azur100
04.03.2021 | Autor/in: Melanie Müller
Themen in diesem Artikel:

Lindenpartners – Top-Arbeitgeber – Platz 41

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Lob von den eigenen Associates

„Sehr angenehme, menschliche Arbeitsatmosphäre. Ich fühle mich wohl und wertgeschätzt.“

„Hier wird man herzlich aufgenommen“

„Eine super flexible Reaktion auf die Corona-Krise“

Kritik von den eigenen Associates

„Interne Weiterbildung könnte noch etwas strukturierter ablaufen“

„Mehr Frauen zu Partnerinnen machen“

Was externe Juristen über Lindenpartners sagen

„Gutes Betriebsklima, gute Chancen für junge Anwälte“

„Aufstrebend; hat ein deutliches Profil“

„Moderne Kanzlei, bei Legal Tech versiert“

Highlights Praktikum und Referendariat
  • Starke Einbindung in die Mandatsarbeit
  • Referendare und Praktikanten sind Bestandteil der Legal-Tech-Arbeitsgruppe
  • Vierteljährliche Moot Courts
Highlights Ausbildung und Karriere
  • Legal-Tech-Arbeitsgruppe und Coding-Kurse
  • Interne fachliche Fortbildungsveranstaltungen
  • Lernen direkt in Mandaten mit hohem Niveau
Highlights Diversity
  • Mitinitiatorin von #stayonboard
  • Programm zur Karrierebegleitung von Frauen

Berliner Kanzlei mit Fintech-Know-how

Gelebter Teamspirit. „Lindenpartners passt einfach zu Berlin: Genauso wie ich mir ein Leben in einer anderen Stadt nicht mehr vorstellen kann, kann ich mir das Arbeiten in einer anderen Kanzlei nicht mehr vorstellen“, schwärmt ein Associate in der aktuellen azur-Umfrage. Wer nicht nur ein Faible für die Hauptstadt, sondern auch noch für Kryptowährung, Fintechs und nachhaltige Finanzierungen hat, ist bei Lindenpartners gut aufgehoben. Insgesamt zeigen sich die Associates mit ihrer Arbeitgeberin in der azur-Umfrage rundum zufrieden und vergeben für Betriebsklima, Weiterbildungsangebot und Vereinbarkeit von Karriere und Familie überdurchschnittlich gute Noten.

Auch virtuell mit dabei. Schon Praktikanten und Referendare bindet die Kanzlei früh in Mandate ein. Feste Programme für sie gibt es nicht, dafür viel Praxisbezug. So begleiten die Nachwuchsjuristen die Anwälte etwa auch zu Gerichtsterminen. Zudem steht ihnen ein erfahrener Associate als Mentor zur Seite. Referendare können in einem Fachbereich, zum Beispiel der Litigation-Praxis, die Anwaltsstation verbringen oder zwischen den Teams rotieren. Sie sind mit Laptops ausgestattet und können so an virtuellen Lunch-Videocalls mit den Anwälten, aber auch an Mandantengesprächen teilnehmen.

Legal Tech ist gelebter Alltag. Lindenpartners engagiert sich stark im Bereich Legal Tech und programmiert Anwendungen für eigene Arbeitsprozesse und für Mandanten. So haben Associates zum Beispiel ein DSGVO-Tool oder einen Lotsen für Kurzarbeitergeld maßgeblich konzipiert. In der azur-Umfrage betont ein Anwalt „das echte Vertrauen, welches die Partner in die Ideen von Associates setzen“. Über mehrmonatige Coding-Kurse können sich Anwälte spezielles Wissen aneignen. Einige der Anwälte sind selbst ausgebildete Softwareentwickler. Selbst programmieren können muss aber nicht jeder. Das Verständnis für Programme und Anwendungen sowie entsprechende Softwarelösungen sollten Bewerber jedoch mitbringen.

Die Mischung macht’s. Ein Associate lobt in der azur-Umfrage die Ausbildung „on the Job“, die er als „eine gute Mischung aus eigenverantwortlichem Arbeiten und Anbindung an einen Partner“ wahrnimmt. Die Associates loben zudem die Offenheit für verschiedene Fortbildungen und individuelle Seminarwünsche. Neu ist ein Soft-Skills-Trainingskonzept, das alle drei Monate stattfindet. Neben internen Fachseminaren bietet die Kanzlei auch Workshops zu Themen wie Unconcious Bias an. Insgesamt sind die Associates mit der Weiterbildung recht zufrieden und wünschen sich in der azur-Umfrage nur vereinzelt „mehr Struktur“.

Familiensinn. Viel Lob gibt es für die „gelebte Work-Life-Balance“, die „große Akzeptanz für Teilzeitmodelle und Homeoffice“ und den „sehr fairen Workload“. Ein Associate hebt hervor, dass Lindenpartners „echtes Verständnis für die Schwierigkeiten, die ein Alltag mit Kindern und Anwaltsberuf mit sich bringt“ habe. Die Kanzlei will Remote-Working Corona-unabhängig weiterführen. Um den sozialen Kontakt zu fördern, sollen die Anwälte an einzelnen Tagen ins Büro kommen – ansonsten steht es ihnen frei, flexibel und mobil zu arbeiten. Für die Arbeit vor Ort gibt es neuerdings vier verschiedene Bürolandschaften und die Anwälte können je nach Belieben über eine App einen Platz im Einzel- oder Großraumbüro buchen. Die etwa 49 Arbeitsstunden in der Woche, die die Associates laut Umfrage arbeiten, liegen drei Stunden unter dem Marktdurchschnitt. Angebote wie Yogakurse und eine Tischtennisplatte in den Kanzleiräumen sowie Sabbaticals runden die gute Work-Life-Balance ab.

Einstieg und Bewerbung
Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Karriere und Partnerschaft
Einstieg und Bewerbung

Neueinstellungen Volljuristen 2021: 4 bis 8

Neueinstellungen weitere Juristen 2021 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Referendarplätze 2021: 20              

Praktikumsplätze 2021: 8

Wie die meisten Kanzleien erwartet Lindenpartners sehr gute Noten, erste Berufserfahrungen sieht die Sozietät ebenfalls gerne. Unternehmerisches Denken wird vorausgesetzt. Das Bewerbungsverfahren beginnt regelmäßig mit einem Erstgespräch mit zwei Partnern. Schafft ein Bewerber es in die nächste Runde, erhält er die Gelegenheit, eine Reihe von weiteren Partnern und Associates kennenzulernen.

Die Kanzlei auf einen Blick

Standort in Deutschland: Berlin

Internationale Präsenz: Lindenpartners hat kein eigenes Büro im Ausland und arbeitet in internationalen Mandaten mit befreundeten ausländischen Kanzleien zusammen.

Anwälte in Deutschland: 16 Vollpartner, 3 Non-Equity-Partner, 15 Associates und 2 Projektjuristen

Frauenanteil Anwälte: 35,3 %

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine

Umsatz in Deutschland 2019: azur liegen keine Informationen vor.

Umsatz pro Berufsträger in Deutschland 2019: azur liegen keine Informationen vor.

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: nach Vereinbarung

Referendare: bis zu 700 Euro/Wochenarbeitstag

Associates:

1. Jahr: 90.000 Euro

2. Jahr: 92.000 Euro

3. Jahr: 97.000 Euro

4. Jahr: 105.000 Euro

5. Jahr: 115.000 Euro

6. Jahr: 130.000 Euro

Karriere und Partnerschaft

Bei Lindenpartners erreichen Associates nach etwa fünf Jahren die Zwischenstufe des Assoziierten Partners. Erst 2019 schuf die Kanzlei diese Zwischenstufe, bei der Kandidaten formal angestellte Anwälte sind. Ihre Vergütung auf dieser Karrierestufe bemisst sich jedoch stärker nach Leistung. Die Associates bewerten ihre Karrierechancen bei Lindenpartners in der azur-Umfrage als überdurchschnittlich gut. Die Entwicklung und Aufstiegsmöglichkeiten jüngerer Anwälte besprechen die Partner in jährlichen Feedbackgesprächen. Auf dem Weg zur Partnerschaft werden die Anwälte „im Rahmen eines strukturierten Prozesses beim Business Development unterstützt und erhalten monatlich Feedback“, so ein Umfrageteilnehmer. „Man kann sich bei den Mandanten einen Namen machen, anstatt sich hinter den Partnern verstecken zu müssen“, berichtet ein weiterer. 2019 hat Lindenpartners einen Vollpartner ernannt und 2020 einen Assoziierten Partner.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.