azur100
04.03.2021 | Autor/in: Johanna Heidrich
Themen in diesem Artikel:

Sonntag & Partner – Top-Arbeitgeber in Bayern

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Die Kanzlei auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: 5 bis 10

Neueinstellungen weitere Juristen 2021 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine

Referendarplätze 2021: 20               Praktikumsplätze 2021: 15

Standorte in Deutschland: Augsburg, München, Nürnberg und Ulm

Internationale Präsenz: Sonntag & Partner gehört zum internationalen, auf Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung fokussierten Netzwerk Moore Stephens. Zudem pflegt sie Kontakte zu polnischen, skandinavischen und niederländischen Kanzleien.

Anwälte in Deutschland: 11 Vollpartner, 5 Non-Equity-Partner, 47 Associates und 2 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 44,6 %

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 4 (2 Frauen)

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 11 bis 14 Euro/h (vor dem 1. Examen), 19 Euro/h (nach dem 1. Examen)

Referendare: 19 Euro/h; max. 1.650 Euro/Monat

Associates

1. Jahr: 65.000 Euro plus Bonus

2. Jahr: 70.000 Euro plus Bonus

3. Jahr: 75.000 Euro plus Bonus

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 65.000 Euro plus Bonus

Über den Arbeitgeber

Multidisziplinäre Einheit mit moderaten Arbeitszeiten. Mit ihren vier Standorten in Bayern ist Sonntag & Partner bei den lokalen Unternehmen fest verankert und berät vor allem mittelständische Mandanten. Die Kanzlei ist multidisziplinär aufgestellt – neben Anwälten beschäftigt sie auch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Wer hier arbeitet, hat meist pünktlich Feierabend: Mit rund 44 Stunden liegt die wöchentliche Arbeitszeit der S&P-Associates laut azur-Umfrage ganze acht Stunden ­unter dem Marktdurchschnitt. Dafür vergeben die Associates allerdings schlechte Noten fürs Gehalt. S&P zahlt Berufseinsteigern mit 65.000 ­Euro plus Bonus im ersten Jahr etwas weniger als einige Wettbewerber ähnlichen Zuschnitts.

Volles Programm für Juristennachwuchs. Praktikanten können einmal im Jahr bei einem vierwöchigen Sommerpraktikum Einblicke in den Kanzleialltag gewinnen. Sie begleiten die Anwälte zu Gericht, nehmen an Seminaren der kanzleieignen Akademie teil oder absolvieren Bewerbertrainings. Ein ehemaliger Praktikant lobt in der azur-Bewerberumfrage zwar „die Abwechslung, die das Praktikum biete“, wünscht sich aber auch „mehr echte Arbeit am Mandat“. Auch Referendaren steht die Akademie offen. S&P-Partner helfen ihnen außerdem bei der Vorbereitung aufs Examen. Den Referendaren scheint diese Ausbildung zu gefallen – viele S&P-Associates waren zuvor bereits als Referendare in der Kanzlei.

Ausbildung top, Karriere flop? Auch die Associates zeigen sich in der azur-Umfrage zufrieden mit ihrer Ausbildung und loben die „regelmäßigen internen und externen Fortbildungen“. Dazu gehören Seminare zu Soft Skills oder Fortbildungen am Deutschen Anwaltsinstitut. Für Anspruch und Niveau ihrer Arbeitsinhalte vergeben die jungen Anwälte überdurchschnittliche Noten. Woran es jedoch fehlt, sind berufliche Perspektiven: Sowohl die Chancen, Partner zu werden, als auch die Möglichkeiten, außerhalb der Partnerschaft Karriere zu machen, bewerten die Umfrageteilnehmer schlecht. 2021 hat S&P immerhin drei Anwälte in die Partnerschaft aufgenommen, viel für eine Kanzlei dieser Größenordnung. Als Zwischenstufe auf dem Weg zum Partner gibt es die Position des Senior-Managers mit mehr Mandats- und Personalverantwortung.

Homeoffice in Sicht. Mit der Vereinbarkeit von Karriere und Familie zeigen sich die jungen S&P-Anwälte in der azur-Umfrage einigermaßen zufrieden. Die Kanzlei unterstützt sie mit Angeboten wie einem Kita-Zuschuss oder Teilzeitmodellen. Während der Corona-Pandemie gewährte sie den Mitarbeitern, die Angehörige pflegen oder Kinder betreuen mussten, fünf Sonderurlaubstage. Zudem war es einfacher, zu Hause zu arbeiten. Ein Associate wünscht sich in der azur-Umfrage jedoch „Home­office-Möglichkeiten, die auch außerhalb von Krisen umgesetzt und gelebt werden dürfen“.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.