 WiMis
  • 30 Praktikanten
19 % der neu Eingestellten sind ehemalige Referendare

Praktikum & Referendariat

Referendare und Referendarinnen profitieren von der Doppelbetreuung durch Partner und Associate, Legal Tech, D&I- und Pro-bono-Einbindung. Das sind Qualitätsmerkmale, die über Standardangebote hinausgehen. Kostenübernahme eines Examenspakets von Kaiser und Zugang zu Lern- Apps runden das Paket ab. In der azur-Bewerberumfrage bemängelt ein Teilnehmer, dass „die Stimmung distanziert war“ und der persönliche Kontakt ausbaufähig sei. Eine Umfrageteilnehmerin schlägt Feedback- und Abschlussgespräche vor. Auch Praktikantinnen und Praktikanten erwartet ein strukturiertes Programm.


Ausbildung & Karriere

Der Aufstieg vom Associate zum Senior Associate erfolgt im dritten oder vierten Berufsjahr. Vor der Equity-Partnerschaft steht die Fixed-Share- Partnerschaft und der Counsel bzw. Principal Associate an. Das modular strukturierte Fortbildungsprogramm begleitet Associates vier Jahre lang mit fachlicher Ausbildung und beim Aufbau einer Marke. Neu ist das internationale Activator-Programm als Teil der Talentförderung – ein maßgeschneidertes Training, das Anwälten Business-Development-Kompetenzen vermittelt: vom Pitching über Mandantenbeziehungen bis hin zu Cross-Selling. Hinzu kommen Fachanwaltsausbildung mit Kostenübernahme, internationale Secondments, LinkedIn Learning und individuelle Coachings. Associates schätzen es, dass sie „viel Verantwortung und Mandantenkontakt“ haben. Die Partnerchancen werden in der azur- Umfrage jedoch unterdurchschnittlich bewertet, vereinzelt wird die Beförderungsstruktur als intransparent kritisiert.


Arbeit, Leben & Familie

• Coaching vor und nach längeren Auszeiten (z.B. Elternzeit), Buddy-Programm für Rückkehrer

• Familienservice; Employee Assistance Programme

• 2 Tage mobiles Arbeiten pro Woche, flexible Arbeitszeiten, verschiedene Teilzeitmodelle

Stand: Druckausgabe von azur100 2026 mit Erscheinungsdatum 20.03.2026 (Ausnahme: Gehalt, dieses wird regelmäßig aktualisiert). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik

Das azur Urteil
  • Referendarausbildung 2 Sterne

  • Associate-Ausbildung 1 Sterne

  • Legal-Tech- und KI-Einsatz 2 Sterne

  • Associate-Zufriedenheit 4 Sterne

  • Gehalt 2 Sterne

  • Aufstiegschancen 2 Sterne

  • Karriere und Familie 2 Sterne

  • Betriebsklima 3 Sterne

  • Internationalität 4 Sterne

Lob der eigenen Associates

  • „Alle ziehen an einem Strang und unterstützen sich gegenseitig.”

  • „Gute Work-Life-Balance, frühe Verantwortung und direkter Mandantenkontakt”

  • „Der Generationswechsel tut der Kanzlei sehr gut.”

Kritik der eigenen Associates

  • „Das Gehalt entspricht nach wie vor nicht dem Marktstandard.”

  • „Arbeitsklima ist partner- bzw. teamabhängig.”

  • „Soft-Skills-Schulungen sollten auch auf nationaler Ebene vor Ort eingeführt werden.”

Standorte in Deutschland: Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München

Anwälte in Deutschland: 53 Partner, 42 Counsel, 80 Associates und 2 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 35,6 %; Vollpartnerinnenquote unbekannt

Internationale Präsenz: Die Kanzlei beschäftigt mehr als 3.000 Anwältinnen und Anwälte an 71 Standorten in Europa, den USA, Südafrika, dem Nahen Osten und Asien. Zudem besteht eine exklusive Kooperation mit King & Wood Mallesons für Verweismandate von und nach China.