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25.11.2021 | Autor/in: Laura Bartels
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Akquiseprämien für Associates: Hogan Lovells startet Pilotprojekt

Hogan Lovells hat ein neues finanzielles Anreizsystem eingeführt, das Associates Prämien für neu akquirierte Mandanten in Aussicht stellt. Zunächst soll das Pilotprojekt in den deutschen und britischen Büros der US-Kanzlei anlaufen. Darüber hinaus hat die Kanzlei ihre Vergütungsstrukturen erneuert und im Zuge dessen auch die Associate-Gehälter angehoben.

Associates sollen im Zuge des neuen Anreizsystems Boni für die Akquise neuer Mandate und Mandanten bekommen. Relevant wird die Prämie, wenn die Kanzlei den Arbeitsauftrag ohne Initiative des jeweiligen Mitarbeiters nicht bekommen hätte. Die Höhe der Bonuszahlungen für den Anwalt bemisst sich nach dem Umsatz, den der neue Mandant Hogan Lovells bringt. So will die Kanzlei das unternehmerische Denken ihrer Associates noch stärker in den Fokus rücken sowie stärkere Anreize für High Performer setzen.

Neue Prämie und mehr Gehalt

Das Prämienmodell ist Teil der insgesamt überarbeiteten Vergütungsstruktur durch die die Kanzlei auch die Gehälter für alle juristischen Mitarbeiter erhöht hat. Künftig zahlt Hogan Lovells Berufseinsteigern 140.000 Euro, Senior Associates bekommen 160.000 Euro, Counsel 180.000 Euro Festgehalt. Daneben erhalten Referendare und wissenschaftliche Mitarbeiter 100 Euro pro Wochenarbeitstag mehr und auch die Vergütung für Project Lawyer und Business Lawyer wurde angehoben. 

Die Erhöhungen gelten einheitlich an allen deutschen Standorten. Bisher lag die Gehaltsspanne bei 110.000 bis 120.000 Euro, abhängig von Zusatzqualifikationen, aber auch regionalen Besonderheiten am jeweiligen Standort wie Lebenshaltungskosten. Auch die Bonuszahlungen hat die Kanzlei überarbeitet. So sollen die Sonderzahlungen künftig progressiv und nicht linear steigen. Die abrechenbaren Stunden zum Erreichen der Bonusschwelle hat die Kanzlei nicht angehoben. Außerdem werden Non-Billable-Tätigkeiten wie Knowledge- oder Diversity-Projekte sowie Pro-Bono-Arbeit stärker bonusrelevant als bisher. 

140.000 Euro Einstiegsgehalt werden Standard

Hogan Lovells zieht dadurch mit internationalen Kanzleien wie Allen & Overy, Clifford Chance und Freshfields Bruckhaus Deringer gleich, die Berufseinsteigern mittlerweile ebenfalls 140.000 Euro zahlen. Die deutsche Kanzlei Gleiss Lutz gab kürzlich bekannt, dass sie Berufseinsteigern nun bis zu 150.000 Euro zahlt. Spitzenzahler sind aktuell sechs Kanzleien: Kirkland & Ellis, Milbank, Paul Hastings, Sullivan & Cromwell, Skadden Arps Slate Meagher & Flom und Goodwin Procter.