Vergaberechtler sind die Glücklichsten

Junge Vergaberechtler sind mit ihrem Arbeitgeber am zufriedensten. Das zeigt die azur-Associate-Umfrage 2021. Je nach Rechtsgebiet sind angestellte Rechtsanwälte mehr oder weniger mit ihren Arbeitgebern zufrieden. Konfliktlöser, Private-Equity- und M&A-Anwälte finden beispielsweise etliche negative Aspekte an ihrer Arbeit.

Die Regulierung von Auftragsvergaben beschäftigt fast alle Unternehmen. Entsprechend häufig müssen sie Anwälte bemühen – entweder, um Aufträge korrekt auszuschreiben, oder um ihre Rechte bei diesen Ausschreibungen wahrzunehmen. Klingt nicht so spannend? Die Vergaberechtler, die an der azur-Associate-Umfrage teilgenommen haben, sind aber ausgesprochen glücklich.

Denn in den Kategorien ‚Gesamtzufriedenheit‘ und ‚Karrieremöglichkeiten abseits der Partnerschaft‘ erzielen die Vergaberechtler die höchsten Zufriedenheitswerte. Sie liegen außerdem bei fast allen anderen Zufriedenheitsthemen wie Gehalt, Arbeitsbelastung, Personalführung und Weiterbildung in der Spitzengruppe im Vergleich zu anderen Rechtsgebieten. Auch ihre Chancen auf den Vollpartnerstatus siedeln sie ganz oben an, nur knapp geschlagen von den Immobilien- und Baurechtlern.

Deutlich überdurchschnittliches Bild im Vergaberecht

Associates mit Schwerpunkt im Handels- und Vertragsrecht sind immerhin recht zufrieden mit ihrer Arbeitsbelastung und ihren Karrierechancen abseits der Partnerschaft. Auch in puncto Weiterbildung geben sie gute Noten, wohingegen das Gehalt unterdurchschnittlich bewertet wird.

Die erwähnten Immobilien- und Baurechtler sehen unter allen Spezialisierungen für sich die besten Chancen auf eine Vollpartnerschaft. Hier dürfte der langanhaltende Immobilien-Boom nachwirken, der bei vielen Kanzleien Jahr für Jahr zum wirtschaftlichen Erfolg beigetragen hat. Auch die Personalführung in ihren Dezernaten bewerten sie überdurchschnittlich. Einziges Manko in der Wahrnehmung der Real-Estate-Profis: das Gehalt. Allerdings liegt die Bewertung hier nur knapp unter dem Durchschnitt.

Hinweis zur Methodik: Grundlage ist die azur-Associate-Umfrage 2021. Dort haben rund 3.200 Teilnehmer ihr Rechtsgebiet benannt. Hier berücksichtigt wurden die Top-15-Rechtsgebiete mit jeweils mehr als 50 Teilnehmern. Das entspricht rund 2.900 Teilnehmern.


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