azur100
04.03.2021 | Autor/in: Melanie Müller
Themen in diesem Artikel:

Mazars – Top-Arbeitgeber im Osten

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Die Kanzlei auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: keine Angaben

Referendarplätze 2021: 20    Praktikumsplätze 2021: 10

Standorte in Deutschland: Berlin, Frankfurt, Dresden, Leipzig, Nürnberg, Düsseldorf, Hamburg, München, Potsdam, Stuttgart u.a.

Internationale Präsenz: Mazars ist Mitglied von Marcalliance, der internationalen Allianz von Rechtsanwälten, die weltweit mit 23 Mitgliedsgesellschaften und insgesamt mehr als 800 Professionals an 54 Standorten vertreten ist.

Anwälte in Deutschland: 11 Vollpartner, 10 Non-Equity-Partner, 17 Manager und 25 Associates

Frauenanteil Anwälte: 50,8 %

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: keine Angaben

Associates

1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Ausbaukurs in Ostdeutschland. Der Rechtsberatungsarm der internationalen Prüfungs- und Beratungsgesellschaft ist besonders an Umstrukturierungen und Transaktionen in der Gesundheitsbranche beteiligt. An ihren Standorten im Osten ist Mazars im vergangenen Jahr personell stark gewachsen. Anfang 2020 eröffnete die Kanzlei ein neues Büro in Leipzig, in Berlin und Dresden holte sie sich Verstärkung durch externe Teams hinzu. Auch für Berufseinsteiger hält die Kanzlei für das Jahr 2021 gute Jobperspektiven bereit, denn nach eigener Angabe will Mazars personell noch um weitere 20 Prozent wachsen. Einige Associates kennen die Kanzlei schon aus dem Referendariat, denn talentierten Nachwuchsjuristen bietet Mazars regelmäßig eine Stelle an.

Früher Mandantenkontakt. Sowohl Praktikanten als auch Referendare werden bei Mazars, wie in den meisten Kanzleien üblich, von einem Mentor betreut. Bei beiden Gruppen legt die Kanzlei großen Wert auf eigenständiges Arbeiten. Entsprechend ihrem jeweiligen Kenntnisstand fällt die Einbindung von Referendaren in Mandate intensiver aus als bei Praktikanten, die vorwiegend kleinere Aufgaben erledigen. Die Referendare nehmen bereits früh Kontakt zu Mandanten auf und bearbeiten Fälle, die sich eignen, auch weitestgehend selbstständig. Kurse zur Examensvorbereitung etwa bei einem Repetitor ist bei der multidisziplinären Einheit nicht fest vorgesehen, können aber auf Nachfrage gebucht werden. Die Kanzlei übernimmt dann die Kosten.

Guter Lernmix. Mit eigenen Lernplattformen, internen fachbezogenen Seminaren und der Möglichkeit, ein Secondment zu absolvieren, bietet Mazars mit ihrem Aus- und Weiterbildungsprogramm für Associates guten Marktstandard. Die jungen Anwälte nehmen an Soft-Skills-Seminaren teil, können Sprachkurse belegen oder den externen Lehrgang zum Fachanwalt oder Steuerberater absolvieren. Mit diesem Angebot zeigen sich die Teilnehmer der azur-Associate-Umfrage zufrieden und vergeben dafür eine überdurchschnittliche Note. Vereinzelt wünschen sie sich jedoch noch „mehr Fortbildungsmöglichkeiten“. Auf dem Weg zur Partnerschaft durchlaufen die Anwälte eine Reihe von Workshops, um ihre Führungskompetenz zu schulen. Lob verteilen die Umfrageteilnehmer für das „Feedback im Hinblick auf Karriereziele“ und „Analysen, wo Entwicklungsmöglichkeiten bestehen“. Ihre Chancen auf die Vollpartnerschaft bewerten die Associates gut, die abseits der Partnerschaft sogar noch einen Tick besser.

Das Gesamtpaket stimmt. In die hohe Gesamtzufriedenheit der Mazars-Associates fließt wohl auch die überdurchschnittliche Bewertung für das Betriebsklima sowie die gute Vereinbarkeit von Karriere und Familie ein. Mit laut azur-Umfrage rund 45 Stunden pro Woche arbeiten die Anwälte bei Mazars fast sieben Stunden weniger als der Marktdurchschnitt. „Überstunden können 1:1 abgebaut werden“, berichtet ein Teilnehmer. Außerdem können Anwälte Sabbaticals in Anspruch nehmen. Flexible ­Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten erleichtern die Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Auch externe Anwälte bescheinigen Mazars eine „angenehme Work-Life-Balance“. Teilzeitmodelle bietet die Kanzlei ihren Anwälten ebenfalls – auf Partnerebene werden diese aktuell allerdings nicht wahrgenommen.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.


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