azur100
04.03.2021 | Autor/in: Johanna Heidrich
Themen in diesem Artikel:

Merck – Top-Arbeitgeber im Gesundheitswesen

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Das Unternehmen auf einen Blick
Vergütung
Das Unternehmen auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: ca. 5

Neueinstellungen weitere Juristen 2021 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Referendarplätze 2021: ca. 7   Praktikumsplätze 2021: keine Angaben

Standort in Deutschland: Darmstadt

Internationale Präsenz: Rechtsabteilungen gibt es an zahlreichen Merck-Standorten weltweit. Deutsche Juristen sind aktuell etwa in China und Italien tätig.

Volljuristen in Deutschland: 66 (davon 33 in der Rechtsabteilung)

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 50 %

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 5 (4 Frauen)

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 2.400 bis 2.800 Euro/Monat

Referendare: max. 900 Euro/Monat

Syndikusanwälte

1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Von Darmstadt in die Welt. Mit rund 57.000 Mitarbeitern in 66 Ländern ist der Pharma- und Chemiekonzern Merck international aufgestellt.
Das spiegelt sich auch im Arbeitsalltag der Rechtsabteilung wider. Den Mitarbeitern dort stehen verschiedene Programme offen, über die sie entweder für einen begrenzten Zeitraum oder dauerhaft im Ausland ­arbeiten können. Außer am Hauptstandort in Darmstadt sind deutsche Juristen derzeit auch in Italien und China tätig. Junge Juristen, die sich bei Merck bewerben, sollten deshalb verhandlungssichere Englischkenntnisse mitbringen. Wie bei vielen Unternehmen aus der Gesundheitsbranche hat die Corona-Pandemie auch in der Merck-Rechtsabteilung für viel Arbeit und neue juristische Herausforderungen gesorgt. Neben Gesetzesnovellen waren die Juristen im Healthcare-Bereich etwa bei der Vereinbarung von Kooperationen mit anderen Unternehmen zur Bekämpfung der Pandemie gefragt.

Referendariat nach eigenen Präferenzen. Merck stellt in der Regel keine Berufsanfänger ein, sondern sucht berufserfahrene Juristen, die sich im Alltag der Rechtsabteilung schnell selbstständig zurechtfinden. Dafür schreibt Merck regelmäßig Referendarstellen aus. Für die Ausbildung der Nachwuchsjuristen gibt es kein festes Programm, sondern sie erfolgt individuell. Je nach Interesse sind die Referendare einem festen Team – wie zum Beispiel Healthcare, Markenrecht oder Arbeitsrecht – zugeordnet oder können während ihrer Stage den Arbeitsalltag mehrerer Teams kennenlernen. Praktikanten nimmt die Rechtsabteilung nur in Ausnahmefällen auf.

Planvoll die Karriereleiter erklimmen. Anwälte aus Kanzleien bezeichnen die Merck-Rechtsabteilung in der azur-Umfrage als „hochprofessionell“ und attestieren ihr ein „hohes Niveau“. Um diesem Ruf gerecht zu werden, fördert sie die Juristen entsprechend ihrer persönlichen Stärken und Präferenzen. Ihnen allen steht ein unternehmensweites Fortbildungsportfolio offen. In dem Rahmen können sie sich zum Beispiel zu Soft Skills oder Finanzthemen schulen lassen. Ob und wie die Inhouse-Anwälte Karriere machen, legen sie gemeinsam mit ihren Vorgesetzten und anhand von Entwicklungsplänen fest. Aufsteigen können sie in Führungs- und Expertenrollen und erhalten entsprechende Führungskräftetrainings. Auch Spitzenpositionen außerhalb der Rechtsabteilung stehen den Juristen offen. Ein Beispiel dafür ist die Leiterin der Konzernrevision, die vorher in der Rechtsabteilung tätig war.

Karriere und Familie im Einklang. Auch die Leitung der Merck-Rechtsabteilung liegt bei einer Frau: Friederike Rotsch zählt zu den wenigen weiblichen General Counsel Deutschlands. Allgemein liegt die Rechts­abteilung mit einem Frauenanteil von 50 Prozent etwa im Durchschnitt der Unternehmen, die an der azur-Umfrage teilgenommen haben. Damit alle Merck-Mitarbeiter Karriere und Familie besser vereinbaren können, ­stehen ihnen verschiedene Angebote offen. Dazu zählen flexible Arbeits­zeiten, Teilzeit oder die Arbeit aus dem Homeoffice. Wer Kinder hat, kann diese in der konzerneigenen Kita unterbringen. Zudem können die Juristen Sabbaticals einlegen und dank Langzeitkonten früher in Rente gehen.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.