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23.07.2020 | Autor/in: Anika Verfürth

Juraklausuren: Gericht bestätigt Maskenpflicht

Auch bei mehrstündigen Klausuren in der Uni müssen Prüflinge einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das entschied nun das Kölner Verwaltungsgericht (Az. 6 L 1246/20).

Prüfungen und das juristische Staatsexamen in Zeiten der Corona-Krise bringen auch an der Universität Herausforderungen mit sich. Nachdem während des Lockdowns teilweise Prüfungen ausgesetzt wurden, finden inzwischen wieder welche statt. Allerdings nur mit Mund-Nasen-Schutz.

Dagegen hatte ein Jurastudent der Uni Köln geklagt. Er hatte in einem Eilantrag die Maskenpflicht bei Klausuren beanstandet und argumentiert, dass Abstandsregelungen im Klausurraum ausreichend seien und möglicherweise Plexiglasscheiben aufgebaut werden könnten.

Das Gericht entschied nun, dass der Schutz von Leben und Gesundheit der anderen Prüflinge vorrangig sei und das Prüfungsrecht dahinter zurücktreten müsse. Die Uni Köln beziehe sich auf eine Empfehlung des Robert Koch-Instituts, laut der eine Tröpfcheninfektion durch das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes reduziert werde.

Das Gericht wies auch darauf hin, dass nicht bestandene Prüfungen derzeit als nicht unternommen gelten und wiederholt werden können.

Etliche Bundesländer hatten zudem als Reaktion auf die Corona-Krise und den damit veränderten Bedingungen der Lehre das Sommersemester in diesem Jahr nicht in die Zahl der Semester bis zum Freischuss angerechnet. (Anika Verfürth; mit Material von dpa)