Produktpiraterie

Top-Arbeitgeber im ­Kampf gegen Produktpiraten

Blutdrucksenker, Kopfhörer und Designertaschen – gefälscht wird fast alles. Den Kampf gegen die Nachahmer führen die Marken- und Patentrechtler. Sie schützen die Marken, organisieren Beschlagnahmungen und führen Prozesse. azur stellt zehn Top-Arbeitgeber vor. (Von Eva Flick, aus azur 2/2013)

Marken- und ­Geschmacksmusterrecht: Deutschlands renommierteste Kanzleien

Hinweis: Die mit einem Dreieck herausgehobenen Kanzleien (sowie die Unternehmen Beiersdorf und Adidas) werden weiter unten im Detail vorgestellt.

Hogan Lovells

CMS Hasche Sigle
Gleiss Lutz
Harmsen Utescher
Lorenz Seidler Gossel
Taylor Wessing

Baker & McKenzie
Bardehle Pagenberg
Bird & Bird
FPS Fritze Wicke Seelig
Grünecker
Harte-Bavendamm
Jonas
Klaka
White & Case

Bock Legal
Boehmert & Boehmert
Freshfields Bruckhaus Deringer
KNPZ Rechtsanwälte
Lubberger Lehment
Preu Bohlig & Partner
WilmerHale

CBH Rechtsanwälte
Friedrich Graf von Westphalen & Partner
Heisse Kursawe Eversheds
Heuking Kühn Lüer Wojtek
Hoffmann Eitle
Lichtenstein Körner und Partner
Loschelder
Noerr
Rospatt Osten Pross
Schiedermair
Schultz-Süchting
SKW Schwarz

Beiten Burkhardt
Clifford Chance
Hertin
Krieger Mes Graf v. der Groeben
Luther
Oppenländer
Reimann Osterrieth Köhler Haft
Vossius & Partner
Weber & Sauberschwarz

Quelle: JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2012/13. Unter www.juve.vm/handbuch finden Sie eine umfangreiche Darstellung aller im Ranking vertretenen Kanzleien in der aktuellen Fassung des JUVE Handbuchs. Die Kanzleibeschreibungen unterscheiden sich gegenüber dem Handbuch, weil die azur-Redaktion sie speziell für Berufseinsteiger aufbereitet hat. Einstiegsgehälter beziehen sich evtl. auf Vorjahresangaben.

Marktführer

CMS Hasche Sigle

Standorte: Hamburg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf
Praxisgröße: im IP insgesamt: 34 Partner, 54 Associates und 2 ­­of Counsel
Aktuelle Top-Mandate: Birkenstock zu Produktpirateriefällen in China, Frankreich und den Niederlanden; Fissler, Lacoste und Apple zu Markenrecht.
Dr. Carsten Menebröcker (Foto, 42) kennt die Bio-Sandale von Birkenstock und ihre Plagiate schon seit Jahren. Bevor er 2003 bei CMS einstieg, war er in einer US-amerikanischen Kanzlei in San Francisco tätig. Seinen LL.M. absolvierte er an der New York University.
azur-Urteil: CMS hat im Marken- und Wettbewerbsrecht einen angestammten Platz unter den Spitzenreitern in Deutschland. Sie agiert nicht nur mit einer der größten Praxen im Markt, sondern auch mit einer Vielzahl von sehr bekannten Partnern. Ihr guter Ruf eilt ihr so voraus, dass regelmäßig neue Mandanten den Weg in die Praxis finden, wie zum Beispiel Strumpfhersteller Kunert. Bekannte Marken wie Birkenstock vertrauen bei der Jagd auf Produktpiraten schon seit Jahren auf CMS. Neben der Textil- und Schuhbranche ­spielen vor allem die Pharmabranche, Medizinprodukte und Kosmetik eine wichtige Rolle. Praxisübergreifendes Arbeiten ist bei CMS selbstverständlich.
Besser als bei Großkanzleien wie Baker & ­Mc­Kenzie oder Freshfields Bruckhaus Deringer stehen die Chancen in Sachen Partnerschaft. So ernannte CMS zuletzt wieder einen, im Vorjahr sogar drei IP-Associates zum Partner. Seit Anfang 2012 gibt es darüber hinaus neue Karrierestufen: Der Status des Senior Asso­ciates und Counsels soll für mehr Transparenz in der Hierarchie sorgen. Vor allem mit ihrer Referendarausbildung konnte CMS zuletzt gegen Wettbewerber bestehen. Besonders positiv bewerten die CMS-Referendare die Zusammenarbeit mit dem Repetitor Kaiser für die Examensvorbereitung. Immerhin jeder sechste Berufseinsteiger hat auch sein Referendariat hier absolviert.
Einstiegsgehalt: 80.000 bis 100.000 Euro plus Bonus

Harmsen Utescher

Standort: Hamburg
Praxisgröße: 7 Partner, 1 Counsel und 8 Associates
Aktuelle Top-Mandate: Jack Wolfskin, Wellensteyn und Schmetz markenrechtlich; Formula One in markenrechtlichem Prozess vor dem EuGH. Laufende IP-Beratung für Feodora, Hachez, Intersnack und Vivil.
Dr. Martin Kefferpütz (Foto, 49) war zuletzt stark in die Verteidigung der Marke mit der Tatze involviert. Nachahmungen der Outdoor-Bekleidung von Jack Wolfskin lassen ihn regelmäßig vor Gericht auftreten.
azur-Urteil: Dass man keine Großkanzlei braucht, um im Marken- und Wettbewerbsrecht vorne mitzuspielen, zeigt die Hamburger Einheit Harmsen Utescher. Mit ihrem spezialisierten Team kann sie großen Einheiten wie CMS oder Hogan Lovells pro­blemlos die Stirn bieten. Sie gelten bei Wettbewerbern als omnipräsent. Das liegt auch daran, dass Harmsen Utescher so namhafte Mandanten wie Ferrero und Procter & Gamble oder auch Handelskonzerne wie Metro und Lidl vertritt. Dabei berät sie zum gesamten Markenschutz. Ihre langjährige Erfahrung – nicht zuletzt in der Produktpiraterie – führt die Anwälte dabei regelmäßig vor Gericht.
Im letzten Jahr zog die Kanzlei die Aufmerksamkeit in einem Prozess für Formula One Lizensing auf sich, die die Rechte an der Formel Eins besitzt und vermarktet. Harmsen Utescher ist für seine Mandantin bis vor den EuGH gezogen. Junge Juristen, die sich auf den Gewerb­lichen Rechtsschutz spezialisieren möchten, müssen aber nicht zwangsläufig schon Vorwissen mitbringen. Auslandserfahrung dagegen ist gewünscht, denn trotz der überschaubaren Größe und ­ihrer hohen Spezialisierung ist die Kanzlei regelmäßig international aktiv und unterhält intensive Kontakte zu Sozietäten im Ausland. Die Kanzlei bildet laufend Referendare aus. Dabei setzt sie wie auch bei ihren Berufsanfängern vor allem auf Training-on-the-Job und eine intensive Betreuung durch einen Mentor.
Einstiegsgehalt: keine Angaben

Herausforderer

Gleiss Lutz

Standorte: Stuttgart, Berlin, München und Düsseldorf
Praxisgröße: 5 Voll-, 2 Salary-Partner, 2 Counsel und 18 Associates
Aktuelle Top-Mandate: Laufende IP-Beratung für Stihl, Hansgrohe und Spyder; Alfred Ritter gegen mehrere Wettbewerber um 3-D-Marke.
Dr. Stefan Weidert (Foto, 46) hat sich neben Trans­aktionen im Technologiesektor dem Markenrecht verschrieben und ist seit 2001 Partner bei Gleiss Lutz. Als Produktpiratenjäger betreut er namhafte Marken wie Stihl.
azur-Urteil: Die IP-Spezialisten von Gleiss werden häufig bei komplexen Fragestellungen hinzugezogen. Ein Beispiel dafür ist das Verfahren für Ritter gegen Kraftfood wegen einer 3-D-Marke. Im Kampf gegen Nachahmer wurde zuletzt die Beratung zu Farbmarken immer wichtiger. Mit Stihl berät sie darüber hinaus ­einen Player, der gerade von fernöstlichen Unternehmen häufig ­kopiert wird.
Internationales Arbeiten steht bei Gleiss regelmäßig auf der Tagesordnung. Nicht so häufig wie etwa Bird & Bird war sie allerdings in Prozessen sichtbar. Dennoch brilliert die Kanzlei aber bei den jüngeren Anwälten mit einer sehr guten Ausbildung. In der kanzleiinternen Academy bildet Gleiss Lutz ihre jungen Associates unter anderem zu Themen wie Bilanzkunde, Verhandlungen und Business Development aus. Zwar unterstützt die Kanzlei den Weg zur Partnerschaft mit Tutoren und Trainings, die Chancen stehen aber – wie in vielen Großkanzleien – nicht allzu gut.
Einstiegsgehalt: 90.000 bis 100.000 Euro (ab 1.1.2014 einheitlich 100.000 Euro)

Bird & Bird

Standorte: Düsseldorf, München und Frankfurt
Praxisgröße: 8 Voll-, 6 Salary-Partner, 24 Associates, 4 of Counsel
Aktuelle Top-Mandate: Disney, Mattel und 3M bei Beschlagnahmung auf Messen und an der Grenze.
Dr. Richard Dissmann (Foto, 41) konzentrierte sich schon während seines Studiums in Passau auf den Gewerblichen Rechtsschutz. Wettbewerber loben ihn als einen „erfahrenen und cleveren Prozessanwalt“.
azur-Urteil: Nur wenige Wettbewerber unter den Großkanzleien gelten europaweit als so stark im IP wie Bird & Bird. Die Praxisgruppe ist international integriert, und das Arbeiten über die Ländergrenzen hinweg gehört zum Alltagsgeschäft. Doch nicht nur international, auch in Deutschland ist sie in den vergangenen Jahren stetig gewachsen; sie vergrößerte sich in München auf Associate-Ebene und ernannte im Hamburger Büro eine Anwältin zur Partnerin. So verfügt Bird & Bird mittlerweile an allen Standorten über eine breit aufgestellte IP-Praxis.
Herzstück der Praxis ist die umfangreiche Markenverwaltung. Für Disney, Mattel und 3M war sie zuletzt in Sachen Produktpiraterie unterwegs. Und auch in Prozessen muss sie sich nicht mehr hinter ihren erfolgreichen Patentrechtlern verstecken. Letztere machten etwa Schlagzeilen mit der Vertretung des chinesischen Mobilfunkunternehmens Huawei in einem Prozess gegen ZTE (→Der Chinesenstreit, Seite 24). In einem viel beachteten Geschmacksmusterprozess zog die Praxis ebenfalls die Aufmerksamkeit auf sich. Sie vertrat Apple zum iPad-Design.
Einstiegsgehalt: bis zu 95.000 Euro

FPS Fritze Wicke Seelig

Standorte: Frankfurt und Hamburg
Praxisgröße: 12 Voll-, 6 Salary-Partner und 7 Associates
Aktuelle Top-Mandate: Richemont (u.a. für die Marken Cartier und Montblanc), Adobe und Microsoft wegen Produktpiraterie; Chanel und Interparfums u.a. bei Grenzbeschlagnahmen.
Christian Hertz-Eichenrode (Foto, 61) legte mit seinem Studium in Strasbourg und Genf und Paris den Grundstein für gute Kontakte zu französischen Markenherstellern, für die er Produktpiraten jagt.
azur-Urteil: Die IP-Praxis zeigt schon seit Jahren vor allem bei Prozessen Flagge. Dabei haben die Teams in Hamburg und Frankfurt durchaus unterschiedliche Schwerpunkte: An der Elbe etwa ist die Gruppe bekannt für ihre guten Kontakte zu französischen IP-Kanzleien und US-Unternehmen.
Gerade französische Luxushersteller wie Chanel ziehen die Hamburger Spezialisten häufig zu Rate, nicht zuletzt im Kampf gegen Produkt­piraten. In Frankfurt dagegen bestimmen ­IT-­Größen wie Microsoft und Adobe die ­Außenwahrnehmung der IP-Praxis, die hier stark an der Schnittstelle zum IT-Recht agiert. Mit der Betreuung einer Reihe von koreanischen Mandanten konnte FPS sich zudem eine Marktnische sichern, in der Wettbewerber bisher weniger ­aktiv waren. Dass bei FPS im IP Aufstiegschancen bestehen, zeigte zuletzt eine Partnerernennung. Zwar liegt die Kanzlei, was Gehalt und Urlaub (25 Tage) betrifft, eher im Mittelfeld, allerdings verlangt sie auch keine fixe Zahl an abrechenbaren Stunden.
Einstiegsgehalt: 55.000 bis 70.000 Euro

Heuking Kühn Lüer Wojtek

Standorte: Köln, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und München
Praxisgröße: 7 Voll-, 7 Salary-Partner und 5 Associates
Aktuelle Top-Mandate: True Religion Brand Jeans, Tommy Hilfiger und Dsquared u.a. zu Produktpiraterie, umfassend La Martina.
Thorsten Wieland (Foto, 40) vertritt mit Dsquared und La Martina zwei häufig kopierte Marken bei ihrer Strategie gegen Produktpiraten. Er studierte in Passau und war vor seiner Zeit bei Heuking als Markenrechtler bei Lovells.
azur-Urteil: Heuking hat zuletzt wie nur wenige Wettbewerber den Ausbau ihrer IP-Praxis vorangetrieben. Sowohl in Düsseldorf als auch in Hamburg kamen Quereinsteiger hinzu, die gute Kontakte zu namhaften Unternehmen wie Kellogg’s und Nike oder Taschen Verlag und Ludwig Schokolade mitbrachten. Welch guter Ruf die Praxis mittlerweile vorauseilt, zeigt sich auch an Neumandanten wie Karl Lagerfeld. Auch für andere oft gefälschte Marken wie True Religion und La Martina ist Heuking regelmäßig gegen Produktpiraten im Einsatz. Referendare, die bei Heuking einsteigen, erwartet eine Ausbildung mit zunehmend internationalen Bezügen. So bietet sie mittlerweile wie eine Reihe Großkanzleien ihren Referendaren Englisch-Kurse an. Eher ungewöhnlich ist, dass sie aktiv Auslandsstationen vermittelt, zum Beispiel zu einem Gericht in New York.
Einstiegsgehalt: bis zu 85.000 Euro

Bock Legal

Standort: Frankfurt
Praxisgröße: 4 Voll-, 2 Salary-Partner und 5 Associates
Aktuelle Top-Mandate: The Swatch Group (u.a. mit Marken wie Omega, Breguet, Blancpain, Glashütte), Gucci, Tod’s und mehrere italienische Luxusmarken u.a. zu Designschutz und Produktpiraterie.
Dr. Andreas Bock (Foto, 56) baute 2010 die Kanzlei Bock Legal auf. Als IP-Anwalt ist er bereits seit 20 Jahren tätig. Für eine Reihe von italienischen Luxusmarken kämpft der Wettbewerbs- und Patentrechtler gegen Nachahmer.
azur-Urteil: Die Kanzlei hat ihren Beratungsschwerpunkt eindeutig auf den Gewerblichen Rechtsschutz gelegt. Das Team betreut markenrechtlich das Who is Who der italienischen Designmarken. Und auch eine so umfangreiche Gruppe wie Swatch vertraut mit sämtlichen Marken im Kampf gegen Produktpiraten ­regelmäßig auf die Einheit. Wer hier einsteigt, wird regelmäßig vor Gericht auftreten, denn Prozesse gehören zum täglichen Geschäft. Zuletzt war das Team beispielsweise erfolgreich vor dem BGH für Bottega Veneta gegen Peek & Cloppenburg aktiv. Neben der Konsumgüterindustrie gewinnen immer mehr Technologie- und Indus­triemandanten Raum. Das überschaubare Team befindet sich noch im Ausbau. Dass Aufstiegschancen anders als in vielen Großkanz­leien durchaus vorhanden sind, zeigt die Ernennung eines Anwalts zum Salary-Partner.
Einstiegsgehalt: keine Angaben

SKW Schwarz

Standorte: München, Frankfurt, Berlin und Hamburg
Praxisgröße: 13 Partner und 8 Associates
Aktuelle Top-Mandate: Herrnhuter Sterne bei Produktpiraterie­bekämpfung, umfassend VF Corporation (u.a. für die Marken Seven for all Mankind, North Face, Wrangler, Lee, Eastpak und Vans).
Dr. Magnus Hirsch (44) hat gelernt, wie man die Produktpiraterie an ihre Wurzel packt: Er hob in Hongkong Werkstätten von Produktfälschern aus, forcierte Grenzbeschlagnahmungen und verfolgte die Fälscher. Bei SKW Schwarz ist er seit 2007 und leitet die IP-Praxisgruppe.
azur-Urteil: Die Zeichen im Gewerblichen Rechtsschutz bei SKW Schwarz stehen auf Ausbau, wie die Einstellung von Quereinsteigern und Berufseinsteigern zuletzt zeigte. So brachte beispielsweise ein ehemaliger Inhouse-Jurist von Egana Goldpfeil weitere Kontakte im Modesegment mit. Dabei betreut die Praxis ohnehin schon eine Reihe Mandanten regelmäßig gegen Produktpiraten. Das praxisübergreifende Arbeiten spielt für die IP-Gruppe eine immer größere Rolle. Vor allem zu den ebenfalls anerkannten Medien- und IT-Praxen bestehen im Tagesgeschäft viele Überschneidungen. Zwar hat SKW die Anzahl ihrer Referendariats- und Praktikumsstellen in den vergangenen Jahren etwas zurückgefahren. Dafür stehen die Chancen auf Übernahme für Referendare nicht schlecht. Berufseinsteiger erwartet eine Ausbildung in der 2012 ins Leben gerufene Academy.
Einstiegsgehalt: keine Angaben

Unternehmen

Beiersdorf

Standort: Hamburg
Größe und Einsatzmöglichkeiten: Am Hamburger Standort arbeiten insgesamt 14 Juristen im Unternehmensbereich Consumer. Die einzelnen Tätigkeitsbereiche sind unterteilt in: Business Law Products and Trademarks, Business Law Contracts, Corporate Law & Corporate Governance, Compliance & Anti Trust.
azur-Urteil: Nivea, Hansaplast und Labello sind nur einige der bekannten Marken, die Beiersdorf herstellt. Einen entsprechend hohen Stellenwert nimmt für die Rechtsabteilung des Unternehmens das Marken- und Wettbewerbsrecht sowie der Kampf gegen Produkt­piraten ein. Alleine vier Juristen beschäftigen sich im Schwerpunkt mit diesem Thema. Zum Schutz der Marken kümmern sie sich um die weltweite rechtliche Absicherung der Produkte und die Markenkommunikation. Sie steuern außerdem die rechtlichen Auseinandersetzungen mit nationalen und internationalen Wettbewerbern sowie gegen Produktpiraten. Wer als Referendar zu Beiersdorf kommt, ist meist einem Bereich zugeordnet – entweder im Marken- und Wettbewerbsrecht oder im allgemeinen Zivilrecht. Zuletzt baute die Rechtsabteilung international weiter aus: in Europa mit Counsel-Positionen sowie im Nahen Osten, Afrika und den USA. In Planung ist außerdem ein weiterer Schwerpunkt für Asien.
Einstiegsgehalt: keine Angaben

Adidas

Standort: Herzogenaurach
Größe und Einsatzmöglichkeiten: In der Unternehmenszentrale im fränkischen Herzogenaurach arbeiten zehn Juristen, weltweit sind es 150. Die deutsche Rechtsabteilung ist unterteilt in die Bereiche Corporate, Human Resources, IT und IP.
azur-Urteil: Das Herz der Marke mit den drei Streifen schlägt auf dem Land. Im fränkischen Herzogenaurach laufen die Aktivitäten der weltweit insgesamt 150 Adidas-Juristen zusammen. Der Schutz der Marke ist ein zentrales Themen, wobei sich die Haupt-IP-Abteilung in Amsterdam befindet. Schlagzeilenträchtig sind die regel­mäßigen Auseinandersetzungen mit Wettbewerbern, zuletzt etwa mit Nike um Sportschuhe. Sportartikelhersteller wie Adidas sind aber auch regelmäßig Opfer von Produktfälschern, was die Inhouse-­Juristen ebenfalls beschäftigt. Die Zentrale arbeitet immer eng mit den ­internationalen Standorten zusammen, und Juristen können unter einer Vielzahl von Auslandsstationen wählen, etwa Hongkong oder Portland. International ist auch das Ambiente in der Zentrale: Mittlerweile arbeiten dort rund 5.000 Mitarbeiter aus 65 Nationen. Durchschnittlich sind sie 31 Jahre alt. Berufseinsteiger beginnen meist mit dem Schwerpunkt Corporate und können sich später spezialisieren.
Einstiegsgehalt: keine Angaben