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21.10.2019 | Autor/in: Christiane Schiffer

Legal-Tech-Expansion: Bryter wagt den Schritt nach Großbritannien

Das Rechtssoftware-Unternehmen Bryter hat einen Standort in London eröffnet. Dafür holte es sich zwei in der Branche bekannte Köpfe: Sam Spivack von Kira Systems wird Managing Director, von Thomson Reuters kommt als Vertriebsleiterin Sharan Kaur. Für das Tech-Start-up ist London, nach Berlin und Frankfurt, nun der dritte Standort und der erste internationale.

Bryter Teamfoto

Spivack und Kaur sind Juristen und seit einigen Jahren mit dem Thema Legal Software befasst. Spivack hat bis 2017 bei Berwin Leighton Paisner in London gearbeitet und dort vor allem im Immobilienrecht beraten. Danach wechselte er zum Dokumentenanalysten Kira Systems und verantwortete Vertrieb und Großkundengeschäft für Europa und Australien. Kaur ist als Anwältin und Barrister qualifiziert und kam 2017 nach Stationen bei Kanzleien und Unternehmen zu Thomson Reuters. Dort leitete sie den Vertrieb unter anderem für die Software Contract Express. Mit zum Londoner Start-Team gehören außerdem ein Automatisierungsspezialist von DWF und ein früherer Associate von Watson Farley & Williams.

„Der britische Markt ist der interessanteste und innovativste Markt in Europa für Technologie – das ist einfach der nächste logische Schritt. Es passt perfekt, dass Branchengrößen wie Sam und Sharan Teams vor Ort leiten, um unsere Beziehungen zu unseren britischen Kunden zu stärken und in der Region zu beschleunigen“, sagt Dr. Micha-Manuel Bues, CCO von Bryter. Wie das britische Rechtsportal Legal Business berichtet, sind in Großbritannien die Investitionen in juristische Tech-Start-ups innerhalb eines Jahres von 22 Millionen auf 61 Millionen Pfund gestiegen. Für das laufende Jahr sollen es bis jetzt schon 62 Millionen sein. Das gehe aus einer Studie von Thomson Reuters hervor.

Bryter existiert in seiner jetzigen Form seit 2018 und wurde von Bues, Michael Grupp und Michael Hübl gegründet. Die drei bilden heute die Geschäftsführung des Unternehmens, das nach eigenen Angaben bereits 50 Mitarbeiter zählt. Bryter stellt Software-Bauteile zur Verfügung, mit denen Anwender selbst Legal-Tech-Elemente programmieren können. Zu den Kunden gehören Kanzleien und Rechtsabteilungen, beispielsweise Hogan Lovells, Ashurst, Baker & McKenzie, Kliemt, Taylor Wessing und ING Diba.