azur100
06.03.2020 | Autor/in: Konstanze Richter

Gütt Olk Feldhaus – Top-Arbeitgeber in Bayern

Das azur-Urteil

Bemerkung: *****= herausragend; ****= sehr gut; ***= gut; **= empfehlenswert, *= im Marktvergleich normal; ohne Stern = die Kanzlei hat den Marktdurchschnitt nicht erreicht. Das azur-Urteil ist eine Bewertung der azur-Redaktion; wenn ihr nicht ausreichend Informationen vorliegen, entfällt u.U. in bestimmten Kategorien die Bewertung, dies wird dann mit „keine Wertung“ gekennzeichnet.

Neueinstellungen Volljuristen 2020: 1 bis 3

Referendarplätze 2020: 7      Praktikumsplätze 2020: 3

Standort in Deutschland: München

Internationale Präsenz: Die Kanzlei verfügt über keine eigenen Standorte im Ausland, arbeitet jedoch weltweit mit einem Best-Friend-Netzwerk zusammen.

Anwälte in Deutschland: 6 Vollpartner, 7 Associates und 1 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 14,3%

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 800 Euro/Woche (nach dem 1. Examen)

Referendare: 800 Euro/Wochenarbeitstag; max. 3.600 Euro/Monat

Associates
1. Jahr: 110.000 bis 120.000 Euro
2. Jahr: 115.000 bis 125.000 Euro
3. Jahr: 120.000 bis 130.000 Euro

Über den Arbeitgeber

Transaktionen im Fokus. Als Boutique für M&A-Deals, Private Equity und Venture Capital hat GOF einen Zuschnitt, wie er für den Münchner Markt typisch ist. Dort sitzen besonders viele Finanzinvestoren, die ihren Schwerpunkt bei kleinen bis mittelgroßen Deals haben und am liebsten mit kleinen, agilen Spezialkanzleien arbeiten. Gerade bei diesen Mandanten hat sich GOF weit über München hinaus einen guten Ruf erworben. Daneben beraten die Anwälte auch zu Finanzierung, Unternehmensnachfolge und in gesellschaftsrechtlichen Streitigkeiten. Die Associates sind mit den Arbeitsinhalten sehr zufrieden und vergeben dafür die Bestnote in der azur-Umfrage. Auch die Gesamtzufriedenheit ist überdurchschnittlich hoch, und Associates loben das „tolle Betriebsklima“.

Hier lernt man BWL. In puncto Weiterbildung bietet GOF ein ähnliches Paket wie viele Kanzleien vergleichbaren Zuschnitts. Alle zwei Monate organisiert die Kanzlei intern Vorträge, bei denen Counsel und Partner zu ihren Rechtsgebieten sowie nicht juristischen Themen wie Rechnungswesen, Verhandlungsmanagement oder Marketing referieren. Externe Schulungen, so etwa zweitägige Grundlagenseminare zu Unternehmenskauf und -bewertung, ergänzen das Programm. Flankiert werden diese von der Fortbildung in betriebswirtschaftlichen Themen, etwa zur Bilanzanalyse. Auf Wunsch dürfen die Associates zudem Seminare in Soft Skills belegen, und bei Bedarf unterstützt GOF auch den Fachanwaltskurs. Insgesamt sind die Associates mit diesem Angebot laut azur-Umfrage überdurchschnittlich zufrieden. Ein Associate wünscht sich dort allerdings „mehr fachspezifische Vorträge“.

Von Anfang an auf eigenen Füßen. Praktikanten und Referendare lernen bei GOF vor allem durch die direkte Einbindung ins Mandat. Referendare übernehmen dabei nach Möglichkeit ähnliche Aufgaben wie die Berufseinsteiger. Zudem dürfen sie an den internen Vorträgen und Seminaren teilnehmen. Als kleine Boutique setzt GOF bei Associates sowie den angehenden Anwälten auf Eigenständigkeit. Der perfekte Bewerber sollte daher neben einem überdurchschnittlich guten Examen und soliden Englischkenntnissen auch weitere Qualifikationen vorweisen können – etwa Auslandserfahrung, soziales Engagement, eine wirtschaftswissenschaftliche Zusatzqualifikation, einen LL.M. oder eine Promotion.

Up or out ist out. Frühestens nach sieben Jahren ist der Aufstieg in die Partnerriege möglich. Dass dies eine reelle Chance ist, zeigt die Ernennung eines Vollpartners aus den eigenen Reihen im vergangenen Jahr – die erste seit Gründung der Kanzlei 2011. Wer nicht Partner werden möchte, kann dauerhaft als Counsel bei GOF arbeiten. Obwohl sie mit knapp 56 Stunden laut azur-Umfrage fast drei Stunden mehr pro Woche arbeiten als der Marktdurchschnitt, sind die Associates durchaus zufrieden mit ihrer Arbeitsbelastung, denn dafür liegt auch das Gehalt auf dem Niveau von Großkanzleien. Die Umfrageteilnehmer loben die „flexiblen Arbeitszeiten“ und das „verbesserte Monitoring der Auslastung“. Grundsätzlich sind die Wochenenden frei. Wenn trotzdem Mehrarbeit anfällt, freuen sich die Anwälte anschließend über „ausreichend freie Tage nach stressigen Perioden“. Eine ähnliche Flexibilität zeigt GOF auch beim Teilzeitangebot, das aktuell von einer jungen Anwältin genutzt wird – aber von keinem der Partner.

Stand: Druckausgabe von azur100 2020 (Erscheinungstermin: 5. März 2020). Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.