azur100
04.03.2021 | Autor/in: Melanie Müller
Themen in diesem Artikel:

Vangard – Top-Arbeitgeber im Arbeitsrecht

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Die Kanzlei auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: 5 bis 15

Referendarplätze 2021: 9

Praktikumsplätze 2021: 2

Standorte in Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München

Internationale Präsenz: Seit 2016 ist Vangard Teil des internationalen Arbeitsrechtsnetzwerks Littler. Dieses umfasst rund 1.500 Anwälte in mehr als 80 Büros weltweit.

Anwälte in Deutschland: 13 Vollpartner, 12 Non-Equity-Partner und 35 Associates

Frauenanteil Anwälte: 43,3%

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: je nach Standort ca. 450 bis 800 Euro/Wochenarbeitstag

Referendare: je nach Standort ca. 450 bis 800 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. Jahr: 80.000 bis 90.000 Euro plus Bonus

2. Jahr: 85.000 bis 95.000 Euro plus Bonus

3. Jahr: 90.000 bis 100.000 Euro plus Bonus

Über den Arbeitgeber

Viel Freiraum kommt gut an. Flexibilität, Selbstständigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sind entscheidend für ein gutes Arbeitsklima. Letzteres attestieren die Vangard-Associates ihrer Arbeitgeberin in der aktuellen azur-Umfrage. Präsenzpflicht gibt es bei der ­Arbeitsrechtsboutique nicht. Die hohe Flexibilität, die Vangard den Associates einräumt, honorieren diese in der azur-Umfrage mit guten Noten. Vangard achtet nach eigenen Angaben penibel darauf, dass die Associ­ates nicht viel mehr als 40 Wochenstunden arbeiten. Zum Vergleich: Laut azur-Umfrage arbeitet der Marktdurchschnitt 52 Stunden pro Woche.

Top-Stimmung. Auch mit dem Betriebsklima sind die Anwälte sehr zufrieden und vergeben dafür sogar die Bestnote. „Tolle, offene Arbeitsatmosphäre und modernes Arbeitsumfeld“, lobt einer. Auch ein Teilnehmer der azur-Bewerberumfrage ist von Vangard überzeugt: „Herausragend, ganz anders als in der Großkanzlei bei ähnlich spannender Arbeit.“ Weiter lobt er den „sehr persönlichen Umgang“. Gute Noten gibt es auch für die Chancengleichheit – und der Frauenanteil von mehr als 40 Prozent kann sich im Marktvergleich sehen lassen. Auf Partnerebene verändert sich das Bild allerdings deutlich. Nur eine von 13 Vollpartnern ist weiblich, auf Salary-Partnerebene sind es immerhin drei von zwölf.

Klare Ziele. Praktikanten und Referendare erhalten jeweils einen erfahrenen Anwalt als Mentor. Zu Beginn werden Praktikums- bzw. Ausbildungsziele definiert. Praktikanten halten am Ende eine Abschluss­präsentation. Praktikanten wie Referendare begleiten die Anwälte zu Gerichtsterminen und nehmen an Mandantengesprächen teil. Um die Anwaltsstation so praxisnah wie möglich zu gestalten, dürfen Referendare schnell an konkreten Mandaten mitarbeiten. Eine spezielle Examensvorbereitung, wie sie bei Großkanzleien üblich ist, bietet Vangard nicht an. Referendaren stehen jedoch diverse Fortbildungsangebote offen, darunter auch Legal-Tech-Schulungen, die die Kanzlei regelmäßig organisiert.

Kleine Kanzlei, großes Ausbildungsangebot. Anwälte bei Vangard haben viele Möglichkeiten zur Weiterbildung. Neben dem Mentoring durch einen Partner und schnelle Einbindung in die Mandatsarbeit gibt es eine ganze Reihe von Fortbildungen, die sie je nach Interesse und Entwicklungsstand nutzen können. In der ,Vangardistenschule‘ gibt es etwa Trainings zu Verhandlungsführung, BWL oder Persönlichkeitsentwicklung. Die Associates können zudem an Fortbildungsveranstaltungen der internationalen Partnerkanzleien teilnehmen. Auch den Erwerb von LL.M.-Titeln unterstützt Vangard. Damit entspricht das Ausbildungspaket dem guten Marktstandard. Nach frühestens fünf Jahren können Anwälte zum Salary-Partner aufsteigen. Den Sprung in die Vollpartnerschaft schafft, wer in den Folgejahren einen veritablen Business Case aufbaut. Für die Karrierechancen vergeben die Vangard-Associates gute Noten in der azur-Umfrage. Einen Counsel-Status als Alternative zur Partnerschaft gibt es bei Vangard anders als bei Wettbewerbern wie zum Beispiel bei Altenburg allerdings nicht.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.