Markus Wienforth

Wienforth_MarkusBundeswehr, Studium zum Diplomjuristen und dann Personalberatung bei Hays Legal in Mannheim – eine geradlinige Volljuristenkarriere kam für Markus Wienforth nicht infrage. Klare Regeln spielen in seinem Leben aber eine wichtige Rolle.

Markus Wienforths neues Leben begann mit einer Entscheidung für die Flexibilität. Genauer: Nach zehn Jahren als Zeitsoldat stand er vor der Wahl, endgültig Berufssoldat zu werden oder einen Neustart in der Wirtschaft zu wagen. Also entweder schon mit 30 Jahren zu wissen, mit welchem Gehalt er in wie vielen Jahren in Rente geht – oder die Gelegenheit zu nutzen, sich etwas Neues aufzubauen, mit allen Chancen und Risiken.

Alternative gewählt

Wienforth wählte den unsicheren Weg. Und hat dies noch keinen Tag bereut. Heute arbeitet der Diplom-Wirtschaftsjurist als Senior Consultant im Mannheimer Büro der Personalberatung Hays Legal und berät Banken und Unternehmen bei der Rekrutierung von Juristen. Für den 37-Jährigen ein Traumjob: „Ich habe eine Händlernatur und schon immer versucht, Menschen beruflich zusammenzubringen.“

Wienforth ist ein Macher, er redet und entscheidet schnell. In seinem früheren Leben bei der Truppe traf er damit nicht immer auf Gleichgesinnte. Doch er nutzte die Zeit. Bei der Militärpolizei saugte er in der Ausbildung alle juristischen Inhalte auf. „Regeln zu kennen, ist mir wichtig“, sagt er lächelnd. „Auch wenn ich sie vielleicht nicht befolge.“

Schnelles Studium

Als er gegen Ende der Bundeswehrzeit überlegte, wie es weitergehen sollte, lag auch deswegen die Entscheidung für ein Fachhochschulstudium zum Diplomjuristen nahe. „Für ein langes Jurastudium fand ich mich zu alt“, sagt Wienforth. „Ich wollte schnell und zielgerichtet studieren.“

Die Tatsache, dass Diplomjuristen in der Praxis oft nicht als vollwertig angesehen werden, stand Wienforth nicht im Weg. Bei Hays vermittelte er zunächst Nichtjuristen an Arbeitgeber – und überzeugte. Er wechselte zu Hays Legal, wo normalerweise Volljuristen bevorzugt werden. Innerhalb kurzer Zeit zerstreute er dort die Sorge, dass dem „Nur“-Diplomjuristen von den Stellensuchenden und ausschreibenden Unternehmen weniger Vertrauen entgegengebracht wird. „Der Vertrieb ist transparent“, sagt Wienforth. „Hier zählt nur die Leistung für eine Bemessung des Erfolges. Nachrangig ist der akademische Abschluss oder wie viele Stunden man arbeitet.“ (Katja Wilke)