azur100
04.03.2021 | Autor/in: Helena Hauser
Themen in diesem Artikel:

Deutsche Bank – Top-Arbeitgeber in Frankfurt und Hessen

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Das Unternehmen auf einen Blick
Vergütung
Das Unternehmen auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: bis zu 10

Neueinstellungen weitere Juristen 2021 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Referendarplätze 2021: ca. 10           Praktikumsplätze 2021: ca. 10

Standorte in Deutschland: Frankfurt (zentrale Rechtsabteilung), Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart

Internationale Präsenz: Juristen arbeiten weltweit in der Rechts­abteilung der Deutschen Bank. Deutsche Juristen werden – auch zur Ausbildung – projektabhängig an ausländische Standorte entsandt, etwa nach London, New York, Singapur oder Tokio.

Volljuristen in Deutschland: 126 in der Rechtsabteilung

Frauenanteil in der Rechtsabteilung: 40,2 %

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 6 (4 Frauen)

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: keine Angaben

Referendare: max. 1.650 Euro/Monat

Syndikusanwälte

1. Jahr: 75.000 plus Bonus bis 7.500 Euro

2. und 3. Jahr: keine Angaben

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Für jeden was dabei. Ob Bank- und Finanzrecht, M&A oder Vertragsrecht – die Mitarbeiter in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank decken viele Themen ab, und auch außerhalb der Rechtsabteilung sind Anwälte im Einsatz. Mit ihren Arbeitsinhalten sind die Inhouse-Juristen laut azur-Umfrage im Schnitt zufriedener als ihre Kollegen in anderen Rechts­abteilungen. Die Euphorie zieht sich jedoch nicht durch alle Bereiche. Auch wenn einige in der azur-Umfrage Bestnoten geben in puncto Gesamtzufriedenheit, liegt diese im Schnitt unter dem Marktmittel. Vor allem der interne Umbau, den die Bank Ende 2019 ankündigte, beschäftigt die Anwälte. „Die Karriereperspektive ist schwierig“, meint ein Syndikus in der azur-Umfrage.

Ausbildung in Eigenregie. Ein festes Ausbildungsprogramm gibt es für den Nachwuchs nicht. Zweiwöchentlich stattfindende Fachvorträge und ein monatlicher fachübergreifender Austausch zu aktuellen Themen bilden eine Grundlage. Beim neuen Mentoring-Programm tauschen sich ein erfahrener und ein junger Anwalt unter anderem über die nächsten Karriereschritte aus. Für alles Weitere ist jedoch Initiative gefragt – wer die internen Aus- und Fortbildungsseminare wie Rhetorikkurse oder Projektmanagement oder externe Weiterbildungen besuchen will, muss sich kümmern. Hier wünschen sich einige Anwälte in der azur-Umfrage: „mehr Weiterbildungen ermöglichen und aktiv zulassen“. Mit ihrer Ausbildung sind die Anwälte nur mäßig zufrieden. Im Vergleich bieten einige andere Unternehmen mehr.

Vorbereitet ins Praktikum. Wer bei der Deutschen Bank als Praktikant durchstarten will, sollte Grundwissen mitbringen und das Grundstudium in der Tasche haben. Theoretische Ausbildung vermitteln die fachlichen Treffen der Syndizi, an denen sie teilnehmen. Praktische Erfahrung sammeln sie durch die Einbindung in die tägliche Arbeit, etwa bei der Vertragsgestaltung. „Viele spannende Einblicke und Möglichkeiten, sich einzubringen“, lobt ein ehemaliger Praktikant in der azur-Bewerberumfrage. Referendare können sich darüber hinaus mit Aktenvorträgen auf ihr Examen vorbereiten und sind stärker ins Tagesgeschäft eingebunden.

Bessere Arbeitszeiten. Mit gut 45 Stunden arbeiten die Syndizi laut azur-Umfrage gut eine Stunde weniger als der Marktdurchschnitt. Trotzdem sind sie mit ihrer Arbeitsbelastung und Work-Life-Balance unzufriedener als ihre Kollegen in anderen Rechtsabteilungen. Dabei bietet die Deutsche Bank flexible Arbeitsmodelle, und die Juristen können frei wählen, wo sie arbeiten. „Unkomplizierte Gleitzeit und Mehrarbeitsabbau“ lobt ein Umfrageteilnehmer, ein anderer das „mobile Arbeiten und Teilzeitarbeit“. Von konzernübergreifenden Schulungsangeboten, etwa zum Thema Pflege von Angehörigen oder ‚Mental Health‘, profitieren die Juristen ebenso wie vom Betriebskindergarten sowie Elternzeit- und Teilzeitmodellen. Die Zufriedenheit in puncto Vereinbarkeit von Familie und Karriere fällt in der azur-Umfrage trotz allem nur mittelmäßig aus.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.