azur100
04.03.2021 | Autor/in: Melanie Müller
Themen in diesem Artikel:

EY Law – Top-Arbeitgeber im Osten

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Die Kanzlei auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: ca. 30

Neueinstellungen weitere Juristen 2021 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): ca. 10

Referendarplätze 2021: ca.17           Praktikumsplätze 2021: ca. 29

Standorte in Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Eschborn/Frankfurt, Essen, Freiburg, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Köln, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart

Internationale Präsenz: EY Law ist in mehr als 80 Ländern weltweit vertreten.

Anwälte in Deutschland: 21 Vollpartner, 17 Non-Equity-Partner, 28 Senior-Manager, 50 Manager, 50 Senior Consultants, 4 Consultants

Frauenanteil Anwälte: 50,5 %

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 20 (12 Frauen)

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 12 Euro/h (vor dem 1. Examen), 15 bis 18 Euro/h (nach dem 1. Examen), 20 bis 25 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 300 bis 500 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. bis 3. Jahr: keine Angaben

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Grundzufrieden. EY Law, der Rechtsberatungsarm der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat 2020 deutschlandweit mehr als 40 Volljuristen eingestellt und plant auch 2021 mit rund 30 Neuzugängen. „Die multidisziplinäre Herangehensweise von EY Law ist das Beratungsfeld der Zukunft“, schreibt ein Teilnehmer der azur-Associate-Umfrage. Insgesamt sind die Anwälte zufrieden mit ihrem Arbeitgeber, den sie insbesondere für Betriebsklima und Personalführung durch Vorgesetzte mit einer guten Note belohnen. Abstriche gibt es bei der Aus- und Weiter­bildung, deren Note deutlich unter dem Marktdurchschnitt liegt.

Breites Angebot, das nur wenige kennen. Dabei bietet EY Law neben fachspezifischen Kursen auch eine Reihe von Soft-Skills- und Persönlichkeitstrainings, in der Regel immer auf die jeweilige Karrierestufe abgestimmt. Außerdem trägt EY Law die Kosten für den Fachanwaltslehrgang. Einmal zum Fachanwalt ernannt, können die Anwälte an weiteren Trainings für ihr Fachgebiet teilnehmen. Wer besonders ehrgeizig ist, hat die Möglichkeit, Secondments mit mehrmonatigem Auslandsaufenthalt in EY Law-Büros zu machen. Doch das Angebot genügt den Associates offenbar nicht. Ein Umfrageteilnehmer wünscht sich „verstärkt speziell juristische Ausbildungsangebote“, andere mehr Soft-Skills-Schulungen – aktuell, so gibt es die Kanzlei selbst zu, wird dieses Angebot bislang noch nicht genügend kommuniziert. Praktikanten und Referendare arbeiten bei EY Law überwiegend ‚on the Job‘, ein strukturiertes Programm gibt es bis dato nicht.

Viele Stufen auf der Karriereleiter. Ihre Chancen auf die Vollpartnerschaft wie auch alternative Karrierewege bewerten die Umfrageteilnehmer im Marktvergleich leicht überdurchschnittlich, und die Kanzlei hat tatsächlich 2020 drei Vollpartner ernannt. Aber auch in diesem Punkt fordern die Associates in der azur-Umfrage: „klare transparente Voraussetzungen kommunizieren für den Aufstieg“. Ausgangspunkt ist der ­Senior Consultant. Auf dem Weg zur Vollpartnerschaft sieht die Kanzlei mehrere Zwischenstufen vor, die die Anwälte weniger nach einer festen Vorgabe an Berufsjahren als nach dem individuellem Leistungsstand erreichen: Manager, Senior-Manager, Director und Associated Partner. Als Senior-Manager können die Anwälte auch dauerhaft bei EY arbeiten. Mit einem Mentorenprogramm und regelmäßigem Feedback erfüllt EY Law den Marktstandard.

Work und Life in Balance. Zwar ist bei den Noten der Associates für die Vereinbarkeit von Karriere und Familie und die Work-Life-Balance noch Luft nach oben, im Marktvergleich schneidet EY Law hier jedoch überdurchschnittlich ab. Die Anwälte arbeiten laut azur-Umfrage im Durchschnitt 49 Stunden pro Woche, das sind drei Stunden weniger als in anderen Kanzleien. Sie loben flexible Arbeitsmodelle, die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, Teilzeitmodelle und Sabbaticals. Daneben freuen sie sich über „Unterstützung im privaten Bereich“, etwa bei der Suche nach einem Kita-Platz oder Haushaltshilfen, die über eine Agentur läuft.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.


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