azur100
06.03.2020 | Autor/in: Annette Kamps
Themen in diesem Artikel:

Schalast & Partner – Top-Arbeitgeber in Frankfurt und Hessen

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Neueinstellungen Volljuristen 2020: 10 bis 20

Neueinstellungen weitere Juristen 2020 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): ca. 5

Referendarplätze 2020: 10    Praktikumsplätze 2020: 5

Standorte in Deutschland: Frankfurt, Berlin und Hamburg

Internationale Präsenz: Die Kanzlei ist Mitglied im Netzwerk Multilaw mit 90 Kanzleien weltweit. Das Netzwerk ermöglicht die Arbeit an internationalen Mandaten sowie Secondments.

Anwälte in Deutschland: 8 Vollpartner, 9 Non-Equity-Partner,
2 Counsel, 20 Associates und 8 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 31,9%

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 2 (davon eine Frau)

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 17,50 Euro/h (vor dem 1. Examen), 22,50 Euro/h (nach dem 1. Examen)

Referendare: 450 Euro/Wochenarbeitstag; max. 2.250 Euro/Monat

Associates
1. Jahr: 65.000 bis 75.000 Euro plus Bonus
2. Jahr: 70.000 bis 80.000 Euro plus Bonus
3. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro plus Bonus

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Offene Türen. Berufseinsteiger, die sich auf Transaktionen, Bank- und Finanzrecht oder Immobilienrecht spezialisieren möchten, finden in der Frankfurter Kanzlei „spannende Mandate bei angemessener Work-Life-Balance“ – so beschreibt ein Associate in der azur-Umfrage sein Arbeitsumfeld. Andere heben die „nette Atmosphäre“, die „gute Betreuung durch die Partner“ und die „offenen Türen“ hervor. Die Associates sind zufrieden mit ihrer Arbeitgeberin, vergeben aber dennoch eine leicht unterdurchschnittliche Gesamtnote. Vor allem beim Gehalt und der internen Kommunikation sehen sie noch Luft nach oben.

Ausbildung braucht Zeit. Besonders zufrieden hingegen sind sie dafür mit dem Weiterbildungsangebot. Sie loben in der azur-Umfrage etwa „Associate-Retreats und Soft-Skill-Seminare”, aber auch die LL.M.-Studiengänge und die Secondments bei internationalen Partnerkanzleien. Für eine Kanzlei ihrer Größe fährt Schalast tatsächlich eine breite Palette an Angeboten auf. Doch manchmal muss es gar kein ausgefeiltes Programm sein, wie es ein Teilnehmer der azur-Umfrage formuliert: „Mein Arbeitgeber fördert meine Weiterbildung, indem er mir die Zeit lässt, interessanten Fragen, die im Rahmen der Mandatsarbeit aufkommen, nachzugehen, obwohl dies nicht abrechenbar ist.“

Zeit für Referendare. Auch für Referendare nehmen sich die Schalast-Anwälte viel Zeit. Ihr jeweiliger Mentor gibt Feedback, spricht mit ihnen Fälle durch oder nimmt sie mit zu Gerichtsverhandlungen. Auch an externen Seminaren für die Anwälte, etwa zu Verhandlungsführung, können die Referendare teilnehmen. Klausurenkurse oder Repetitorien sind nicht im Fortbildungspaket enthalten, zur Vorbereitung auf das zweite Examen dient stattdessen die Aufbereitung eines juristischen Themas beim gemeinsamen Business Lunch. Praktikanten erhalten einen Gesamteinblick in die anwaltliche Arbeit und nehmen an internen Veranstaltungen teil.

Flexible Arbeitszeiten ja, aber nicht für alle. Für ihre Nachwuchspartner hat sich die Kanzlei Ende 2019 etwas Neues ausgedacht. Sie können ihre Arbeitszeit flexibel rauf- und runterstufen. Solange sie mindestens zwei Wochen vorher Bescheid sagen, damit das Team entsprechend planen kann, können die Teilzeitpartner nach Bedarf auf 80, 50 oder gar zehn Prozent gehen – mit entsprechenden Gehaltseinbußen. Soweit die Theorie – inwieweit sich das Modell in der Praxis über längere Zeiträume realisieren lässt, muss sich noch zeigen. Individuelle Teilzeitmodelle gibt es auch für die Associates, deren Arbeitsbelastung mit 48 Wochenstunden bei einer Vollzeitstelle laut azur-Umfrage vergleichweise moderat ist. So freut sich ein Associate über „verlässlich geregelte, familienfreundliche Arbeitszeiten“. Kritik hagelt es jedoch beim Thema mobiles Arbeiten. Während die Partner per VPN von überall aus arbeiten können, bemängeln mehrere Associates in der azur-Umfrage „fehlende Homeoffice-Möglichkeiten“ und wünschen sich „weniger Facetime“.

Stand: Druckausgabe von azur100 2020 (Erscheinungstermin: 5. März 2020). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.