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17.01.2020 | Autor/in: Dennis Koch
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Mehr BWL in Hamburg: Bucerius und WHU vertiefen ihre Kooperation

Die Bucerius Law School in Hamburg und die renommierte Wirtschaftshochschule WHU aus Vallendar bei Koblenz haben ein akademisches Partnerabkommen geschlossen. Dieses soll ab sofort die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen vertiefen.

Von dem Abkommen soll vor allem das „Bucerius Master of Law and Business-Programm“, kurz MLB-Programm, profitieren. Die Bucerius will das Fachwissen der WHU nutzen, um den wirtschaftswissenschaftlichen Anteil zu vertiefen. Laut der Hochschule soll so die „interdisziplinäre Ausbildung des MLB-Programms im Schnittstellenbereich von Recht und Wirtschaft weiter profiliert werden“. Auch wird der Name des Programms ab dem nächsten Durchgang im September um den Zusatz „in cooperation with WHU – Otto Beisheim School of Management“ ergänzt. Zusätzlich sieht das Partnerabkommen auch eine „interdisziplinäre rechtswissenschaftliche Forschungskooperation“ der beiden Hochschulen vor.

Was für konkrete Neuerungen es beim MLB geben wird, steht allerdings noch nicht fest. Dies liegt an einem weiteren Punkt, der vereinbart wurde: Die Einrichtung einer WHU-Professur mit Sitz an der Bucerius Law School in Hamburg. Diese soll zukünftig zusammen mit Bucerius-Professor Dr. Carsten Jungmann das Programmdirektorium des MLB-Programms bilden und die Business-Kurse inhaltlich gestalten. Bisher ist die Professur noch unbesetzt.

Der Master of Law and Business ist ein weiterbildender Studiengang in englischer Sprache, der die Ausbildung internationaler Führungskräfte an der Schnittstelle zwischen Recht und Wirtschaft zum Ziel hat. Zulassungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium und mindestens ein Jahr Berufpraxis. 50 Plätze stehen jährlich zur Verfügung, das einjährige Programm startet jeweils im September. Je nach Vorbildung wird der Abschluss als MLB oder als LL.M. vergeben.

Der neue Vertrag ist eine Fortführung der bestehenden Zusammenarbeit: 2006 bis 2014 arbeiteten die beiden Hochschulen bereits beim MLB-Programm zusammen. Seit dem Jahr 2011 verantworten sie die rechtswissenschaftlichen beziehungsweise wirtschaftswissenschaftlichen Veranstaltungen an der jeweils anderen Hochschule.