azur100
04.03.2021 | Autor/in: Helena Hauser
Themen in diesem Artikel:

Posser Spieth Wolfers & Partners – Top-Arbeitgeber – Platz 39

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Lob von den eigenen Associates

„Arbeit an spannenden und aktuellen Themen“

„Toller Teamzusammenhalt“

„Gute Work-Life-Balance und Entwicklungsmöglichkeiten“

Kritik von den eigenen Associates

„Unzureichende und unklare Kommunikation, keine Einbeziehung von Associates in Entscheidungsprozesse“

Was externe Juristen über PSWP sagen

„Sehr interessante Kanzlei mit spannenden Mandaten“

„Total überzogene Erwartungen an die Arbeitszeit“

„Spitzen-Boutique im Öffentlichen Recht“

Highlights Praktikum und Referendariat
  • Buddy-System für Praktikanten und Referendare
  • Frühzeitige Einbindung in Mandatsarbeit
Highlights Ausbildung und Karriere
  • Partnernahe Ausbildung
  • Direkter Mandantenkontakt ab dem erstenArbeitstag
  • Individuelle Förderung
Highlights Diversity
  • Offenes Kanzleiklima, Diversity als fester Bestandteil der Nachwuchsauswahl

Berliner Boutique mit exzellentem Regulierungs-Know-how

Durchstarter. Die Euphorie der Associates ist auch im dritten Jahr nach der Gründung ungebremst: „Die Stimmung im Team ist immer noch hervorragend“, loben viele Associates in der azur-Umfrage und sind insgesamt deutlich zufriedener mit ihrem Arbeitgeber als ihre Kollegen in anderen Kanzleien. Die Boutique um drei ehemalige renommierte Freshfields-Partner ist eine der ersten Adressen für hochkarätige Mandate im Regulierungskontext. Die Arbeit begeistert die jungen Anwälte: „Spannende Mandate, immer am Puls der Zeit“, lobt einer. Kein Wunder, bestimmen doch politisch viel diskutierte Großmandate den Arbeitsalltag – vom Kohleausstieg bis zum autonomen Fahren. Zuletzt begleitete die Kanzlei den bayerischen Corona-Rettungsfonds.

Enge Zusammenarbeit. Zufrieden ist der Nachwuchs auch in puncto Ausbildung – viele Umfrageteilnehmer geben Bestnoten. Wichtiger Bestandteil ist das Training on the Job: Associates arbeiten sofort in Mandaten mit und lernen so direkt von den Partnern. Nachgebessert hat Posser Spieth Wolfers & Partners (PSWP) bei internen und externen Schulungen. Rhetorikseminare, Verhandlungsmanagement und Sprachkurse gehören mittlerweile ebenso wie diverse fachliche Fortbildungen zum Standardpaket. Auch wenn vergleichbare Wettbewerber etwas mehr bieten, findet ein Associate: „Die Partner haben sich wirklich Gedanken gemacht und ein sinnvolles Programm zusammengestellt“, ein anderer hat „keine Verbesserungsvorschläge“.

Nachwuchs im Fokus. Ihren Nachwuchs rekrutiert PSWP oft aus den eigenen Reihen – bei je 30 Plätzen für Referendare und wissenschaftliche Mitarbeiter ist die Auswahl groß. Wer sich beweist, hat gute Chancen, später als Anwalt bei PSWP zu starten. Die angehenden Anwälte bearbeiten Case Studies, nehmen an Mandantentelefonaten teil und diskutieren in regelmäßigen Treffen mit Partnern und Associates aktuelle Fälle und Themen. Die Referendare arbeiten während der Stage in unterschiedlichen Teams mit. Ein Associate als Ansprechpartner hat die Ausbildung im Blick. „Regelmäßiges Feedback, enge Einbindung in die Mandatsarbeit“, lobt ein Umfrageteilnehmer. Insgesamt entspricht das Angebot dem, was vergleichbare Wettbewerber bieten.

Auf dem Weg nach oben. Die Kanzlei ist auf Wachstumskurs. Neben den drei Gründungspartnern gibt es mittlerweile drei weitere Partner. Das ist im Vergleich zu anderen Boutiquen ungewöhnlich, die zum Teil erst mehrere Jahre nach ihrer Gründung eigene Partner gemacht haben. Mit ihren Karrierechancen sind die Associates demnach überdurchschnittlich zufrieden. Für ihren beruflichen Aufstieg erhalten sie vor allem individuelle Unterstützung in Form von regelmäßigem Feedback oder Coachings. Wer bei PSWP durchstarten will, muss strategisch denken und beraten können und ein Gespür für politische Themen haben.

Viel Geld und normale Arbeitszeiten. PSWP-Associates arbeiten auf Großkanzleiniveau – allerdings deutlich weniger als ihre Kollegen in vergleichbaren Einheiten. Sie verbringen laut azur-Umfrage knapp 52 Wochenstunden mit Mandatsarbeit, das entspricht in etwa dem Marktdurchschnitt. Einige Associates würden für mehr Freizeit ihren Job wechseln. Sie vergeben in der azur-Umfrage dennoch gute Noten für die Vereinbarkeit von Karriere und Familie sowie Work-Life-Balance. Feste Programme gibt es nicht, dafür viele individuelle Lösungen und Flexibilität durch Homeoffice und Teilzeitmodelle. „Die Partner achten darauf, dass man Zeit mit der Familie sehr gut einteilen kann“, findet ein Associate. Dass eine Anwältin nach ihrer Elternzeit direkt Partnerin wurde, zeigt, dass sich Karriere und Familie bei PSWP nicht ausschließen.

Einstieg und Bewerbung
Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Karriere und Partnerschaft
Einstieg und Bewerbung

Neueinstellungen Volljuristen 2021: 3 bis 6

Neueinstellungen weitere Juristen 2021 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Referendarplätze 2021: ca. 30        

Praktikumsplätze 2021: 5

PSWP setzt zwei vollbefriedigende Staatsexamina voraus. Bewerber, die darüber hinaus einen Doktortitel und Auslandserfahrungen mitbringen, sind gerne gesehen. Das Bewerbungsgespräch ist zweistufig. In der ersten Runde lernt der Bewerber das gesamte Team an dem Standort kennen, an dem er sich beworben hat. Das zweite Vorstellungsgespräch findet entsprechend am anderen Standort der Kanzlei statt. Die Bewerber können an beiden Terminen mit allen Partnern und Associates sprechen.

Die Kanzlei auf einen Blick

Standorte in Deutschland: Berlin und Düsseldorf

Internationale Präsenz: Durch ihren Fokus auf Mandate aus dem öffentlichen Wirtschaftsrecht bearbeitet die Kanzlei regelmäßig Mandate von europäischer und internationaler Bedeutung. Dabei kooperiert sie mit ausländischen Partnerkanzleien.

Anwälte in Deutschland: 6 Vollpartner, 1 Counsel und 15 Associates

Frauenanteil Anwälte: 22,8 %

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 4

davon Frauen: 2

Umsatz in Deutschland 2019: azur liegen keine Informationen vor.

Umsatz pro Berufsträger in Deutschland 2019: azur liegen keine Informationen vor.

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 850 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen), 1.050 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: 850 Euro/Wochenarbeitstag; max. 4.250 Euro/Monat

Associates:

1. Jahr: 110.000 Euro

2. Jahr: 120.000 Euro

3. Jahr: 130.000 Euro

4. Jahr: 130.000 plus Bonus bis 10.000Euro

5. Jahr: 140.000 plus Bonus bis 10.000Euro

6. Jahr: 140.000 plus Bonus bis 20.000Euro

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Karriere und Partnerschaft

Die junge Kanzlei will nach eigenen Angaben wachsen und hat bereits erste Partner gemacht. Zwei ehemalige Freshfields-Associates sind in der neuen Einheit direkt als Partner gestartet, eine weitere Associate ist Anfang 2021 in die Partnerriege aufgestiegen. Der Weg dorthin ist nicht vorgezeichnet. Entscheidend ist, dass der Nachwuchs gewillt ist, Verantwortung zu übernehmen. Den Aufstieg ihrer Associates in die Partnerschaft fördert die Kanzlei aktiv. Nachwuchsanwälte bindet sie von Beginn an in Akquisetätigkeiten und die geschäftliche und strategische Entwicklung der Kanzlei ein. Erstmals hat die Kanzlei dieses Jahr auch einen Counsel ernannt. Die Position kann ein Zwischenschritt auf dem Weg in die Partnerschaft sein, muss es aber nicht.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.


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