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11.06.2021 | Autor/in: Anika Verfürth

Private Hochschule: BSP gründet Jurafakultät mit Staatsexamensstudiengang

Zum Wintersemester 2021 startet an der BSP Business and Law School Berlin ein neuer Staatsexamensstudiengang Jura. Damit ist sie die dritte private Universität in Deutschland, die den Abschluss anbietet.

Mit dem neuen Studiengang geht die Gründung einer komplett neu aufgesetzten juristischen Fakultät einher. Bislang unter dem Namen BSP Business School Berlin bekannt, erweitert die staatlich anerkannte Managementhochschule ihr Lehrangebot damit auf die juristische Ausbildung. Aktuell ist noch nicht bekannt, welche Professoren die Hochschule für den Lehrbetrieb ab Herbst 2021 beruft. Das Ausschreibungsverfahren lief parallel zur Akkreditierung beim Wissenschaftsrat. 

Interdisziplinäre Ausbildung

Studentinnen und Studenten erwerben neben den juristischen Grundlagen vor allem von Beginn an eine interdisziplinäre Ausbildung. Dazu gehören Soft Skills, die im juristischen Arbeitsumfeld erforderlich sind, sowie Grundlagen in der IT und den Wirtschaftswissenschaften. Als Schwerpunkte sind Wirtschaftsrecht (Legal Operations und Innovation), Streitbeilegung (Mediation, Schlichtung und Schiedsgerichtsbarkeit) sowie E-Health (Datenschutz, Cyber Security und E-Health-Modelle) zur Auswahl vorgesehen. Nach sechs Semestern ist es möglich, einen Bachelor of Law (LL.B) zu erwerben, nach dem neunten Semester ist das erste Staatsexamen möglich.

Mit einer monatlichen Studiengebühr von 1.050 Euro, die für acht Semester gezahlt werden muss, kommen Studenten auf eine Summe von rund 50.000 Euro für das gesamte Studium. Damit liegt die BSP knapp unter den Beiträgen für die anderen beiden privaten Hochschulen mit Staatsexamen in Deutschland. An der Bucerius Law School kostet das gesamte Studium aktuell etwas mehr als 51.000 Euro. Deutlich mehr kostet es mit knapp 60.000 Euro an der EBS Law School, die zuletzt auf ein neues Lehrkonzept umstellte.