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26.07.2021 | Autor/in: Ludger Steckelbach
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Zahl des Monats: 80 Prozent der Kanzleien planen mehr Homeoffice nach Corona

Die Kanzleien planen den neuen Büroalltag nach der Pandemie. Es gibt so viele unterschiedliche Regelungen wie Kanzleien, aber eines verbindet fast alle: Es wird nicht wieder so werden wie in der guten alten Zeit vor zwei Jahren. 
Zu entscheiden ist, was werden soll aus den Heimarbeitsplätzen, den Plexi­glastrennscheiben und den auf Mindestabstand getrimmten Großraumbüros. Der Immobilienberater Cushman & Wakefield hat hierzu deutsche Kanzleien befragt und Marktdaten analysiert – und herausgefunden, dass vier von fünf Kanzleien auch langfristig nicht in die alte Bürostruktur zurückkehren wollen.

Vor Corona arbeiteten die Mitarbeiter durchschnittlich etwa 0,6 Tage pro Woche vom heimischen Schreibtisch aus. In der Krise stieg dieser Wert auf 3,7 Tage. Auf das ursprüngliche Niveau soll er nach dieser Umfrage jedenfalls nicht wieder sinken, sondern im Durchschnitt bei wöchentlich zwei Tagen landen.

Künftig weniger Einzelbüros

Die Zahl der Einzelbüros soll bei etwa einem Viertel der befragten Kanzleien dadurch sinken. Insbesondere für den Support und wissenschaftliche Abteilungen werden dann aber im Austausch für die vielleicht häufiger geteilten Schreibtische gemeinsame Kommunikationsflächen in größeren Räumen nötig. Denn trotz Zoom & Co. werden Kanzleimanagerinnen und viele Anwälte nicht müde zu betonen: Der persönliche Austausch bleibt wichtig in den neuen hybriden Arbeitsplatzstrukturen mit einer Kombination aus klassischem Büro, Homeoffice und geteilten Schreibtischen. Kommunikations- statt Bürofläche ist also gefragt.