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06.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Zirngibl – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Bayern

Das sagt die azur-Redaktion

Von Beginn an vorne dabei. 1996 bauten zahlreiche junge Anwälte und die zwei Gründungspartner die Kanzlei gemeinsam auf. Diese Anpack-men­­talität gibt es heute noch. „Hier gibt es kein Back Office, alle haben von Anfang an Mandantenkontakt“ – so fasst ein junger Zirngibl-Anwalt in der azur-Associate-Umfrage die Kanzleiphilosophie zusammen. Heute hat die Kanzlei vor allem im Münchner Markt einen festen Platz als Rundumberaterin. Passend zur Kanzleikultur übernehmen Associates schnell Verantwortung und sind nach außen hin sichtbar – schon nach neun Monaten stehen sie mit auf dem Briefkopf. Davon können die meisten Kollegen in Großkanzleien nur träumen. So sind die Zirngibl-Associ­ates laut azur-Umfrage mit der Arbeitsatmosphäre ziemlich zufrieden.

Gut gerüstet. Die Ausbildung der jungen Anwälte setzt sich zusammen aus zwei ganztägigen externen Fortbildungen, Fachanwaltslehrgängen und einem jährlichen kanzleieigenem Seminar – bei dem stehen unternehmerische und fachliche Inhalte auf dem Programm. Interne Veranstaltungen zu IT und kaufmännischen Themen stimmen die Associates auf ihre Rolle als Unternehmer ein. Im Marktvergleich bietet Zirngibl damit eine solide Ausbildung. Manchen reicht das nicht, vereinzelt wünschen sich die Associates in der azur-Umfrage eine „Intensivierung der internen Fortbildungen“. Praktikanten und Referendare sind in die tägliche Arbeit integriert und können, wenn es passt, an den wöchentlichen Anwaltstreffen teilnehmen. Ein strukturiertes Programm gibt es nicht.

Auf Partnerkurs. Zirngibl ernennt regelmäßig Partner aus den eigenen Reihen – in den vergangenen drei Jahren allein sieben Vollpartner. Die  Kanzlei will Associates schnell auf Partnerkurs bringen. Dabei unterstützt sie ein Mentor. Die Teilnehmer an der azur-Associate-Umfrage ­loben die „gute Betreuung“ und die „transparente Kommunikation“. Im dritten oder vierten Berufsjahr steht bei entsprechender Eignung der Schritt in die ‚Vorpartnerschaft‘ an, die mit dem Status eines Senior ­Associates vergleichbar ist. Bei Zirngibl dürfen Vorpartner an der jährlichen Sitzung der Vollpartner teilnehmen und bekommen Einblick in die Zahlen der Kanzlei. Bei den meisten anderen Kanzleien wäre das im dritten Berufsjahr undenkbar. Die Aufnahme in die Salary- oder Vollpartnerschaft steht dann im sechsten oder siebten Berufsjahr an. Salary-Partner können dauerhaft angestellt bleiben. Mit ihren Karriereausscihten sind die Associates in der azur-Umfrage überdurchschnittlich zufrieden.

Moderate Arbeitsbelastung, moderates Gehalt. Mit rund 50 Wochenstunden arbeiten Zirngibl-Associates vier Stunden weniger als der Marktdurchschnitt und sind mit ihrer Arbeitsbelastung laut azur-Umfrage sehr zufrieden. Ein Teilnehmer lobt die „sehr flexiblen Arbeitzeiten“. Homeoffice ist nach Absprache ebenfalls möglich. In Teilzeit arbeiten können seit einiger Zeit auch Anwälte ohne Kinder. Dennoch wünschen sich einige Zirngibl-Anwälte in der azur-Umfrage „mehr Familienfreundlichkeit“, „mehr Verständnis für Teilzeitarbeit sowie ortsunabhängigeres Arbeiten“. Weniger zufrieden sind sie mit ihrem Gehalt – und auch wenn Zirngibl kürzlich das Gehalt erhöht hat, liegt es weiterhin unter dem, was Associates in Großkanzleien verdienen können.

Standorte in Deutschland: Berlin, Frankfurt und München

Internationale Präsenz: Keine eigenen Auslandbüros. Zirngibl pflegt eine enge Vernetzung mit unabhängigen Kanzleien über den Verbund LawExchange.

Anwälte in Deutschland: 19 Vollpartner, 4 Non-Equity-Partner,
39 Associates und 1 of Counsel

Frauenanteil Anwälte: 26,9%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 6 bis 8

Referendarplätze 2019: 11       

Praktikumsplätze 2019: 10

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 15 Euro/h (vor dem 1. Examen), 20 Euro/h (nach dem 1. Examen), 28 Euro/h (nach dem 2. Examen)

Referendare: 200 Euro/Wochenarbeitstag; max. 2.000 Euro/Monat

Associates

  1. Jahr: 75.000 bis 85.000 Euro
  2. Jahr: 78.000 bis 88.000 Euro
  3. Jahr: 81.000 bis 91.000 Euro

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
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