Freshfields Bruckhaus Deringer

Top-Arbeitgeber: Platz 1

Großkanzlei auf dem Weg ins Silicon Valley

Optimaler Start. Die Ausbildung bei Freshfields ist ein exzellentes Sprungbrett für eine juristische Laufbahn. Die fachlichen und die berufsbezogenen Schulungen und Weiterbildungen bei der internationalen Spitzenkanzlei gelten als hervorragend und schließen in vielen Fällen grenzüberschreitende Elemente mit ein. Ein Freshfields-Associate lobt in der azur-Umfrage etwa ein „gut überlegtes virtuelles Angebot“. Diese Elemente umfassen herkömmliche Themen in neuer, an Corona-Vorgaben angepasster Form – und aktuelle Fragen, welche die Pandemie aufwarf, wie ‚Dos und Don‘ts bei virtuellen Verhandlungen‘.

Gute Ausbildung, hohes Pensum. In den Genuss der guten Ausbildung kommen auch besonders viele angehende Juristen. Die Zahl der Referendarplätze, die Freshfields anbietet, ist beeindruckend hoch: Rund 480 angehende Juristen will die Kanzlei 2022 ausbilden. Ehemalige loben in der azur-Umfrage, dass sie direkt am Mandat arbeiten durften. Auch die Arbeitsatmosphäre bei Freshfields beschreiben etliche als „wertschätzend“, „sehr freundlich und hilfsbereit“. Bereits den angehenden Juristen fällt allerdings auf: „Die Arbeitszeiten der Anwälte wirken teilweise abschreckend.“ Das belegen auch die Zahlen aus der azur-Umfrage: Die Anwälte kommen auf knapp 56 Wochenstunden. Damit liegen sie klar unter dem Spitzenwert der Associates bei Kirkland & Ellis, aber ebenso klar über dem Marktdurchschnitt von 53 Stunden. Mit Kritik an der Arbeitsbelastung halten die Freshfields-Associates nicht hinter dem Berg. „Wochenend- und Feiertagsarbeit kann nicht im aktuellen Ausmaß als Selbstverständlichkeit gelten“, fordert einer. Das neue weltweite Kanzleimanagement versucht seit Frühsommer 2021 gegenzusteuern. Ein Beispiel für eine kurzfristige Maßnahme war, dass die Kanzlei weltweit zwei freie Tage ausrief und dies auch Mandanten mitteilte. Die Associates werteten das als Schritt in die richtige Richtung.

Expansion und neue Wege. Zudem setzt sich das neue Management hohe Ziele, um ihre juristische Belegschaft bunter und vielfältiger zu machen. Dazu gehört ein Mentorenprogramm für Referendarinnen. Neu hinzugekommen ist die Zusammenarbeit mit Deutschland-Stipendium, einer Initiative der Bundesregierung. Diese Kooperation zielt darauf ab, Jura-Studierende mit Migrationshintergrund zu unterstützen. Bereits vor zwei Jahren ist Freshfields mit einem neu eröffneten Büro im Silicon Valley expandiert und hat damit den Technologiefokus der Kanzlei noch mal gestärkt. Ganz neue Wege geht Freshfields mit einer spezialisierten Einheit für Massenverfahren, die sie in diesem Jahr als erste Großkanzlei überhaupt gegründet hat. Damit wird Freshfields um eine deutlich dreistellige Zahl von Juristen wachsen. Gute Karten auf einen Job in der neuen Massenklagen-Einheit haben Berufseinsteiger – allerdings nicht als reguläre Associates: Sie sollen den Titel Litigator führen.

Neueinstellungen 2022
  • 90 bis 100 Volljuristen
  • rund 480 Referendare
  • - Praktikanten
ca. 50% der neu Eingestellten sind ehemalige Referendare

Praktikum & Referendariat

Für die Nachwuchsjuristen ist bei Freshfields die Mandatsarbeit der Grundbaustein der Ausbildung. Ehemalige Referendare loben in der azur-Umfrage, dass sie direkt am Mandat eine „exzellente Ausbildung“ bekamen und „prüfungssrelevante Themen“ bearbeiten durften. Um sie auf das Examen vorzubereiten, bietet die Kanzlei eigene Kurse an und nutzt eine Onlinehilfe: die App ‚Jura-Fuchs‘. Karriere-Coachings zwischen Anwältinnen und Referendarinnen sollen zudem die Kontakte der jungen Juristinnen stärken.


Ausbildung & Karriere

Freshfields hat ihr Fortbildungsprogramm für Associates mit Kursen zum digitalen Arbeiten verstärkt. Sie widmen sich unter anderem dem Thema, wie junge Anwälte Mandantenkontakte pflegen und Teams führen können, wenn die persönlichen Kontakte monatelang zu kurz kommen. Mehr in den Fokus rückte auch das Wohlbefinden der Anwälte, etwa in Kursen zum Umgang mit Stressphasen. Mit ihrer Weiter­bildung sind die Associates laut azur-Umfrage insgesamt zufrieden. Einige loben das „strukturierte Programm mit Seminaren und Sprachkursen“, andere wünschen sich aber auch mehr „zeitliche Freistellung für die Weiterbildung“. Mit den Partnerchancen sind die Associates allerdings unzufrieden. Das steht in Kontrast dazu, dass die Kanzlei 2021 in Deutschland immerhin 2 Partnerinnen und 3 Partner ernannte – nur in London lag die Zahl höher. Ein Berufsstart bei Freshfields ist zudem eine gute Basis für eine juristische Karriere abseits der Partnerschaft – in der Kanzlei wie in Unternehmen.


Arbeit, Leben & Familie

  • Örtlich und zeitlich flexibles Arbeiten
  • Organisatorische und finanzielle Hilfe zur Kinderbetreuung

 

Stand: Druckausgabe von azur100 2022 mit Erscheinungsdatum 18.03.2022 (Ausnahme: Gehälter, diese werden regelmäßig aktualisiert). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.

Das azur Urteil
  • Praktikum 3 Sterne

  • Referendarausbildung 4 Sterne

  • Associate-Ausbildung 5 Sterne

  • Associate-Zufriedenheit 1 Sterne

  • Gehalt 4 Sterne

  • Aufstiegschancen 1 Sterne

  • Karriere und Familie 0 Sterne

  • Work-Life-Balance 0 Sterne

  • Internationalität 5 Sterne

Lob der eigenen Associates

  • „Einfach der perfekte Arbeitgeber: tolle Kultur, tolle Menschen und viel Verständnis für individuelle Bedürfnisse”

  • „Tolle Projekte im Bereich Tech, die Mandanten mit viel Lob ­überschütten”

  • „Gute virtuelle Weiterbildungsangebote in Covid-Zeiten”

Kritik der eigenen Associates

  • „Partner könnten sich für Wochend- und Feiertagsarbeit bedanken.”

  • „Derzeit funktioniert Teilzeit nicht ansatzweise.”

  • „Aufstiegschancen fehlen.”

Standorte in Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München

Anwälte in Deutschland: 96 Vollpartner, 39 Counsel, 419 Associates und 5 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 35,1 %; 13,5 % innerhalb der Vollpartnerschaft

Internationale Präsenz: Weltweit agierende Kanzlei mit mehr als 2.500 Anwälten. Sehr starke Präsenz in Europa. In den USA mit knapp 60 Partnern neben New York und Washington, D.C., seit 2021 auch im ­Silicon Valley präsent.