Quinn Emanuel knackt die 200.000 Euro-Marke
Die US-Kanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan erhöht zum Juli die Grundgehälter für ihre deutschen Associates in den ersten fünf Berufsjahren. Die Sozietät legt künftig im Schnitt 15.000 Euro pro Jahr mehr drauf. Das Grundgehalt für Berufseinsteiger erhöht sich damit auf 190.000 Euro zuzüglich einer Bonusoption.
Bislang hatte die auf Prozessführung spezialisierte US-Kanzlei, die in Deutschland an fünf Standorten vertreten ist, ihren First-Year-Associates 175.000 Euro zuzüglich Bonus gezahlt. Künftig erhalten Berufseinsteiger 190.000 Euro Grundgehalt. Im zweiten Jahr sind es dann 195.000 und im dritten 205.000 Euro. In den darauffolgenden beiden Jahren sind Gehälter in der Spanne von 215.000 bis 230.000 Euro vorgesehen, während das Gehalt ab dem sechsten Berufsjahr individuell vereinbart wird.
Die bisherigen Bonusoptionen, die bei 15.000 Euro beginnen, bleiben weiterhin bestehen. So sind bei einem Grundgehalt von 190.000 Euro im ersten Berufsjahr insgesamt bis zu 205.000 Euro erreichbar. Daneben erhöhte die Kanzlei auch die Gehälter für Referendare und wissenschaftliche Mitarbeitende.
Quinn Emanuel rückt an die Marktspitze
Bereits Anfang Juni war bekannt geworden, dass Quinn Emanuel die Gehälter ihrer Londoner Associates zum Juli anhebt. Neu qualifizierte Associates sollen künftig 189.000 Pfund verdienen – rund 9.000 Pfund mehr als zuvor. Die Erhöhungen in Großbritannien folgen auf einen Vorstoß der Konkurrenz in den USA: dort hatte Milbank zuletzt die Associate-Gehälter nach oben geschraubt, dicht gefolgt von McDermott Will & Emery.
Auch wenn das Grundgehalt in Deutschland bisher noch unterhalb der Schwelle von 200.000 Euro bleibt, sorgen leistungsabhängige Boni auch hierzulande für Rekordgehälter. Mit einem Fixgehalt von 160.000 Euro und einem möglichen Bonus von bis zu 48.000 Euro können etwa auch First-Year-Associates bei White & Case insgesamt deutlich mehr verdienen als 200.000 Euro.
Mit ihrem neuen Fixgehalt von 190.000 Euro im ersten Berufsjahr hat sich Quinn Emanuel im deutschen Rechtsmarkt jedenfalls an die Spitze der Top-Zahler katapultiert und lässt damit Milbank, Willkie Farr & Gallagher und Skadden Arps Slate Meagher & Flom vorerst hinter sich, die im ersten Jahr jeweils 180.000 Euro zahlen.
Hier findest du alle Gehälter im Überblick: https://www.azur-online.de/gehalt/