News
11.06.2021 | Autor/in: Norbert Parzinger
Themen in diesem Artikel:

Neuer Rekord: US-Kanzlei Milbank erhöht Einstiegsgehalt auf 160.000 Euro

Milbank erhöht weltweit die Associate-Gehälter. Für deutsche Berufseinsteiger bedeutet das ein Anfangsgehalt von 160.000 Euro, das höchste im deutschen Markt. Die Änderungen treten zum Juli in Kraft.

Mit zunehmender Berufserfahrung steigt das Festgehalt in kleineren Schritten als bisher, dafür kommen Boni schon ab dem zweiten, nicht mehr erst ab dem dritten Jahr dazu. Milbank-Associates im zweiten Berufsjahr erhalten 165.000 Euro Festgehalt und können zusätzlich mit einem Bonus rechnen, wie ihn auch die US-Associates der Kanzlei bekommen. In den vergangenen Jahren schüttete Milbank dort je nach Seniorität zum Jahresende 15.000 bis 100.000 Dollar pro Associate aus. Für die deutschen Anwälte bedeutet das potenziell wesentlich mehr Geld – bisher legten die deutschen Büros ihre Bonuszahlungen selbst fest.

Im dritten und vierten Berufsjahr kommen beim Festgehalt jeweils 5.000 Euro dazu, anschließend folgen größere Sprünge. Associates im fünften Jahr verdienen bereits 190.000 Euro, im sechsten Jahr 215.000 Euro, jeweils zuzüglich etwaiger Boni. Die Änderungen gelten auch für die Bestandsmannschaft.

„Es hat sich gegenüber der letzten Gehaltsrunde nichts geändert: Wir bearbeiten Top-Mandate – das geht nur mit Top-Anwältinnen und -Anwälten und die erwarten ein Top-Umfeld. Und dazu gehört neben besonders interessanten Mandaten und einer herausragenden Ausbildung eben auch eine Top-Vergütung“, sagte Dr. Norbert Rieger, innerhalb der deutschen Milbank-Präsenz unter anderem für Personalthemen zuständig. „Mit dem neuen Vergütungsmodell möchten wir zudem die beeindruckenden Beiträge unserer Associates zum anhaltenden Erfolg unserer Sozietät würdigen.“

Marktstandard 120.000 Euro bisher unverändert

Mit der Erhöhung setzt sich Milbank wieder an die Spitze der Gehaltstabelle. Als erste Kanzlei im deutschen Markt hatte vor wenigen Wochen Willkie Farr & Gallagher die 150.000 Euro-Schallmauer bei den Einstiegsgehältern durchbrochen. Die US-Kanzlei überweist Berufsanfängern an ihrem deutschen Standort Frankfurt seit kurzem 155.000 Euro, darin ist allerdings ein einmaliger 15.000 Euro-Startbonus schon inbegriffen. Im zweiten Berufsjahr bekommen Willkie-Associates 150.000 Euro. Jährliche Bonuszahlungen, die sich an individueller Leistung und der Performance der Gesamtkanzlei bemessen, kommen gegebenenfalls noch dazu.

Sullivan & Cromwell, mit 145.000 Euro lange die spendabelste Adresse für Berufseinsteiger im deutschen Markt, folgt nun auf dem dritten Platz. Skadden Arps Slate Meagher & Flom zahlt – wie Milbank bisher – 140.000 Euro, Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan 135.000 Euro. Als Standard in den deutschen Büros der Magic-Circle-Kanzleien und ihrer engsten Wettbewerber gilt seit mehreren Jahren unverändert ein First-Year-Gehalt von rund 120.000 Euro für Berufsanfänger. 

Alle Angaben zu Gehältern findet ihr hier