azur100
06.03.2020 | Autor/in: Anika Verfürth

Möhrle Happ Luther – Top-Arbeitgeber im Norden

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Neueinstellungen Volljuristen 2020: 5 bis 8

Referendarplätze 2020: 10 bis 12      Praktikumsplätze 2020: 10

Standorte in Deutschland: Berlin, Hamburg und Schwerin

Internationale Präsenz: Die Kanzlei hat keine eigenen Standorte im Ausland, ist aber Teil des Netzwerks Crowe Global.

Anwälte in Deutschland: 15 Vollpartner, 4 Non-Equity-Partner und 27 Associates

Frauenanteil Anwälte: 34,8%

Weitere Juristen in Deutschland (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.): keine

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 12 Euro/h (vor dem 1. Examen), 400 bis 600 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. und 2. Examen)

Referendare: 400 bis 600 Euro/Wochenarbeitstag

Associates
1. Jahr: 80.000 Euro
2. Jahr: 80.000 Euro plus Bonus bis 16.000 Euro
3. Jahr: 85.000 Euro plus Bonus bis 17.000 Euro

Über den Arbeitgeber

Rundumschlag bei der Ausbildung. Wie viele ihrer Hamburger Wettbewerber ist MHL multidisziplinär aufgestellt, mit Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern im eigenen Haus. Schon in der Ausbildung bringt die Kanzlei das Wissen aller Berufsgruppen zusammen. So tragen Wirtschaftsprüfer den Anwälten etwa zu Bilanzen vor und umgekehrt Anwälte zu Rechtsthemen. Neben diversen Fachbereichstreffen soll fachliche Weiterbildung niedrigschwellig möglich sein und im direkten Austausch mit dem Partner geplant werden, zum Beispiel ein Fachanwaltskurs. „Weiterbildung wird sehr ernst genommen und stets wohlwollend gefördert“, lobt ein Associate in der azur-Umfrage. Dennoch geben MHL-Teilnehmer für das Weiterbildungsangebot unterdurchschnittliche Noten. Ein Grund dafür ist die fehlende Struktur. Deutlich geht in der azur-Umfrage der Wunsch nach „einem strukturierten Plan für die Weiterbildung“hervor.

Partner in Sichtweite. Bereits etabliert sind hingegen interne Seminare für Associates zu Soft-Skills: Präsentationstechnik, Außenauftritt und Mandantenakquise stehen im wiederkehrenden Rhythmus für die Associate-Jahrgänge auf dem Plan. Die Betreuung ist bei MHL eng, und die „permanente Unterstützung durch Partner“ heben auch die Teilnehmer der azur-Associate-Umfrage hervor. Denn den Partner regelmäßig zu Gesicht zu bekommen, ist in vielen anderen Kanzleien längst keine Selbstverständlichkeit. Durch ein simpel gehaltenes und gut durchschaubares Karrieresystem – Associate, Non-Equity-Partner, Vollpartner – sind die Perspektiven klar. Vereinzelt wünschten sich MHL-Associates jedoch in der azur-Umfrage ein detaillierteres Aufstiegs- und Anforderungskonzept.

Tiefe Einblicke für Praktikanten und Referendare. Auch das „engmaschige Mentoring-Programm“ für Praktikanten und Referendare heben die MHL-Associates in der azur-Umfrage hervor. Die Station wird individuell gestaltet und beinhaltet für die Referendare vertiefte Einblicke auch in Examensrelevantes. Ein dreitägiger Block zu zivilrechtlichen Mandaten gehören fest dazu, für die Vorbereitung auf das Examen kooperiert die Kanzlei mit zwei Richtern, die den Aktenvortrag mit den angehenden Juristen üben. Außerdem bezahlt MHL einige Klausurenkurse. Damit der Kontakt nach einer Station bestehen bleibt, sind ehemalige Referendare auch danach weiterhin zu Fortbildungen eingeladen.

„Um 19 Uhr ist Schluss.“ Die Associates zeigen sich in der azur-Umfrage besonders zufrieden mit der Arbeitsatmosphäre bei MHL. Bei der Work-Life-Balance, Arbeitsbelastung und auch beim Gehalt äußern sie keine Kritik. „Flexible Arbeitszeiten und arbeitsfreie Wochenenden“ sind laut einem Teilnehmer selbstverständlich, und „spätestens um 19 Uhr ist kein Associate mehr im Büro“. Mit einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von laut azur-Umfrage knapp unter 48 Stunden arbeiten MHL-Anwälte deutlich weniger als der Marktdurchschnitt. Auch flexible Teilzeitmodelle sind kein Problem, laut Kanzlei gibt es von 50 bis 100 Prozent alle Varianten, viele arbeiten in einer Viertagewoche. Und auch die Partner und Non-Equity-Partner gehen mit gutem Beispiel voran: Vier von ihnen arbeiten selbst nicht Vollzeit.

Stand: Druckausgabe von azur100 2020 (Erscheinungstermin: 5. März 2020). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.