azur100
06.03.2020 | Autor/in: Melanie Müller

Lindenpartners – Top-Arbeitgeber im Osten

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Neueinstellungen Volljuristen 2020: ca. 8

Referendarplätze 2020: 20    Praktikumsplätze 2020: 8

Standort in Deutschland: Berlin

Internationale Präsenz: Lindenpartners hat kein eigenes Büro im Ausland, aber Kontakte zu ausländischen Kanzleien.

Anwälte in Deutschland: 16 Vollpartner, 2 Non-Equity-Partner und 16 Associates

Frauenanteil Anwälte: 41,2%

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Wissenschaftliche Mitarbeiter: nach Vereinbarung

Referendare: bis 700 Euro/Wochenarbeitstag

Associates
1. Jahr: 90.000 Euro
2. Jahr: 92.000 Euro
3. Jahr: 97.000 Euro

Über den Arbeitgeber

Das Rundum-Paket stimmt. Wer sich für Gerichts- und Schiedsverfahren sowie für digitale Strategien in der Finanzbranche interessiert, der ist bei Lindenpartners richtig. Digitalisierung spielt auch in der Kanzlei selbst eine große Rolle – zuletzt gab es einen Coding-Kurs in London. Zwei digitale Tools zu Datenschutz und Geldwäsche entwickelten maßgeblich die Associates mit. In vielen Punkten zeigen sich die Teilnehmer der azur-Associate-Umfrage durchweg sehr zufrieden – vom Gehalt bis hin zu den Karrierechancen . „Fachliche Exzellenz und spannende Mandate am Puls der Zeit treffen auf extrem kollegiales Miteinander und hervorragende Arbeitsbedingungen“, schreibt einer.

Von Beginn an Teil des Teams. Praktikanten und Referendare arbeiten ‚on the job‘ mit – entweder in einem gewünschten Fachbereich, etwa der Litigation-Praxis, oder abwechselnd in verschiedenen Teams. Ein Associate schildert in der azur-Umfrage „große Anstrengungen, die Praktikanten und Referendare echte Arbeit mit Mehrwert erledigen zu lassen”. Referendare erhalten neben zeitnahem Feedback nach etwa sieben Wochen eine umfassende Rückmeldung. Der zuständige Mentor, in der Regel ein erfahrener Associate, stellt diese durch Abfrage bei den Partnern, mit denen der Referendar zusammengearbeitet hat, zusammen. Wer sich insgesamt gut anstellt, erhält am Ende der Stage ein Vertragsangebot zum Berufseinstieg. 2019 kannte rund die Hälfte der Neueinstellungen ihren Arbeitgeber bereits aus dem Referendariat.

Gerichtsverhandlung auf Probe. Associates können aus einem breiten Weiterbildungsangebot wählen, das über verpflichtende Seminare zur Bilanzkunde und die Veranstaltungsreihe von Soft Skills hinaus geht. Einmal monatlich informieren die Anwälte intern über neue Entwicklungen aus der Beratungspraxis, daneben finden regelmäßig rechtgebietsbezogene Treffen statt. In sogenannten Moot Courts proben die Associates vierteljährlich mündliche Verhandlungen vor Gericht. Zudem fördert Lindenpartners die jungen Anwälte bei externen Fortbildungen oder Fachanwaltslehrgängen finanziell und stellt sie dafür frei. Verantwortung übernehmen die jungen Anwälte auch bei der Entwicklung und Gestaltung von speziellen Events, zu denen auch eine jährliche Fachveranstaltung zu einem Trendthema zählt.

Offen für Karriere und Familie. 2019 führte Lindenpartners die Zwischenstufe des Assoziierten Partners ein, die Associates nach etwa fünf Jahren erreichen. Zwei Anwältinnen arbeiten aktuell in dieser Position. Formal sind sie angestellte Anwälte, doch die Vergütung bemisst sich auf dieser Karrierestufe stärker nach Leistung. Sehr zufrieden sind die Teilnehmer der azur-Umfrage mit den Angeboten, Karriere und Privatleben unter einen Hut zu bringen. So habe die Kanzlei „echtes Verständnis, wenn die Kinder krank sind“, bemerkt ein Associate in der azur-Umfrage. Um die Work-Life-Balance zu erhalten, stehen den Anwälten Yogakurse in der Kanzlei und diverse externe Sportangebote offen. Zudem können sie Homeoffice und individuelle Teilzeitregelungen auf allen Stufen in Anspruch nehmen. Die Arbeitsbelastung bezeichnet ein Teilnehmer als „ausgewogen.“ Mit laut azur-Umfrage durchschnittlich 49 Stunden pro Woche liegt Lindenpartners etwa vier Stunden unter dem Marktdurchschnitt. Und „auf Phasen hoher Belastung folgt immer auch eine Ruhephase”, schildert ein Umfrageteilnehmer.

Stand: Druckausgabe von azur100 2020 (Erscheinungstermin: 5. März 2020). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.