Latham & Watkins LLP

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WISSENSCHAFTLICHE MITARBEIT BEI LATHAM & WATKINS

M&A
Lennart Werbeck war bereits 2017 für ein Jahr als wissenschaftlicher Mitarbeiter Teil des Private Equity-Teams am Frankfurter Standort. Da es ihn für sein Referendariat nach Hamburg gezogen hat, wechselte er im Oktober 2018 an unseren Hamburger Standort. Da Latham & Watkins als One Firm-Firm auftritt und standortübergreifend tätig ist, arbeitet Lennart auch weiterhin mit den Corporate-Kolleg*innen der anderen Standorte zusammen. Von dieser Nebentätigkeit berichtet er im heutigen Erfahrungsbericht.
Lennart Werbeck, derzeit Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich M&A

Warum hast Du Dich für eine Tätigkeit im M&A-/PE-Bereich entschieden?

Die Praxisgruppe Private Equity lernte ich das erste Mal im Herbst 2017 kennen, als ich für den Zeitraum zwischen den schriftlichen und der mündlichen Prüfung des ersten Staatsexamens auf der Suche nach einer Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter war. Von Anfang an wurde ich direkt in die aktuelle Mandatsarbeit eingebunden und empfand das gesamte Transaktionsgeschäft schnell als äußerst spannend und sehr abwechslungsreich. Besonders gefällt mir am M&A-/PE-Bereich die projektbezogene Arbeit. Zwar kann der von vornherein abgesteckte Zeitrahmen mitunter zu erhöhter Arbeitsbelastung führen, allerdings gefällt mir daran gleichzeitig, dass man immer ein konkretes Ziel vor Augen hat. Letzteres spiegelt sich auch darin wider, dass man auf beiden Seiten der Transaktion mit hoch motivierten Menschen zusammenarbeitet, die alle sehr lösungsorientiert agieren. Daneben erachte ich den Austausch mit anderen Abteilungen als sehr gewinnbringend. Nahezu bei jeder Transaktion arbeitet man auch mit Anwält*innen aus anderen Rechtsgebieten zusammen. Dies führt automatisch dazu, dass man in nur kurzer Zeit die Kanzlei „als Ganzes“ wahrnimmt und schätzen lernt. Insgesamt fördert die Arbeit im Corporate-Bereich schließlich das eigene Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, die vielleicht im Rahmen des Studiums (oder Referendariats) nicht immer Berücksichtigung fanden.

 

Was waren Deine Aufgaben während Deiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Latham & Watkins?

Während der letzten Jahre durfte ich sowohl im Hamburger als auch im Frankfurter Büro unterstützen. Meine Arbeit beschränkte sich in dieser Zeit jedoch nicht auf diese zwei Büros. Bereits als wissenschaftliche/r Mitarbeiter*in oder Referendar*in hat man die Gelegenheit, insbesondere mit Anwält*innen aller vier deutschen Standorte und vereinzelt sogar mit ausländischen Büros zusammenzuarbeiten. Dabei setzt sich im Corporate-Bereich die Tätigkeit, neben allgemeinen Recherche- und Übersetzungsaufgaben, vor allem aus der Unterstützung bei sogenannten Due Diligence-Prüfungen – eine dem Unternehmens(-ver-)kauf vorgeschaltete Sorgfaltsprüfung – sowie dem Entwerfen und Überarbeiten von Schriftsätzen (z.B. Beschlüsse, Vollmachten oder Verträgen) zusammen. Ferner bieten sich Gelegenheiten, an notariellen Beurkundungen, Telefonaten mit Mandant*innen oder Teambesprechungen teilzunehmen. Insgesamt wurde ich vom ersten Tag an in den Arbeits- und Kanzleialltag eingebunden. Persönlich kann ich mich an keine Situation erinnern, in der ich „nur“ als wissenschaftlicher Mitarbeiter behandelt wurde. Dieses Maß an Professionalität und Kollegialität, welches einem kanzleiweit entgegengebracht wird, schätze ich sehr an Latham.

 

Welche Gründe spielten neben der thematischen Einbindung noch eine Rolle, um Dich für Latham & Watkins als Arbeitgeber zu entscheiden?

Das zusätzliche Angebot für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Referendar*innen ist bei Latham & Watkins wirklich sehr umfassend. An den einzelnen Standorten gibt es etwa mehrere Inhouse-Repetitorien und Klausurenkurse. Daneben kooperiert die Kanzlei mit Kaiserseminare und dem Juristischen Repetitorium Hemmer, um insbesondere in der Phase der Examensvorbereitung bestens zu unterstützen. Doch auch in fachlicher Hinsicht werden in den insgesamt vier deutschen Büros viele Möglichkeiten geboten, sich fortlaufend weiterzubilden. Dem Interesse an den verschiedenen Praxisgruppen der Sozietät kann beispielsweise im Rahmen von vortragsbegleiteten Lunch-Sessions oder morgendlichen Fach-Trainings nachgegangen werden. Wem das dann noch nicht reicht, der hat selbst als wissenschaftliche/r Mitarbeiter*in oder Referendar*in bereits die Möglichkeit, das kanzleiinterne Fortbildungsangebot #MyAdvancement zu nutzen. Doch auch der soziale Austausch kommt bei Latham nicht zu kurz. So lernt man auf regelmäßig stattfindenden Referendarabenden (z.B. beim Eisstockschießen, Speedboatfahren oder bei gemeinsamen Kochabenden), bei bürointernen Events (z.B. Public Viewing zur WM oder gemeinsame Teilnahme an der jährlichen J.P. Morgan Corporate Challenge) sowie Veranstaltungen der verschiedenen Praxisgruppen oder Committees in vergleichsweise kurzer Zeit die vielen Gesichter kennen, die die US-Kanzlei ausmachen.

 

Ist das Referendariat und eine wissenschaftliche Mitarbeit in eine Großkanzlei Deiner Meinung nach gut vereinbar?

Zur Vereinbarkeit der Nebentätigkeit mit dem Referendariat lassen sich nur schwer allgemeingültige Aussagen treffen. Grundsätzlich gilt nach meiner Erfahrung Folgendes: vorbehaltlich des gesetzlichen Rahmens des jeweiligen Bundeslandes sollte eine solche Nebentätigkeit eher zu Beginn des Referendariats ausgeübt werden; zu diesem Zeitpunkt ist das Examen noch weit genug weg und gegebenenfalls kann man so nochmal in einen bislang unbekannten Praxisbereich hineinschnuppern oder schon die Weichen für eine spätere Rechtsanwaltsstation stellen. Wichtig ist meines Erachtens auch, mit dem/r Ausbilder*in ganz offen darüber zu sprechen, dass man neben der Stationsarbeit noch einer Nebentätigkeit nachgeht und um Berücksichtigung bei der Aufgabenzuteilung zu bitten. Schließlich halte ich für eine referendariatsbegleitende Nebentätigkeit zwei bis drei Arbeitstage pro Woche für empfehlenswert. Falls man Latham als Kanzlei oder das gegebenenfalls neue Rechtsgebiet vorher noch nicht kannte, wird es bei nur einem Tag pro Woche schwer, einen ausreichend guten Einblick zu erhalten oder effektiv unterstützen zu können.

 

In einem Satz: Die Mitarbeit bei Latham & Watkins stellt eine ideale Möglichkeit dar, um neben dem Referendariat spannende Einblicke in die Praxis zu erhalten, die einen fachlich wie menschlich sehr bereichern.