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10.10.2019 | Autor/in: Markus Lembeck

Legal Tech: Uni Freiburg prämiert Lehrangebot zur Digitalisierung

Der Freiburger Medienrechtler Prof. Dr. Boris Paal hat einen Preis seiner Universität für ein Legal-Tech-Projekt erhalten. Unter der Überschrift Recht und Digitalisierung: Coding for Lawyers“ kann Paal ab Oktober 70.000 Euro investieren, um Jurastudenten fit für die Zukunft zu machen.

Der „Instructional Development Award“ der Universität Freiburg ging an insgesamt vier Projekte. Er verschafft den Verantwortlichen „finanzielle und zeitliche Freiräume“, wie die Universität mitteilt: „Sie können zum Beispiel ihre Vertretung über Lehraufträge finanzieren oder wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Hilfskräfte einstellen.“

Paal ist seit über 10 Jahren in Freiburg tätig und leitet den Lehrstuhl für Zivil- und Wirtschaftsrecht, Medien- und Informationsrecht. Er hat 2018 bereits das Programm „Freiburg Legal Tech“ ins Leben gerufen, das Vorträge, Konferenzen und Workshops an der Universität veranstaltet. Auch die „Freiburg Legal Clinics“, in denen Studenten zu Ausbildungszwecken Rechtsberatung mit den Schwerpunkten Miet-, Verbraucherschutz-, Medienrecht, Existenzgründung sowie Arbeitsrecht anbieten, laufen unter Paals Federführung.

Das jetzt prämierte Lehrentwicklungskonzept setzt auf Praxisnähe. Die Studenten sollen lernen, „wie sich digitaler Wandel, automatisierende Software und künstliche Intelligenz auf ihr zukünftiges Berufsfeld auswirken“. Denkbar ist laut der Projektbeschreibung auch ein Anstoß der Nachwuchsjuristen in Richtung Start-ups: „Zugleich können sie zusammen mit Studierenden anderer Fakultäten, insbesondere der Informatik, eigene Ideen für universitäre Ausgründungen entwickeln.“ (Markus Lembeck)

https://www.jura.uni-freiburg.de/de/institute/imi1