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29.10.2021 | Autor/in: Markus Lembeck
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JUVE Awards: Auszeichnungen für die besten Kanzleien des Jahres

Der JUVE Verlag hat die Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen des Jahres 2021 prämiert. Am Donnerstagabend war die Alte Oper in Frankfurt erneut Schauplatz der Preisverleihungen. Als ‚JUVE Kanzlei des Jahres‘ wurde Noerr ausgezeichnet. Der Award ‚Kanzlei des Jahres für den Mittelstand‘ ging an Ebner Stolz Mönning Bachem, den ‚Gründerzeit Award‘ erhielt die Hamburger Kanzlei Baumann Resolving Disputes. Zum ‚Inhouse-Team des Jahres‘ wurde die Rechtsabteilung von Daimler gekürt.

Jedes Jahr verleiht der JUVE Verlag, dem die azur-Redaktion angehört, Awards in insgesamt 18 Preiskategorien. Davon waren 15 Kanzleien und 3 Rechtsteams in Unternehmen. Im Vorjahr fand die Preisverleihung komplett Online statt. Unter strengen Hygieneauflagen kehrten die JUVE Awards 2021 nun in die Alte Oper zurück. Gleichzeitig wurde das Event im Internet gestreamt.

Noerr wird Kanzlei des Jahres

Die zentrale Auszeichnung als ‚Kanzlei des Jahres‘ verlieh die JUVE-Redaktion an die deutsche Großkanzlei Noerr. Bereits im Vorjahr nominiert, konnte Noerr 2021 die Früchte ihrer Strategie für Aus- und Umbau ernten. Ein Blick auf die Mandate seit Beginn der Corona-Pandemie belegt den Aufstieg. Sowohl bei der Rettung von Tui als auch bei der Wirecard-Insolvenz stand Noerr in der allerersten Reihe. Zudem verstehe es die Kanzlei, sich auf Partnerebene kontinuierlich zu verjüngen, heißt es in der Laudatio: „So verschafft sich Noerr die perfekte Basis für langfristigen Erfolg und ist zugleich für Quereinsteiger eine attraktive Adresse.“

Ebner Stolz als Mittelstandskanzlei ausgezeichnet

Den Preisträger in der Kategorie ‚Kanzlei des Jahres für den Mittelstand‘ kannte man früher vor allem als Top-Adresse für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Beim konsequenten Ausbau ihres Rechtsberatungszweigs macht Ebner Stolz vieles richtig. Größer und leistungsfähiger sind jetzt nicht zuletzt die Teams für M&A und Gesellschaftsrecht. Den Mandanten kommt die nahtlose Zusammenarbeit mit den Steuerteams und eine engere Vernetzung der Standorte zugute.

Award für eine erfolgreiche Kanzleigründung

Den ‚Gründerzeit-Award‘ erhält Baumann Resolving Disputes. Die JUVE-Redaktion zeigte sich beeindruckt, wie nachhaltig die Kanzlei nach dem Start im Mai 2019 expandierte. Zwei frisch ernannte Partnerinnen beweisen die Entschlossenheit, sich fest im Markt zu verankern. Dass die anerkannte Namensgeberin Prof. Dr. Antje Baumann im prominenten Schiedsverfahren zur Pkw-Maut für den Vorsitz des Tribunals ausgewählt wurde, bestätigt die hohe fachliche Kompetenz.

Die besten Unternehmensjuristen

Die Rechtsabteilung von Daimler wird für ihren grundlegenden Wandel mit dem Award ‚Inhouse-Team des Jahres‘ ausgezeichnet. Laut der Laudatio arbeiten die Juristen „heute so agil und vernetzt mit den operativen Abteilungen zusammen, dass es fast schwerfällt, genaue Außengrenzen zu ziehen“. Auch beim Einsatz von Legal Tech ist Daimler ganz vorne dabei, nicht zuletzt, um ihre Prozessvertreter in mehr als 20.000 Dieselverfahren selbst zu steuern.

Alle Sieger und Nominierten

Wie werden die Gewinner ausgewählt?

Die JUVE Redaktion recherchiert ganzjährig und umfassend im Rechtsmarkt, auch die azur-Publikationen zählen dazu. Als Grundlage für die JUVE Awards, bei denen die Kanzleien besonders für ihre dynamische und fachliche Entwicklung im Marktvergleich ausgezeichnet werden, dient das JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2021/2022. Dessen Recherche bildet das Fundament für die Auszeichnungen des Abends. 

Im JUVE Handbuch findet ihr ausführliche Informationen und Analysen zu rund 750 Wirtschaftskanzleien in Deutschland. Rankings in einer Vielzahl von Rechtsgebieten von Arbeitsrecht bis Wirtschaftsstrafrecht sowie  den Regionen geben detaillierte Auskunft über den deutschen Markt der Wirtschaftskanzleien.

 

Spendengala unterstützt Hilfsorganisationen

Auch 2021 ist bei den JUVE Awards die Unterstützung von Hilfsorganisationen ein wichtiges Anliegen. Durch Spenden von Nominierten und Teilnehmern in Höhe von 211.350 Euro können erneut zwei gemeinnützige Projekte unterstützt werden. 116.050 Euro gehen an das Hungarian Helsinki Committee, das sich für die Verteidigung der Rechtsstaatlichkeit und eine starke Zivilgesellschaft in Ungarn einsetzt und durch rechtliche und öffentliche Aktivitäten die Menschenwürde schützt. 95.300 Euro erhält der Verein Zweitzeugen. Er ermutigt junge Menschen durch die Vermittlung von Holocaust-Überlebensgeschichten, sich vertieft mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und sich aktiv gegen Antisemitismus und Rassismus zu wenden.