Umweltpreis für Hamburger Anwältin

Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen erhält den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Der Hamburger Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen wird Ende Oktober der Deutsche Umweltpreis verliehen. Den Preis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) teilt sie sich mit dem Membranfilter-Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul. Überreicht wird das Preisgeld in Höhe von 500.000 Euro von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einem Festakt in Aachen.

Geehrt wird ihre Arbeit der letzten 25 Jahre, vor allem ihr Einsatz dafür, bestehendes Recht zum Schutz des globalen Klimas zu aktivieren, Rechtsprechung für alle zugänglich zu machen und ihr Beitrag zur Rechtswissenschaft. In einem Interview erklärte sie: „Das alles freut mich natürlich sehr, weil diese Arbeit wirklich Lebensinhalt für mich war und ist.“

Roda Verheyen promovierte im Völkerrecht mit Schwerpunkt auf Klimaschutzrecht und arbeitet seit 2006 als Rechtsanwältin. 2013 wurde sie Partnerin bei Rechtsanwälte Günther in Hamburg. Sie beriet von 2007 bis 2016 verschiedene Staaten im Rahmen der Verhandlungen zur Klima-Rahmenkonvention und zum Pariser Abkommen. 2021 war sie als Prozessbevollmächtigte am „Klima-Beschluss“ des Bundesverfassungsgerichts beteiligt.

Vielseitiges Engagement

Neben ihren beruflichen Tätigkeiten engagiert Verheyen sich als Vorstandsmitglied bei Green Legal Impact e.V., bei der Winter Stiftung Eigenrechte der Natur und gründete bereits 2002 das internationale Netzwerk Climate Justice Programm. Seit 2021 ist sie zudem Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts.

Was sie dazu antreibt? Dazu sagte sie: „Mein Antrieb ist meine Liebe zu Menschen, und zu unserem Planeten. So einfach ist das. Aus meiner Sicht müsste sich jeder aktiv für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einsetzen.“


Teilen:

azur Mail abonnieren