azur100
06.03.2020 | Autor/in: Helena Hauser
Themen in diesem Artikel:

Lubberger Lehment – Top-Arbeitgeber im Marken- und Wettbewerbsrecht

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Neueinstellungen Volljuristen 2020: 1 bis 2

Referendarplätze 2020: 4      Praktikumsplätze 2020: 1 bis 2

Standorte in Deutschland: Berlin, Hamburg und München

Internationale Präsenz: Die Kanzlei hat zwar kein internationales Büro, aber gute Kontakte zu ausländischen Kanzleien, mit denen sie bei grenzüberschreitenden Mandaten regelmäßig zusammenarbeitet.

Anwälte in Deutschland: 7 Vollpartner, 1 Non-Equity-Partner und 9 Associates

Frauenanteil Anwälte: 35,3%

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 1

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: 250 Euro/Wochenarbeitstag; max. 1.000 Euro/Monat

Associates
1. Jahr: 70.000 bis 75.000 Euro plus Bonus
2. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro plus Bonus
3. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro plus Bonus

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Anspruchsvolle Arbeit – aber nicht zu lange. Die IP-Boutique hat einen ausgezeichneten Ruf im Markenrecht und kämpft für Mandanten regelmäßig in Prozessen vor den höchsten Gerichten. Die anspruchsvolle Arbeit gepaart mit einem erträglichen Arbeitspensum, Teilzeitangeboten und flexibler Arbeitseinteilung wissen Associates zu schätzen – in der azur-Umfrage zeigen sie sich überdurchschnittlich zufrieden. „Absolute Flexibilität bei Elternzeit“, „tolles Team und ausgesprochen angenehmes Arbeitsklima“, loben die jungen Anwälte. Da wundert es nicht, dass alle Associates in der Umfrage die Bestnote geben, wenn es um die allgemeine Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber geht. Ähnlich positiv bewerten sie die Vereinbarkeit von Familie und Karriere – auch wenn es keine konkreten Maßnahmen gibt, um diese zu fördern. Statt Plänen gibt es das echte Leben – alle Partner haben Familie, ebenso die meisten Associates.

Frühe Verantwortung. Ein festes Ausbildungsprogramm gibt es, wie bei vielen Kanzleien dieser Größe, nicht. Dafür nehmen die Associates an mindestens zwei mehrtägigen externen und fachbezogenen Fortbildungen im Marken- und Wettbewerbsrecht teil. Interne Vorträge durch die Partner und Associates zu aktuellen Themen und Urteilen ergänzen das Angebot. Die fachliche Spezialisierung fördert die Kanzlei auch mit der Kostenübernahme für den Fachanwalt, zeitliche Freistellung inklusive. Ansonsten heißt es: lernen am Mandat. Associates haben bereits ab dem ersten Jahr Kontakt mit Mandanten und nehmen Gerichtstermine wahr, nach Absprache mit dem verantwortlichen Partner teilweise auch alleine. Mit dieser frühen Übertragung von Verantwortung und dem soliden Ausbildungsangebot sind die Associates überdurchschnittlich zufrieden.

Mitlaufen und lernen. Um die fachliche Einbindung der Referendare und Praktikanten kümmert sich ein Associate als fester Ansprechpartner. Je nach Qualifikation übernehmen die Nachwuchsjuristen Rechercheaufgaben, nehmen an Mandantenterminen teil und lernen das Prozessgeschäft bei Gericht kennen. Auch die Teilnahme an internen Veranstaltungen für Associates steht dem Nachwuchs offen. Referendare und Praktikanten bekommen so einen guten Einblick in die anwaltliche Arbeit. Einige vergleichbare Kanzleien bieten mit strukturierten Programmen jedoch eine ausgefeiltere Ausbildung an.

Berufseinsteiger willkommen. Wer bei Lubberger einsteigen will, sollte am besten Erfahrung im IP oder Vertriebsrecht mitbringen. Trotzdem sind Berufsanfänger gern gesehen. Die Kanzlei hat für sie einen klaren Karriereweg vorgesehen, der vor allem an die Berufserfahrung geknüpft ist: Ab dem dritten Jahr tragen die jungen Anwälte den Titel ‚Senior Associates‘ und stehen dann auch auf dem Kanzleibriefkopf. Ab dem sechsten Jahr steht die Entscheidung zum Eintritt in die Partnerschaft an. Ein möglicher Zwischenschritt ist die Assoziierte Partnerschaft und der Counsel-Status. Letzterer ist auch alternativer Karriereweg abseits des Partnertracks. Die Karriere der Associates hat ein Mentor im Blick, der in halbjährlichen Gesprächen Rückmeldung zur Arbeit gibt. „Sehr gute Feedbackkultur und enge Zusammenarbeit“, fasst es ein Associate zusammen.

Stand: Druckausgabe von azur100 2020 (Erscheinungstermin: 5. März 2020). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.