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22.05.2020 | Autor/in: Markus Lembeck

Jura-Statistik: Leichter Rückgang bei den Absolventen 2018

Mit gewohnt großer Verspätung ist jetzt die Absolventenzahl im Fach Jura für das Jahr 2018 bekannt geworden. Vor zwei Jahren haben nach Angaben des Bundesamts für Justiz 9.338 Studierende nach durchschnittlich 11,6 Semestern erfolgreich die erste Juristische Prüfung absolviert. Dies stellt gegenüber dem Höchststand im Jahr davor (9.721 Absolventen) einen leichten Rückgang dar.

Mit 58,1 Prozent liegt der Anteil der Frauen dabei auf dem Niveau der vergangenen fünf Jahre. Diese Zahl führt erneut die Dringlichkeit vor Augen, mit der Arbeitgeber auf die Belange von Bewerberinnen eingehen müssen. Die Bestnote „sehr gut“ wurde von lediglich 0,3 Prozent aller Geprüften erzielt. Die meisten Examinierten aus dem 2018er Jahrgang dürften mittlerweile im Referendariat sein und mit den Auswirkungen der Corona-Krise kämpfen.

In Lohn und Brot stehen inzwischen die Absolventen der zweiten Juristischen Staatsprüfung von 2018. Sie wurde von insgesamt 7.829 Personen erfolgreich abgelegt. Dies entspricht einem Anteil von über 85 Prozent aller Geprüften. Der Anteil der Frauen ist geringfügig auf 57,0 Prozent (2017: 56,8 Prozent) gestiegen und liegt damit in etwa auf dem Niveau des ersten Examens. Die Bestnote „sehr gut“ ist im zweiten Staatsexamen mit 0,1 Prozent noch seltener.

Das ebenfalls kürzlich veröffentliche Ranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) für das Jurastudium führt vor Augen, wie lang die Zeiträume sind, die in der juristischen Ausbildung gelten. Während die 2018 geprüften Studenten in der Mehrzahl um 2012 ihr Studium begonnen haben, werden die Studienanfänger von heute mehrheitlich in den Jahren 2025/26 das erste Staatsexamen hinter sich bringen. Nach dem Referendariat und üblichen Wartezeiten stehen sie dem Arbeitsmarkt erst ab 2028 als Volljuristen zur Verfügung. 

Externer Link: www.bundesjustizamt.de/justizstatistik