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06.03.2019 | Autor/in: azur Redaktion

Oppenländer – azur100 Top-Arbeitgeber 2019 – Südwesten

Das sagt die azur-Redaktion

Frauen an die Front. Wer Verantwortung übernehmen will, ist bei Oppenländer richtig. Die Stuttgarter Kanzlei hält an ihrem partnerzentrierten Beratungsmodell fest. 2018 ernannte sie in ihren Spezialdisziplinen Kartell- und Gesundheitsrecht gleich zwei Frauen zu Vollpartnerinnen.Oppenländer nimmt regelmäßig junge Anwälte in die Partnerschaft auf. So bewerten die Associates ihre Aufstiegschancen in der azur-Umfrage auch überdurchschnittlich gut. Zuletzt hat die Kanzlei die Unterstützung auf dem Weg zur Partnerschaft stärker strukturiert und ein Mentorenprinzip eingeführt. Den Associates gefällt es. Sie loben die „klaren Leitlinien auf dem Weg zur Partnerschaft“ als spürbare Verbesserung.

Karrierekiller Kind? Für den Frauenanteil waren die Ernennungen allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Von 24 Partnern sind nur vier weiblich, das Verhältnis auf Associate-Ebene ist ausgeglichen. Damit steht Oppenländer allerdings keineswegs allein da. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle und maßgeschneiderte Lösungen sollen helfen, den Frauenanteil auf Partnerebene zu erhöhen. Mit diesen „Hilfsmitteln“ versuchen es die meisten Kanzleien – geholfen hat es bisher den wenigsten. Die Noten für die Vereinbarkeit von Karriere und Familie liegen auch bei Oppenländer unter dem Durchschnitt. Eine Teilnehmerin der azur-Umfrage betont aber, dass es auf Partnerebene Rollenvorbilder gebe, die zeigten, dass ein Nebeneinander von Karriere und Familie durchaus machbar sei. Praktikanten und Referendare vermitteln in der azur-Bewerberumfrage hingegen den Eindruck, als hätten es Frauen mit Kindern schwerer. Sogar vom „Karrierekiller Kind“ ist die Rede.

Vielfältige Weiterbildung. Die Note für die Arbeitsbelastung liegt zwar leicht unter dem Durchschnitt, dennoch loben mehrere Oppenländer-­Associates in der azur-Umfrage die „angenehmen Arbeitszeiten“. Mit gut 54 Wochenstunden liegen die ziemlich genau im Marktdurchschnitt. Wenig zu meckern haben die jungen Anwälte bei der Weiterbildung und vergeben überwiegend gute Noten in der azur-Umfrage. Das Oppenländer-Programm enthält alle wesentlichen Bausteine: Dazu zählen neben dem üblichen Training on the Job eine monatliche interne Fortbildungsreihe zu juristischen Themen sowie vierteljährliche Soft-Skills-Kurse im Zuge der Jurday-Veranstaltungen. Neu sind die kanzleiinternen Englischkurse. Die Associates finden das Angebot „vielfältig“ und loben die „gute Unterstützung bei der Weiterbildung“.

Referendare sind mittendrin. Bei Referendaren und Praktikanten steht die enge Einbindung in die tägliche Arbeit im Vordergrund. Vereinzelt erwähnen ehemalige Referendare in der azur-Bewerberumfrage allerdings die „schlechte Stimmung unter den Partnern“, die „ihre Konflikte zum Teil auf dem Rücken der Associates und Referendare austragen“. Neben der praktischen Ausbildung können die angehenden Juristen die kanzleiinternen Kaiser-Seminare und den Klausurenkurs nutzen. Mit dem „hervorragenden Angebot zur Examensvorbereitung“ und der „engen Einbindung in Mandate und den Kanzleialltag“ sind sie laut azur-Umfrage sehr zufrieden. Die Stimmung unter den Associates beschreiben sie als „sehr nett“, ein ehemaliger Referendar lobt die „Politik der offenen Türen“.

Standort in Deutschland: Stuttgart

Internationale Präsenz: Oppenländer hat kein eigenes Büro im Ausland. Allerdings verfügt sie über zahlreiche Kontakte zu internationalen Kanzleien.

Anwälte in Deutschland: 19 Vollpartner, 5 Non-Equity-Partner und 16 Associates

Frauenanteil Anwälte: 27,5%

Weitere Juristen (z.B. Dipl.-Jur., LL.B.) in Deutschland: keine

Neueinstellungen Volljuristen 2019: 6 bis 10

Referendarplätze 2019: 25         

Praktikumsplätze 2019: 8

Wissenschaftliche Mitarbeiter: 800 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 1. Examen), 900 Euro/Wochenarbeitstag (nach dem 2. Examen)

Referendare: 800 Euro/Wochenarbeitstag

Associates

  1. Jahr: 90.000 bis 100.000 Euro
  2. Jahr: 96.000 bis 104.000 Euro
  3. Jahr: 102.000 bis 108.000 Euro

Die redaktionellen Arbeitgeberbewertungen geben den Stand der Druckausgabe von azur100 2019 wieder (Erscheinungstermin: 14. März 2019) und werden nicht laufend aktualisiert.
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