azur100
04.03.2021 | Autor/in: Melanie Müller
Themen in diesem Artikel:

Vogel Heerma Waitz – Top-Arbeitgeber im Osten

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Die Kanzlei auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: 1 bis 2

Referendarplätze 2021: 1 bis 2         

Standort in Deutschland: Berlin

Internationale Präsenz: Die Kanzlei kooperiert bei Bedarf mit internationalen Sozietäten.

Anwälte in Deutschland: 6 Vollpartner, 1 Counsel und 8 Associates

Frauenanteil Anwälte: 20 %

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: bis 600 Euro/Wochenarbeitstag

Referendare: bis 600 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. Jahr: 80.000 bis 82.000 Euro plus Bonus bis 17.600 Euro

2. Jahr: 85.000 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro

3. Jahr: 92.500 Euro plus Bonus bis 30.000 Euro

Über den Arbeitgeber

Mitten drin im Start-up-Kosmos. Vogel Heerma Waitz, auch bekannt als ,V14‘, ist die Venture-Capital-Boutique der ersten Stunde in Berlin. Wer dort arbeitet, taucht schnell tief in den Start-up-Markt ein. Spaß bei der Arbeit kommt dabei nicht zu kurz. Insgesamt sind die Teilnehmer der azur-Associate-Umfrage überdurchschnittlich zufrieden mit ihrem Arbeitgeber. Einer von ihnen lobt die Berliner Kanzlei für „ein sehr familiäres Betriebsklima, gepaart mit einer sehr guten Ausbildung auf höchstem Niveau“. Daneben ist die Kanzlei sehr engagiert, was das Thema Legal Tech angeht: V14 entwickelt sogar eigene Anwendungen. „Wir sind nicht nur Anwälte, wir sind Tech-Nerds“, schreibt ein Associate in der azur-Umfrage.

Voller Einsatz für vollen Einblick. Referendare bindet Vogel Heerma Waitz umfassend in Mandate ein. Als kleine Boutique kann sie nicht mit den Programmen, wie Großkanzleien sie bieten, aufwarten. Es gilt: Learning by Doing. Vorbehaltlich ihrer Arbeitsgemeinschaften arbeiten die Referendare in Vollzeit, um einen vollen Einblick in das Alltagsgeschäft der Anwälte zu erhalten und bei Projekten mit dabei zu sein. Ein ehemaliger Referendar lobt in der azur-Bewerberumfrage die „interessanten Aufgaben“ während seiner Stage und das „tolle Team“. Praktikanten ­beschäftigt die Kanzlei nicht.

Transparentes Karrieremodell. Für Associates hat Vogel Heerma Waitz ihre interne Fortbildung neu strukturiert. Wöchentlich kommen die Anwälte zu den „Know-how-Snippets“ zusammen, in denen sie fachliche Themen rund eine Stunde lang erörtern und diskutieren. Das kommt gut an: „Das neue Wissen kann man gleich praktisch umsetzen“, lobt ein Teilnehmer in der azur-Associate-Umfrage. Externe Seminare zur Weiterbildung, wie beispielsweise den Fachanwaltskurs, unterstützt die Kanzlei zeitlich und finanziell. Viele Teilnehmer loben in der azur-Umfrage die „frühe Übertragung von Verantwortung“. Dass die Associates ihre Chancen auf eine Vollpartnerschaft überdurchschnittlich gut bewerten, liegt daran, dass die Kanzlei jährlich Partner ernennt – was für eine kleine Boutique keine Selbstverständlichkeit ist. Das zweistufige Modell der Kanzlei teilt sich in angestellte Anwälte und Vollpartner auf. In den vergangenen Jahren hat sie regelmäßig Associates mit rund fünf Jahren Berufserfahrung zu Equity-Partnern gemacht. Junge Anwälte können so deutlich früher zum Vollpartner aufsteigen als bei Kanzleien, die mehr Karrierestufen vorsehen.

Flexible Arbeitszeiten mehr als ein Lippenbekenntnis. Zwar arbeiteten die Anwälte während der Corona-Krise überwiegend im Homeoffice, traditionell hat die Kanzlei zur Heimarbeit jedoch eine eher konservative Einstellung. Mit der Vereinbarkeit von Karriere und Familie sind die Teilnehmer der azur-Umfrage zufriedener als der Marktdurchschnitt. Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit für erfahrenere Anwälte und Partner, auch in Teilzeit zu arbeiten, tragen zu einer positiven Bewertung der Work-Life-Balance in der Umfrage bei. „Partner leben die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben vor. Das ist authentisch“, äußert sich ein ­Umfrageteilnehmer. Die Anzahl wöchentlicher Arbeitsstunden liegt laut azur-Associate-Umfrage durchschnittlich bei rund 54 – und damit rund zwei Stunden über dem Marktdurchschnitt –, trübt aber offenbar die­ ­gute Arbeitsatmosphäre nicht.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.