Die Top-Arbeitgeber 2026

Das Ranking der Top-Arbeitgeber erscheint zum zweiten Mal in neuer Form. Statt der errechneten Platzierungen gibt es ein von der Redaktion erstelltes Ranking. Darin nimmt sie die wichtigsten 50 Kanzleien Deutschlands unter die Lupe.

Welches sind Deutschlands beste Arbeitgeber für Juristinnen und Juristen? Der Anspruch, diese Frage umfassend zu beantworten, leitet die azur100-Redaktion jedes Jahr aufs Neue. In der Vergangenheit haben wir an dieser Stelle die 50 bestplatzierten Arbeitgeber veröffentlicht – sie waren Teil der sogenannten azur-Liste, mit der wir die Ranking-Position nach bestimmten Karrierefaktoren wie Neueinstellungen und Gehalt ermittelt haben. Auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und das Image bei Bewerbern flossen in die Bewertung mit ein.

Sterne statt Platzierungen

Diese Kriterien sind auch weiterhin relevant. Seit 2025 bilden allerdings noch stärker als bislang die Stimmen aus den Umfragen sowie die Marktkenntnis und die fundierte Analyse der azur100-Redaktion die Basis für das Ranking der Top-50-Arbeitgeber, das in dieser Form zum zweiten Mal erscheint. Grundlage des Rankings sind die JUVE-Top-50-Kanzleien aus dem Handbuch Wirtschaftskanzleien: ein Ranking, das seit Jahren die Spitze des deutschen Beratermarktes abbildet. Diese 50 Kanzleien beurteilt die azur100-Redaktion nach für den Nachwuchs relevanten Kriterien wie Aus- und Fortbildung, Karrierechancen, Gehalt, aber auch Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Fünf Sterne erhalten die Kanzleien der obersten Gruppe, die letzte Gruppe bekommt einen Stern.

Dass die so entstandenen Sterne-Gruppen in sich heterogen sind, nimmt die Redaktion dabei nicht nur in Kauf – es ist ausdrücklich so gewollt: Schließlich gibt es nicht den einen Arbeitgeber, der für jede oder jeden passt. Die azur100-Redaktion hat deshalb stärker als früher das Gesamtpaket im Blick. Während einige Bewerber sich von umfangreichen Weiterbildungen und dem internationalen Netzwerk einer Großkanzlei angesprochen fühlen, bevorzugen andere hoch spezialisierte Boutiquen, bei denen sie ab Tag eins am Mandat mitarbeiten dürfen. Dem einen ist eine gute Work-Life-Balance wichtig, während die andere möglichst viel Geld verdienen möchte.

Die azur-Redaktion erstellt das Top-50-Ranking jedes Jahr neu – weniger mit Blick auf Zahlen, sondern mehr aus vergleichender Perspektive mit Blick auf den gesamten Rechtsmarkt. Dieses Top-50-Ranking besteht ausschließlich aus Kanzleien. Die Redaktion bewertet außerdem 40 Arbeitgeber, die regional verankert sind oder sich auf ein Rechtsgebiet spezialisiert haben. Da auch Rechtsabteilungen interessante Perspektiven für Juristinnen und Juristen bieten und diese dort oft besonders gute Arbeitsbedingungen vorfinden, stellen wir die 10 empfehlenswertesten Rechtsabteilungen in einem eigenen Kapitel vor.

KI und Kultur

Neben dem Sterne-Ranking der Top-50-Kanzleien bewerten wir alle 100 Arbeitgeber auch im sogenannten azur-Urteil und vergeben auch für einzelne Kategorien wie Ausbildung, Gehalt und Internationalität Sterne. Seit diesem Jahr gibt es zwei neue Kriterien. Zum einen haben wir uns angesehen, wie Kanzleien und Unternehmen Legal Tech und KI einsetzen – in der täglichen Arbeit, vor allem aber in der Ausbildung. Wie etabliert ist der Umgang mit Tools, welche Trainings gibt es und wie finden die jungen Anwälte das? Neben tollen Programmen, Tech-Tools und dem Gehalt spielt für viele Berufseinsteiger die Arbeitsumgebung eine wichtige Rolle. Deshalb vergeben wir seit diesem Jahr Sterne für das Betriebsklima. Die Stimmung am Arbeitsplatz, die Kommunikation und die Personalführung des Arbeitgebers haben großen Einfluss darauf, wie wohl sich Juristinnen und Juristen an ihrem Arbeitsplatz fühlen.

All diese Bewertungen können wir nur vornehmen, weil wir an der Tiefe unserer Recherche nichts ändern. Ausführliche Interviews und die redaktionelle Analyse sind und bleiben unverzichtbare Basis für jede einzelne Sterne-Vergabe in der azur100. Um die attraktivsten Arbeitgeber zu finden, hat die azur100-Redaktion wieder mehr als 5.000 Associates, Studierende und Inhouse-Syndizi über ihre Arbeitssituation befragt. Hinzu kommen die Angaben der Arbeitgeber zu wichtigen Kennzahlen wie Gehalt oder freien Stellen, zum Frauenanteil, aber auch zu Aus- und Weiterbildung.

Alle 100 Top-Arbeitgeber 2026 findet ihr hier.


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