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11.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Posser Spieth Wolfers & Partners – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Platz 31

Das sagt die azur-Redaktion

Enthusiasmus am Start. Berufseinsteiger, die sich auf das Öffentliche Wirtschaftsrecht spezialisieren wollen, sind hier goldrichtig. Die junge Einheit, die erst im Mai 2018 als Freshfields-Spin-off gestartet ist, konzentriert sich auf Wirtschaftsverwaltungs-, Verfassungs- , Umwelt-, Planungs- und Regulierungsrecht. So bilden öffentlich-rechtlich oder regulatorisch geprägte Großmandate von großer rechtspolitischer Tragweite bei PSWP den Kern der täglichen Arbeit. Mehrere ehemalige Freshfields-Associates waren von dem Konzept offensichtlich so begeistert, dass sie den etablierten Namenspartnern unter das neue Dach gefolgt sind. „Endlich gibt es eine Premium-Kanzlei des Öffentlichen Wirtschaftsrechts mit gewichtigen Partnern und interessanten, lehrreichen Mandaten“, freut sich ein Teilnehmer in der aktuellen azur-Associate-Umfrage.

Gründerspirit und Vorschusslorbeeren. Die PSWP-Associates, die kurz nach der Gründung der Kanzlei an der azur-Umfrage teilnahmen, sind alle sehr zufrieden mit ihrer Arbeitgeberin und verteilen in fast allen Kategorien überdurchschnittliche Noten. Inwieweit die Kanzlei diese hohen Erwartungen erfüllen kann, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Aktuell herrscht jedenfalls Aufbruchstimmung, wie die Rückmeldungen in der azur-Umfrage belegen: „Alle Mitarbeiter können ihre Ideen zu Anschaffungen einbringen“, schreibt ein Associate, ein anderer hebt die „Einbindung in strategisch wichtige Mandate“ hervor. Und PSWP ist auf Expansionskurs. Die Kanzlei will wachsen und sucht exzellente Juristen, die mindestens ein doppeltes Vollbefriedigend aufweisen können. Wer dieses Rüstzeug mitbringt, muss zudem in der Lage sein, es innovativ einzusetzen. Denn PSWP-Anwälte arbeiten nicht nur an der Lösung von Rechtsfragen, vielmehr begleiten sie ihre Mandanten auch strategisch, etwa beim Kohleausstieg oder der Dieselaffäre. Solche Mandate ähneln Kampagnen. Junge Juristen, die bei PSWP einsteigen, sollten sich auf frühen Mandantenkontakt einstellen, gut kommunizieren, querdenken können und im weitesten Sinne „kampagnenfähig“ sein.

Viel Geld, viel Arbeit. PSWP zahlt ihren Associates Gehälter auf Großkanzleiniveau. Gleichzeitig haben sich aber auch die Arbeitszeiten und Anforderungen an den Nachwuchs im Vergleich zu Freshfields-Zeiten nicht geändert. Die Associates arbeiten laut azur-Umfrage rund 54 Stunden pro Woche, das entspricht genau dem Marktdurchschnitt. Obwohl einige PSWP-Associates angaben, sich für mehr Freizeit durchaus einen Jobwechsel vorstellen zu können, beschweren sie sich nicht über die Arbeitsbelastung. Vielmehr loben sie die „flexible Arbeitszeitgestaltung“, die „eigene Wahl des Arbeitsbeginns“ und die „fehlende Anwesenheitspflicht“. PSWP bietet ihren Associates nach eigenen Angaben flexible Teilzeitmodelle sowie Homeoffice und fördert die Wahrnehmung von Elternzeiten aktiv.

Ausbildung an Top-Mandaten. Die Kanzleigründer halten die schnelle Einbindung in Mandate für die wichtigste aller Fortbildungsformen. Bahnbrechend innovativ ist das nicht. Dennoch schätzen die Associates dieses Training on the Job und loben in der azur-Umfrage etwa den „direkten Mandantenkontakt“. Zur noch besseren Aus- und Weiterbildung hat die Kanzlei zudem ein Programm auf die Beine gestellt, das den Nachwuchs individuell fördern soll. Associates können unter anderem Sprachkurse, Secondments sowie in- und externe Fortbildungsveranstaltungen zu Soft Skills und Fachthemen wahrnehmen. Außerdem organisiert PSWP als Teil eines Berliner Spin-off-Netzwerks fachübergreifende Veranstaltungen und Netzwerkevents. Noch ist es für die junge Kanzlei allerdings „zu früh, die Qualität des Programms wirklich zu bewerten“, schreibt ein Associate in der azur-Umfrage.

Für die Zukunft. Das gilt auch für die Ausbildung von Praktikanten und Referendaren. Fest steht allerdings, dass PSWP hier viel vorhat: Die Kanzlei plant, im Verhältnis zu ihrer Größe relativ viele Nachwuchsjuristen aufzunehmen. Die braucht sie, um den Nachwuchs zu finden, der die Zukunft der Kanzlei gestaltet. Im regelmäßigen Einsatz für unterschiedliche Teams wird dann schnell deutlich werden, ob und in welchem Bereich ein Praktikant oder ein Referendar sich für die weitere Mitarbeit empfiehlt.

„Persönliche Förderung ausgerichtet auf eigene Kompetenzen“

„Direkter Mandantenkontakt“

„Selbstbestimmte Arbeitszeiten und -orte“

azur liegen keine Aussagen vor.

„Beeindruckender Start am Markt“

„Sie arbeiten sehr spezialisiert und auf hohem ­Niveau“

„Herausforderung für die Namenspartner wird sein, das Kanzleiprojekt der nächsten Generation zu übergeben“

▪ Buddy-System für Praktikanten und Referendare

▪ Frühzeitige Einbindung in Mandatsarbeit

▪ Partnernahe Ausbildung

▪ Direkter Mandantenkontakt ab dem ersten ­Berufstag

▪ Individuelle Förderung

▪ Offenes Kanzleiklima, Diversity als fester ­Bestandteil der Nachwuchsauswahl

PSWP setzt zwei vollbefriedigende Staatsexamina voraus. Bewerber, die darüber hinaus einen Doktortitel und Auslandserfahrungen mitbringen, werden gerne gesehen. Daneben ist vor allem die Persönlichkeit ausschlaggebend, die entscheidend für die Mandatsarbeit ist. Das Bewerbungsgespräch ist zweistufig: In der ersten Runde lernt der Bewerber das gesamte Team an dem Standort kennen, an dem er sich beworben hat. Das zweite Vorstellungsgespräch findet dann an dem zweiten Standort der Kanzlei statt. Die Bewerber können an den beiden Terminen mit allen Partnern und Associates in Einzelgesprächen sprechen. 

Standorte in Deutschland: Berlin und Düsseldorf

Umsatz in Deutschland 2017/18: azur liegen keine Informationen vor.

Internationale Präsenz: Posser Spieth Wolfers & Partners ist eine deutsche Kanzlei, die auf Mandate im Öffentlichen Wirtschaftsrecht fokussiert ist. Sie bearbeitet auch Mandate von europäischer und internationaler Bedeutung. Dabei arbeiten die Anwälte regelmäßig mit ausländischen Partnerkanzleien zusammen.

Aktuelle Entwicklungen: Die Kanzlei ist im Mai 2018 als Spin-off von Freshfields an den Start gegangen. Seither erntet sie mit ihrem strikten Fokus auf das Öffentliche Wirtschaftsrecht im Markt viele Komplimente. Ihre Gründer Dr. Herbert Posser, Dr. Wolf Spieth und Dr. Benedikt Wolfers gehören zu den marktführenden Partnern im Umwelt- und Planungs- sowie Regulierungsrecht. Einen Großteil ihrer langjährigen Mandate, wie etwa die weltweite regulatorische Begleitung von VW in der Dieselkrise (außer USA), führen sie in der neuen Einheit fort.

Renommee: Weiter zur aktuellen Online-Ausgabe des JUVE Handbuchs

Anwälte in Deutschland: 5 Vollpartner und 12 Associates

Frauenanteil Anwälte: 20,0%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 3 bis 5

Referendarplätze 2019: 20         

Praktikumsplätze 2019: 10

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 800 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen), 1.100 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: 800 Euro/Wochenarbeitstag; max. 4.000 Euro/Monat

Associates

  1. Jahr: 110.000 bis 110.000 Euro
  2. Jahr: 120.000 bis 120.000 Euro
  3. Jahr: 130.000 bis 130.000 Euro
  4. Jahr: 130.000 bis 130.000 Euro plus Bonus bis 10.000 Euro
  5. Jahr: 140.000 bis 140.000 Euro plus Bonus bis 10.000 Euro
  6. Jahr: 140.000 bis 140.000 Euro plus Bonus bis 20.000 Euro

Die junge Kanzlei will nach eigenen Angaben wachsen und sie will auch Partner machen. Zwei ehemalige Freshfields-Associates sind in der neuen Einheit direkt als Partner gestartet. Weitere sollen insbesondere am Standort Düsseldorf in Kürze folgen. Um bei PSWP Partner zu werden, gibt es keinen vorgezeichneten Weg. Entscheidend ist, dass der Nachwuchs gewillt ist, Verantwortung zu übernehmen. Den Werdegang ihrer Associates in die Partnerschaft fördert die Kanzlei aktiv. Nachwuchsanwälte bindet sie von Beginn an in Akquisetätigkeiten und die geschäftliche und strategische Entwicklung der Kanzlei ein.

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
Wie kommen die Analysen in azur100 zustande? Lest hier die ausführliche Methodik.