KPMG Law hat ‚No Call Time‘ eingeführt

Das mobile Arbeiten der Pandemie hat den Wildwuchs von regelmäßigen Calls befeuert. Zu viel des Guten bedeutet aber am Ende eine höhere Arbeitsbelastung. KPMG Law hat jetzt für Ordnung und Entlastung gesorgt.

Hier ein Jour Fixe, da ein Daily und im Anschluss der wöchentliche oder monatliche Austausch in der Praxisgruppe, Sektorgruppe oder einem anderen Gremium. Ihr Zweck: Die Kommunikation in alle Richtungen einer Kanzlei zu garantieren. Die Pandemie hat diese Entwicklung auf digitaler Ebene noch begünstigt. Bei der ohnehin hohen Arbeitsbelastung bleibt aber bei all dem kaum Raum, um über eine längere, zusammenhängende Phase konzentriert zu arbeiten. Inzwischen ist die Frage, ob die Fülle an Regel-Calls an jeder Stelle noch Sinn ergibt, wohl durchaus berechtigt.

Diese Frage hat sich auch KPMG Law gestellt und im Sommer 2021 eine Bestandsaufnahme gemacht. Herausgekommen ist, dass in Summe über 160 Regel-Calls die Kalender von allen Anwältinnen und Anwälten sowie den Mitarbeitenden über das Jahr hinweg füllen. Dabei sind externe Termine, also auch Mandantentermine, noch nicht berücksichtigt.

Weniger Calls und mehr Zeiten ohne Anrufe

Das Team um Chief Human Resources Officer Dr. Folke Werner entwickelte anschließend eine Strategie zur Entschlackung und Entlastung. Im ersten Schritt hat sich die Projektgruppe die Regel-Calls vorgenommen. Im Zuge dessen konnten manche Termine komplett gestrichen oder zusammengeführt werden, bei anderen wurde der Teilnehmerkreis fokussierter zugeschnitten. Außerdem sollten sich die Termine auf einen bestimmten Zeitslot am Vormittag begrenzen, was vor allem für Teilzeitkräfte wichtig ist. Im April dieses Jahres erfolgte die Umsetzung. Seitdem finden alle Regeltermine der Kanzlei im Zeitraum von 8:30 Uhr bis 10 Uhr morgens statt.

Der zweite Teil des Projektes widmete sich dem Vorhaben, mehr Zeit für konzentriertes Arbeiten zu schaffen. KPMG Law nennt diese Zeiträume „No Call Time“. Das bedeutet, dass dann keine Anrufe untereinander getätigt werden sollen. Diese Zeiten sind ebenfalls seit diesem Jahr dreimal wöchentlich um die Mittagszeit und jeden Nachmittag von 15 bis 17 Uhr festgelegt. Damit die Zeiträume auch für jeden präsent sind, hat die Kanzlei diese zentral in jeden Kalender der Mitarbeitenden eintragen lassen. Sie gelten für die gesamte Partnerschaft genauso wie für jeden Associate und den Mitarbeitenden im Service-Bereich. Mandantentermine sind von dieser Regelung nicht betroffen.


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