azur100
04.03.2021 | Autor/in: Anika Verfürth
Themen in diesem Artikel:

Arqis – Top-Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Die Kanzlei auf einen Blick
Vergütung
Die Kanzlei auf einen Blick

Neueinstellungen Volljuristen 2021: 6 bis 10

Neueinstellungen weitere Juristen 2021 (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 4 bis 6

Referendarplätze 2021: 8 bis 10        Praktikumsplätze 2021: 3 bis 5

Standorte in Deutschland: Düsseldorf und München

Internationale Präsenz: Die Kanzlei hat ein eigenes Büro in Tokio, darüber hinaus verfügt sie über ein Netzwerk mit weiteren ausländischen Kanzleien.

Anwälte in Deutschland: 6 Vollpartner, 9 Non-Equity-Partner, 5 Counsel, 20 Associates und 2 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 38,1 %

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 6 (5 Frauen)

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Vergütung

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 560 Euro/Wochenarbeitstag (vor dem 1. Examen), 700 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen), 950 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: 700 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

1. Jahr: 100.000 bis 110.000 Euro

2. Jahr: 105.000 bis 110.000 Euro

3. Jahr: 110.000 Euro

Weitere Juristen im 1. Jahr (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): 60.000 Euro

Über den Arbeitgeber

Solides Ausbildungspaket. Berufseinsteiger erwartet bei Arqis ein gutes, marktübliches Weiterbildungsprogramm. Die hauseigene Akademie bietet Fortbildungen für Recht, Wirtschaft und Soft Skills, abgestimmt auf die jeweilige Erfahrungsstufe. Ein LL.M.- oder MBA-Studium unterstützt die Kanzlei ebenso wie den Fachanwaltstitel oder externe Fach­seminare, etwa zum Arbeitsrecht oder M&A, denn das sind die zwei ­Beratungsschwerpunkte der Kanzlei. Teilnehmer der azur-Umfrage bewerten das Angebot insgesamt sehr gut, einer betont die „großzügige Bewilligung von Fortbildungsveranstaltungen außer Haus“, ein anderer schreibt: „Man wird direkt eingebunden und tritt auch schnell nach ­außen in Erscheinung.“ Die Kanzlei passt ihr Programm stetig der aktuellen Marktentwicklung an, zuletzt kam eine Schulung zu Technik und Datenauswertung hinzu.

Kommunikation ist das A und O. Weniger angetan sind die Anwälte von ihren Karriereperspektiven. Sie fordern „mehr und regelmäßigeres Feedback“. Obwohl die Kanzlei mit einem Kompetenzmodell die Erwartungen an die Karrierestufen genau aufzeigt, mangelt es laut azur-Umfrage noch an der richtigen Kommunikation. Die Noten für Personalführung und Kommunikation liegen deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Dabei ist das Stimmungsbild gemischt: Die einen sehen „schlechte Kommunikation, undurchsichtiges Entscheidungsmanagement“, andere wiederum eine „sehr offene Kommunikation“.

Eintauchen in die Praxis für angehende Anwälte. Wer als Praktikant keinen konkreten Schwerpunkt für seine Zeit bei Arqis wählt, erhält einen Einblick in alle Praxisgruppen der Kanzlei. Zur Grundausbildung gehört eine Schulung zu Rechts- und Wirtschaftsrecherchen, ein Partner steht für sie, wie auch für die wissenschaftlichen Mitarbeiter als Ansprechpartner bereit. Alle angehenden Juristen können am Akademie-Programm teilnehmen. Für Referendare führte Arqis nun ein spezielles Onboarding-Programm ein, um den Ausbildungsweg gezielter zu gestalten. Regelmäßig bespricht sich der Referendar mit seinem Mentor über Fortschritte und weitere Ziele.

Bedingt flexibel, Wochenende frei. Teilzeit ist bei Arqis auf allen Ebenen möglich, doch ohne Vorbilder in der Equity-Partnerschaft äußern Teilnehmer der azur-Umfrage Skepsis: „Teilzeit möglich. Wie das gelebt wird, ist eine andere Sache.“ Auch mit dem Homeoffice sucht die Kanzlei noch den richtigen Weg: „Grundsätzlich möglich, aber absolut nicht gern gesehen“, beurteilt ein Associate die bis zum Corona-Lockdown geltende Regel, nur mit konkretem Anlass mobil arbeiten zu dürfen. Für die Zukunft arbeitet die Kanzlei an einem neuen Konzept. Mit 52 Wochenstunden arbeiten Arqis-Anwälte laut azur-Umfrage genau so viel wie derzeit im Markt üblich. Die „angemessenen Arbeitszeiten und wenig Arbeit am Wochenende“ kommen gut an. Entsprechend überdurchschnittlich sind auch die Noten für Work-Life-Balance und Arbeitsbelastung.

Stand: Druckausgabe von azur100 2021 (Erscheinungstermin: 5. März 2021). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.


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