azur100
06.03.2020 | Autor/in: Helena Hauser
Themen in diesem Artikel:

Brandi – Top-Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Neueinstellungen Volljuristen 2020: 2

Neueinstellungen weitere Juristen 2020 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Referendarplätze 2020: 20    Praktikumsplätze 2020: 20

Standorte in Deutschland: Bielefeld, Detmold, Hannover, Gütersloh, Minden und Paderborn

Internationale Präsenz: Die Kanzlei ist im internationalen Netzwerk Pangea organisiert und verfügt darüber hinaus über eine enge Beziehung zu Partnerkanzleien in Paris und Peking.

Anwälte in Deutschland: 53 Vollpartner, 7 Counsel, 25 Associates und 2 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 19,5%

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 6 (davon 4 Frauen)

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 22 Euro/h (nach dem 1. Examen)

Referendare: keine Angaben

Associates
1. Jahr: 55.000 bis 75.000 Euro plus Bonus
2. und 3. Jahr: keine Angaben

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Und Bielefeld gibt’s doch. Brandi ist mit seinen sechs Standorten in Ostwestfalen fest verwurzelt – von dem Büro im niedersächsischen Hannover einmal abgesehen. Jungen Juristen gefällt die Kanzlei oft schon im Referendariat und Praktikum – rund 70 Prozent der Brandi-Associates, die an der azur-Umfrage teilgenommen haben, waren schon als Referendare bei Brandi tätig. Dass die jungen Anwälte laut azur-Umfrage sowohl mit ihrem Arbeitgeber insgesamt als auch mit Details wie dem Betriebsklima, den Arbeitsinhalten und den Karrieremöglichkeiten überdurchschnittlich zufrieden sind, ist daher wenig überraschend. „Gute Arbeitsatmosphäre, realistische Partnerchancen und unmittelbarer Mandantenkontakt von Anfang an“, lobt ein Associate.

Referendarausbildung regional. Wie die Arbeit eines Anwalts aussieht, erleben Referendare und Praktikanten bei Brandi vor allem durch praktische Arbeit. Ein fester Ansprechpartner bindet sie von Anfang an in die tägliche Arbeit ein. Referendare bildet Brandi meist in einem Fachbereich aus. Daneben können sie die internen Kanzleiveranstaltungen und Associate-Seminare inklusive Englischkurs besuchen. Ein Repetitorium für die Examensvorbereitung gibt es zwar nicht, nach Bedarf können die angehenden Anwälte aber Aktenvorträge mit erfahrenen Brandi-Anwälten üben.

Von Detmold in die Welt. Auch wenn Brandi starke regionale Wurzeln hat, können Junganwälte internationale Arbeitserfahrungen sammeln und für einige Monate in einer der ausländischen Partnerkanzleien arbeiten. Dass Brandi-Anwälte sehr spezialisiert in ihren Fachbereichen arbeiten, fängt schon in der Aus- und Fortbildung an. Brandi fördert das Fachwissen ihres Nachwuchses durch den Erwerb eines Fachanwaltstitels. Ansonsten sorgt das Fortbildungspaket mit einem Mix aus internen und externen Workshops und Veranstaltungen für Wissen auch über das Fachliche hinaus, etwa durch BWL- und Kommunikationstrainings. Ein Großteil der Ausbildung findet dabei on the Job statt – Associates loben in der azur-Umfrage die „selbstständige Mandatsbearbeitung“ und sind mit ihrer Ausbildung überdurchschnittlich zufrieden.

Zeit fürs Private. Zufriedener als der Durchschnitt ist der Nachwuchs laut azur-Associate-Umfrage auch mit seiner Work-Life-Balance und seiner Arbeitsbelastung. Mit rund 51 Stunden liegt die Wochenarbeitszeit der jungen Anwälte gut zwei Stunden unter dem derzeit üblichen Durchschnitt in Kanzleien. Die Vereinbarkeit von Karriere und Familie ermöglichen auch Teilzeitarbeit und feste Homeoffice-Tage. Alleine auf Vollpartnerebene arbeiten sechs Anwälte in Teilzeit. Trotzdem wünschen sich Associates in der azur-Umfrage vereinzelt eine „effizientere Förderung von Teilzeitarbeit und Homeoffice“. Das könnte sich auch positiv auf den Frauenanteil auswirken, der bei unter 20 Prozent liegt – in der Partnerschaft sind es noch weniger. Dementsprechend fällt die Zufriedenheit beim Thema Gleichbehandlung unterdurchschnittlich aus.

Stand: Druckausgabe von azur100 2020 (Erscheinungstermin: 5. März 2020). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.