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23.02.2021 | Autor/in: Markus Lembeck

Thüringer Referendare werden wieder Beamte auf Probe

In einem Viertel der Bundesländer ist es jetzt wieder möglich, den juristischen Vorbereitungsdienst als Beamter auf Probe zu absolvieren. Thüringen und Sachsen folgen dem Beispiel anderer Länder.

2016 war Thüringen das letzte Bundesland, das seinen Rechtsreferendaren den Beamtenstatus entzog. Fünf Jahre später die Umkehr: Thüringen folgt dem Beispiel von Mecklenburg-Vorpommern und Hessen und ernennt im Vorbereitungsdienst wieder Beamte auf Probe.

Wie alle Bundesländer hatten sich auch die Thüringer einen Spareffekt erhofft, als sie den Status der Referendare änderten. Knapp 10.000 Euro weniger pro Referendar muss das Bundesland aufwenden, wenn es die Referendare nicht verbeamtet. Laut Ausbildungsstatistik des Bundesamts für Justiz waren 2019 gerade einmal 121 der rund 15.800 deutschen Referendare in Thüringen verortet. 2016 gab es immerhin noch 198 thüringische Rechtsreferendare.

Dementsprechend gehört Thüringen zu den Bundesländern, die um die Attraktivität ihres Vorbereitungsdienstes kämpfen müssen. Ablesbar ist dies auch daran, dass es für Bewerber dort keinerlei Wartezeiten gibt. Zudem zählt die Universität Jena mit rund 1.400 Jura-Studierenden zu den kleineren Ausbildungsstätten in Deutschland.

Sachsen hingegen überlässt es ab dem Referendariats-Starttermin im Mai 2021 den Referendaren selbst, ob sie als Beamte oder Angestellte in den Vorbereitungsdienst gehen. Dieses Wahlrecht ist ein Novum.