azur100
06.03.2020 | Autor/in: Eva Lienemann
Themen in diesem Artikel:

Fieldfisher – Top-Arbeitgeber in Corporate

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Neueinstellungen Volljuristen 2020: 10 bis 15

Neueinstellungen weitere Juristen 2020 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 3

Referendarplätze 2020: 16    Praktikumsplätze 2020: 20

Standorte in Deutschland: Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und
München

Internationale Präsenz: Fieldfisher hat Büros in Europa (Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien), dem Nahen Osten, Russland, den USA und China.

Anwälte in Deutschland: 21 Vollpartner, 11 Non-Equity-Partner,
7 Counsel, 39 Associates und 3 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 39,5%

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 450 Euro/Wochenarbeitstag (vor dem 1. Examen), 700 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. und 2. Examen)

Referendare: 600 Euro/Wochenarbeitstag; max. 3.000 Euro/Monat

Associates
1. Jahr: 70.000 bis 90.000 Euro plus Bonus bis 20.000 Euro
2. und 3. Jahr: keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Aufbruchstimmung. Das kontinuierliche Wachstum der britischen Kanzlei hat auch die Corporate-Praxis gestärkt: „Es herrscht eine Aufbruchstimmung, an der jeder beteiligt sein will“, schreibt ein Fieldfisher-Anwalt in der azur-Associate-Umfrage. Auch insgesamt gehört die Mannschaft zu den zufriedeneren im Markt. Laut azur-Umfrage sind die jungen Anwälte in vielen Punkten – vom Betriebsklima über Niveau der Arbeit bis zu der Beurteilung der Partnerchancen – deutlich glücklicher als die Associates in anderen Kanzleien. Sie schwärmen von der „tollen Arbeitsatmosphäre“, „netten Kollegen“ und „flachen Hierarchien“.

Viel Spaß, wenig Geld. Beim Geld allerdings hört der Spaß auf. Die Bezahlung empfinden einige Associates, die an der azur-Umfrage teilgenommen haben, als zu niedrig. Tatsächlich liegt Fieldfisher einige tausend Euro unter dem, was britische Wettbewerberinnen wie Bird & Bird oder Clifford Chance zahlen. Dafür arbeiten die Associates aber auch weniger, zumindest verglichen mit anderen Transaktionspraxen. Mit laut azur-Umfrage rund 52 Wochenstunden liegen die Fieldfisher-Associates sogar ganz leicht unter dem marktüblichen Durchschnitt aller Kanzleien. Und sie vergeben sowohl für die Arbeitsbelastung als auch die für Work-Life-Balance überdurchschnittlich gute Noten. Außerdem loben viele Umfrageteilnehmer, dass sich Karriere und Familie dank Teilzeitarbeit und Homeoffice-Angeboten gut vereinbaren ließen.

Wo das Wünschen wieder hilft. Was die Weiterbildung ihrer Associates angeht, so hat Fieldfisher auf Kritik aus dem Vorjahr reagiert und nach Berufserfahrung gestaffelte Seminare eingeführt. Trainings gibt es nun jeweils für jüngere und erfahrenere Anwälte, behandelt werden Themen wie Zeit- und Legal-Project-Management, aber auch der überzeugende Auftritt vor Gericht. Das kommt bei den jungen Anwälten gut an, wie die azur-Umfrage zeigt. Zudem veranstaltet die Kanzlei seit 2019 alle zwei Jahre einen Associate-Tag, bei dem sich die gesamte Associate-Mannschaft versammelt und gemeinsam Ideen dazu entwickelt, wie man die Kanzlei verbessern kann. Ein Wunsch ging bereits in Erfüllung: Die jungen Anwälte erhalten künftig quartalsweise Feedback statt nur einmal pro Jahr. „Besonders positiv fällt mir immer wieder auf, dass jeder Associate ernst genommen wird und Teil des Ganzen ist“, schreibt ein Umfrageteilnehmer.

Lehrreicher Sommer. Das 2018 eingeführte Sommerpraktikum – Moot Court und Besuch einer Rechtsabteilung inklusive – bietet Fieldfisher nun an allen Standorten an. Zudem hebt sich die Kanzlei mit einem Klausurentraining für Praktikanten bei einem Repetitor von Wettbewerbern ab. Referendare besuchen gemeinsam mit den Associates Fachvorträge und können an Kaiserseminaren teilnehmen. Ausgewählte Referendare können außerdem eine Station in einem europäischen Auslandsbüro absolvieren. Ehemalige Praktikanten und Referendare loben in der azur-Umfrage die „sehr intensive Einbindung“ und „vielfältige und spannende Aufgaben“. 

Stand: Druckausgabe von azur100 2020 (Erscheinungstermin: 5. März 2020). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.