azur100
04.03.2021 | Autor/in: Johanna Heidrich
Themen in diesem Artikel:

Beiten Burkhardt – Top-Arbeitgeber in Bayern

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Die Kanzlei auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: 25 bis 35

Neueinstellungen weitere Juristen 2021 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Referendarplätze 2021: 65               Praktikumsplätze 2021: 30 bis 50

Standorte in Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München

Internationale Präsenz: Beiten Burkhardt hat eigene Büros in Brüssel, Moskau und Peking. Zudem arbeitet sie eng mit befreundeten westeuropäischen und amerikanischen Kanzleien zusammen.

Anwälte in Deutschland: 60 Vollpartner, 119 Non-Equity-Partner, 6 Counsel, 82 Associates und 5 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 31,2 %

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 2 (2 Frauen)

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 15 Euro/h (vor dem 1. Examen), 20 Euro/h (nach dem 1. Examen), 25 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 700 Euro/Wochenarbeitstag; max. 3.500 Euro/Monat

Associates

1. Jahr: 80.000 bis 90.000 Euro plus Bonus bis 20.000 Euro

2. Jahr: bis 92.500 Euro plus Bonus bis 20.000 Euro

3. Jahr: bis 95.000 Euro plus Bonus bis 20.000 Euro

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine Angaben

Über den Arbeitgeber

Ausgeklügelte Ausbildung. Beiten Burkhardt hat ihre Wurzeln in München, ist als Full-Service-Kanzlei mit mehreren Standorten im In- und Ausland jedoch weit über den bayerischen Markt hinaus aktiv. Großen Wert legt die Kanzlei auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Die eigene Akademie, die sie zusammen mit der Bucerius Law School anbietet, kommt bei den Associates in der azur-Umfrage gut an. Je nach Erfahrung können sie hier aus rund 20 Seminaren zu Themen wie Rhetorik oder Netzwerken wählen. Teilnehmer loben die „umfangreichen Angebote, die zielgerichtet und stufengerecht genutzt werden können“.

Praktische Einbindung ist teamabhängig. Praktikanten können bei Beiten für vier bis acht Wochen den Kanzleialltag kennenlernen. Genau wie die Referendare arbeiten sie mit einem Mentor zusammen, der ihnen bei Fragen hilft und sie in die Mandatsarbeit einbezieht. Für Referendare gibt es zudem eine Onlineplattform zur Vorbereitung aufs Examen. Die praktische Einbindung läuft laut azur-Bewerberumfrage unterschiedlich gut. Während einige Praktikanten „die gute Zeit bei Beiten“ und den „thematisch breiten Einblick in verschiedene Rechtsgebiete“ loben, kritisieren Ex-Referendare die „mangelnde Einbindung ins Team sowie in die praktische Arbeit“ und die „steife, teamabhängige Atmosphäre“. Auch einige der angestellten Anwälte wünschen sich „regelmäßigeren Mandantenkontakt“ und die Möglichkeit, eigenständiger zu arbeiten. Ein Teilnehmer der azur-Associate-Umfrage fasst es so zusammen: „Gute Kanzlei – aber es hapert bei einigen Partnern an der Bereitschaft zur Übertragung von Verantwortung.“

Punkte für die Arbeitszeit. Mit rund 48 Stunden wöchentlich arbeiten die Beiten-Associates laut azur-Umfrage vier Stunden weniger als der Marktdurchschnitt. Damit sind sie zufrieden und loben die „Arbeitsbelastung mit Augenmaß“ und die „flexiblen Arbeitszeiten.“ Zudem besteht für alle die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Dieses Angebot nehmen eine Vollpartnerin und mehrere Salary-Partner in Anspruch. So positiv die Associates ihr Arbeitspensum bewerten, so negativ fallen die Noten für das Gehalt aus. Ein Teilnehmer beklagt zum Beispiel die „sehr zögerliche und wenig transparente Gehaltspolitik“. Auch insgesamt sind die Anwälte etwas weniger zufrieden als der Marktdurchschnitt.

Wenige Frauen an der Spitze. Unter den 60 Vollpartnern sind nur zwei Frauen. Seit Anfang 2020 erarbeitet deshalb eine Diversity-Beraterin ­zusammen mit Beiten-Anwältinnen Möglichkeiten, Frauen besser zu fördern, entsprechende Maßnahmen sollen folgen. Bisher vergeben die Associates für die Gleichbehandlung der Geschlechter keine guten Noten, haben aber auch Verbesserungsvorschläge: „spezielles Networking-Medium für Frauen“, „Teilzeitpartnerschaft stärker fördern“ und „Wiedereinstieg nach Elternzeit erleichtern“.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.


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