RWE

Top-Arbeitgeber: Nordrhein-Westfalen

Zeit für andere Dinge. Unter Umweltschützern genießt RWE spätestens seit der Diskussion um den Hambacher Forst einen, nun ja, zweifelhaften Ruf. Das börsennotierte Unternehmen gehört zu den vier großen Energieversorgern Deutschlands und beherrschte 2019 die Schlagzeilen, als Umweltschützer – am Ende erfolgreich – für den Erhalt des nordrhein-westfälischen Hambacher Forsts kämpften. Fragt man aber Kanzleijuristen danach, wie sie RWE als Arbeitgeber beurteilen, klingt die Antwort komplett anders. „In meinen Augen ein großartiger Arbeitgeber!“, schreibt ein Teilnehmer der azur-Bewerberumfrage. Einem anderen fällt als Erstes die „gute Work-Life-Balance“ ein, wenn er an RWE denkt. Und die ist in der Tat hervorragend, denn Berufseinsteiger können hier mit ­einer festen 37,5-Stunde-Woche und 30 Tagen Urlaub rechnen. Die Wochenarbeitsstunden muss jeder Syndikusanwalt genau dokumentieren, arbeitet er doch länger, muss er die Überstunden abbummeln. Daneben erleichtern Einrichtungen wie ein eigener Kindergarten oder ein Fitnessstudio den Alltag. Homeoffice ist für jeden jederzeit möglich.

Rotationsprinzip für alle. In Sachen Ausbildung kommen die RWE-Juristen neben Training on the Job und externen Seminaren in den Genuss eines Rotationsverfahrens. Sowohl Referendare als auch Syndikusanwälte können so für eine gewisse Zeit in eine der Tochtergesellschaften wechseln. Da traditionell in Rechtsabteilungen wenig Aufstiegschancen vorhanden sind, besteht darüber hinaus die Möglichkeit für Syndikusanwälte, etwa in Abteilungen wie Tax oder Compliance zu wechseln. Fünf Juristen können zudem an einem limitierten Talentprogramm teilnehmen, das zwei Jahre dauert und auf Führungsaufgaben vorbereitet. Voraussetzung für die Teilnahme ist das Bestehen eines eintägigen Assessmentcenters. Wer die Hürde genommen hat, absolviert eine Reihe von Seminaren, die speziell auf diese sehr kleine Gruppe zugeschnitten sind – Auslandsaufenthalte etwa in Chicago oder Tokio inklusive.

Neueinstellungen 2022
  • 10 bis 20 Volljuristen
  • 8 Referendare
  • 2 Praktikanten

Praktikum & Referendariat

  • Referendare können an einem Rotationsverfahren innerhalb der RWE-Gruppe teilnehmen, das auch Auslandsstandorte umfasst.

Ausbildung & Karriere

  • Unternehmensweites Talentprogramm, an dem eine begrenzte Zahl von Syndikus­anwälten teilnehmen darf
  • Entwicklungsmöglichkeiten jenseits der Rechtsabteilung

Arbeit, Leben & Familie

  • 37,5 Wochenarbeitsstunden für Berufs­einsteiger
  • Betriebliche Altersvorsorge, Kindergarten und Fitnessstudio, Mitarbeiterrabatte bei diversen Onlineshops, Unterstützung bei haushaltsnahen Dienstleistungen

 

Stand: Druckausgabe von azur100 2022 mit Erscheinungsdatum 18.03.2022 (Ausnahme: Gehälter, diese werden regelmäßig aktualisiert). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.

Das azur Urteil
  • Praktikum 0 Sterne

  • Referendarausbildung 2 Sterne

  • Ausbildung für Juristen 2 Sterne

  • Mitarbeiterzufriedenheit

    Keine Wertung
  • Gehalt 1 Sterne

  • Aufstiegschancen 1 Sterne

  • Karriere und Familie 4 Sterne

  • Work-Life-Balance 5 Sterne

  • Internationalität 2 Sterne

Standorte in Deutschland: Essen, Hamburg, Hannover und Köln

Volljuristen in Deutschland: 150 (in der Rechtsabteilung)

 

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 46,7 %