Legal Tech im Jurastudium: EBS eröffnet Digitalisierungs-Center

Die private EBS Universität für Wirtschaft und Recht hat gemeinsam mit dem Legal-Tech-Unternehmen Bryter das „Bryter Center for Digitalization & Law“ in Wiesbaden eröffnet. Es soll sich den Fragen der digitalen Transformation des Rechts in Lehre und Forschung widmen.

Studierende der EBS Law School können an dem Center künftig Kurse und Workshops belegen. Diese werden sowohl von Lehrenden der EBS als auch von Praktikern wie etwa Anwältinnen und Anwälten angeboten. Auch Zertifikate sollen Studierende in Zukunft erwerben können und sich zum Beispiel als Legal Engineers ausbilden lassen.
Durch Angebote wie diese wollen die Initiatoren die Jura-Studierenden auf die Herausforderungen der Berufspraxis und den Umgang mit Legal-Tech-Tools vorbereiten: „Zukünftige Juristinnen und Juristen benötigen ein umfassendes und systemisches Verständnis des Megatrends Digitalisierung“, erklärt Prof. Dr. Emanuel Towfigh, Direktor des Centers sowie Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Empirische Rechtsforschung und Rechtsökonomik an der EBS.

Theorie und Praxis eng verzahnt

Dazu arbeitet die Universität eng mit dem Legal-Tech-Unternehmen Bryter zusammen. Bryter bietet eine juristische No-Code-Automatisierungsplattform an und steuert in dem neuen Center den praktischen Teil bei, wie Michael Grupp, Gründer und Geschäftsführer von Bryter, erläutert. So könnten die Studierenden unter anderem die Bryter-Technologie nutzen, damit experimentieren und neue Anwendungen bauen. „Wer heute ein juristisches Studium beginnt, wird in eine völlig andere Arbeitswelt eintreten – das muss die juristische Ausbildung dringend berücksichtigen,“ ist Grupp überzeugt. An der EBS steht Legal Tech bereits seit Längerem auf dem Lehrplan: 2019 gründete die Hochschule den Schwerpunktbereich „Recht der Digitalisierung“, bei dem sich die Studierenden in unterschiedlichen Vorlesungen und Modulen mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen.


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